Norwegen

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Schneesicher im Land der Trolle


Spätestens seit den Olympischen Winterspielen 1994 ist Lillehammer als schneesicheres Skigebiet bekannt. Mit 123 Kilometern Skipisten und 46 Skiliften steht das norwegische Wintersportzentrum der Konkurrenz in den Alpen nicht nach.

Ein Skiläufer ziert das Wappen der kleinen Stadt Lillehammer rund 200 Kilometer nördlich von Oslo. Über Jahrhunderte waren die Bretter am Fuß in den langen Wintermonaten die beste Möglichkeit der Fortbewegung. Nicht zufällig war es der Norweger Trygve Olsen, der 1895 das Skifahren im Erzgebirge einführte. Von den Höhenlagen zwischen 180 und 1.089 Metern über dem Meer durchaus vergleichbar, bietet das bei 61° nördlicher Breite gelegene Lillehammer in den Wintermonaten jedoch stabilere Schneeverhältnisse. Das Wintersport-Eldorado gehört dabei nicht gerade zu den billigen Reisegebieten. Der Ski-Pass kostet zwischen 22 und 46 Euro am Tag.
Sehr hübsch anzusehen ist die Fußgängerzone Storgata mit ihren farbenfrohen Häusern. Ganzjährig geöffnet ist das Freilichtmuseum Maihaugen mit seinen über 200 historischen Gebäuden. Es wurde bereits 1887 von dem Zahnarzt Anders Sandvig gegründet, der auf den Bauerngehöften des 320 Kilometer langen Tales Gudbrandsdal Häuser und Gebrauchsgegenstände sammelte. Sehenswert ist auch das benachbarte Norwegische Olympische Museum. Nicht nur Kinderherzen schlagen höher beim Besuch des Familienparks Hunderfossen. Mit dem Märchenschloss, einem Hochseilgarten, der Märchengrotte Ivo Caprino und einer Rennstrecke gehört er zu den wichtigsten Touristenzentren in Norwegen. Mit dem Besuch muss man jedoch bis zum Sommerhalbjahr warten.

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Unweit von Lillehammer erstreckt sich das Rondane-Gebirge, welches bereits 1962 zum ersten norwegischen Nationalpark erklärt wurde. Die hochalpine und daher nahezu vegetationslose Region weist zehn Gipfel über 2.000 Meter auf. Heute unvorstellbar, stellten im 19. Jahrhundert englische Adlige im Rondane-Revier Rentieren nach. An die Zeit erinnern verfallene Jagdhütten, in denen jetzt nur noch die sagenumwobenen Trolle hausen. Die possierlichen Gesellen mit moosfarbenen Kleidern und den markanten Knollennasen sollen der Legende nach sehr reich sein. Auf der Flucht vor Menschen und Maschinen haben sie sich auf entlegene baumlose Hochflächen zurückgezogen.
Das Rondane-Gebirge ist im Sommer ein beliebtes Wandergebiet, während es im Winter den Aktivurlauber auf schneesichere Loipen abseits der ausgetretenen Touristenpfade lockt. In charmanten Unterkünften wie dem Venabu Fjellhotell oder dem Rondane Gjestegård steht das Naturerlebnis und nicht der Luxus im Mittelpunkt. Nach einem ausgelassenen Skiabenteuer am Tage bieten das Kaminfeuer oder der Besuch der Sauna in den Abendstunden Entspannung. In den Hotels kann die Skiausrüstung ausgeliehen werden, und direkt hinter der Ausgangstür beginnt bestimmt eine von insgesamt 123 km präparierten und markierten Loipen für Langlauf und Tourenskilauf.
Zum touristischen Angebot gehören auch geführte Schneesafaris, Ski- und Huskytouren. Entlang der Troll-Loipe variieren die Schneehöhen in den Wintermonaten zwischen 70 und 120 cm! An den sonnigen Tagen begeistern die offene Landschaft mit Plateaus und Gipfeln sowie das eine oder andere wilde Rentier.

de.lillehammer.com


Wort: Uwe Schieferdecker / Bild: Ottmar Hannemann


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