Film 160x600_content
Erik Hölperl

Erik Hölperl

Erik Hölperl

Suchbilder für Radsportfreunde


Ein Fahrrad fliegt an auffälligen Bauten entlang in den Himmel, man sieht es meist erst beim genaueren Hinsehen. Mit dem Fahrrad fliegt Erik Hölperl, während sein Fotoapparat Sport und Architektur, Licht und Formen festhält. Erik ist seit sechs Jahren als Fotograf und Filmemacher selbständig, außerdem Mountainbiker und Skateboarder, er lebt in Halle und Weimar. Seine inszenierten und komponierten Aufnahmen gleichen Suchbildern: Finde das Fahrrad! Postergröße wäre jeweils angemessen. Wie kommt der Schüler von Marketing-Legende und Benetton-Provokateur Oliviero Toscani auf die oft außergewöhnlichen Szenerien, welche er befährt und ablichtet?
"Durch Recherche in der Bibliothek und in Architekturzeitschriften", sagt er. "Die Suche ist ein Großteil der Arbeit. Manchmal dauert es Jahre vom ersten Online-Sichtkontakt bis zur Planung der Reise. Dazwischen steht immer die Frage, ob der Ort überhaupt fahrbar sein wird und oder ob einen nicht sofort Sicherheitskräfte oder die Polizei abführen. Oberste Regel ist auch immer, dass der Zustand des Gebäudes an erster Stelle steht. Da mir die Architektur am Herzen liegt, achte ich strengstens darauf, keine Spuren oder Schäden zu hinterlassen. Mein Fahrrad ist dafür vorbereitet. Plastiklenkerenden, -pedalen und abgerundete Radmuttern stellen sicher, dass ich den Ort so verlasse, wie ich ihn vorgefunden habe." Los ging das alles vor elf Jahren. Nachdem Erik gemeinsam mit einem Freund den Mountainbike-Film "New World Disorder" gesehen hatte, wussten die Beiden: Das wollen wir auch machen! Monatelang trainierten sie und fütterten nebenbei ihr Sparschwein. "Aus den kleinen Hüpfern an Bordsteinkanten wurden ziemlich schnell große Doubles und hohe Drops", erzählt Erik, "die wollten wir natürlich dokumentieren. Da ich zu dieser Zeit mit dem Fotografieren begonnen hatte, übernahm ich diese Aufgabe sehr gern. Wenn ich aber die Kamera an meine Freunde weitergab, um auch ein paar Bilder von mir zu haben, war ich meist enttäuscht. Und so kam es, dass ich irgendwann alleine loszog und probierte, mich selbst zu fotografieren. Nach anfänglichen Rückschlägen funktionierte das immer besser."
Aufgrund des zusätzlich vorhandenen Interesses an Architektur entwickelten sich aus den sportlichen Momentaufnahmen die künstlerisch anmutenden Suchbilder, der Akteur wird zum Detail, in den Mittelpunkt rückt die Örtlichkeit mit ihren Besonderheiten. Natürlich beschäftigt sich der Fotograf Hölperl auch mit anderen Motiven, wir werden an dieser Stelle darauf zurückkommen.

www.erikhoelperl.com
www.vimeo.com/erik
www.instagram.com/erikhoelperl


Wort: Ernie LC / Bild Erik Hölperl


Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl

Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl

Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl

Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl

Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl

Bild von Erik Hölperl

© Erik Hölperl