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Eleanor & Colette

Eleanor & Colette


Eine Geschichte, die das Leben schrieb und von der sicherlich nur wenige wissen. Das kann sich mit diesem berührenden Film über den Kampf einer an paranoider Schizophrenie Erkrankten hoffentlich ändern. Jene Eleanor Riese, die herausragend von Helena Bonham Carter dargestellt wird, kann in der Regel durchaus mit ihren Attacken umgehen, dank Medikamenten. Aber da liegt auch schon der Hase im Pfeffer. Sie möchte aufgrund der starken Nebenwirkungen die Dosierung selbst bestimmen. Das gefällt den behandelnden Ärzten so gar nicht. Weil sie ihr das nicht zugestehen, will sie vor Gericht um dieses Recht kämpfen. Und sie findet auch eine engagierte Anwältin und einen Jura-Professor, welche mit ihr den Kampf aufnehmen und es bis vor das Oberste Gericht schaffen. Dank der unkonventionellen Eleanor lockert sich auch die von Hilary Swank dargestellte Anwältin Colette, die beiden Frauen werden Freundinnen.
No Way Out - Gegen die Flammen

No Way Out - Gegen die Flammen


Man kann wahre Geschichten spektakulär aufmotzen von wegen Hauptsache Action. Bekannte Masche, aber in diesem Film ist das glücklicherweise nicht geschehen. Hier wird von einer Truppe von Feuerbekämpfern in den USA berichtet, die aus ganz unterschiedlichen Charakteren besteht, einander schon mal hops nimmt, aber im Fall der Fälle füreinander einsteht. Die Truppe und ihr Chef Eric, der im Beruf die Ruhe bewahrt, aber immer öfters mit seiner Frau aneinandergerät, kämpfen um die Einstufung als Spezialeinheit, sie schaffen es und dürfen fortan Brandschneisen legen, um Waldbrände aufzuhalten. Das ist mit tollen Darstellern besetzt, unaufgeregt und dennoch spannend, klasse bebildert und bewegend. Als sie zu einem vermeintlichen Routineeinsatz aufbrechen, wird dieser für den ehemaligen Junkie Brendan und seine Kameraden zur tödlichen Herausforderung. Schön auch, mal wieder Jeff Bridges und Andie McDowell zu sehen.
Bild: Warner Bros. / Bernd Spauke Bild: Studiocanal
Was werden die Leute sagen

Was werden die Leute sagen


Sicherlich wird dieser Film keine Abertausenden ins Kino locken, aber er ist eine unbedingte Empfehlung für alle, die bewegendes und gutes Kino mögen und gern mal ein frisches überzeugendes Gesicht sehen möchten. Die Hauptdarstellerin Maria Mozhdah wird sicherlich demnächst öfters auf den Leinwänden zu sehen sein, tolles Talent! Sie verkörpert die 15jährige Nisha, die in Norwegen ein regelrechtes Doppelleben führt: Zu Hause brav den pakistanischen Wurzeln gehorchend, draußen mit ihren Freunden das Leben eines ganz normalen norwegischen Mädchens genießend. Doch damit ist Schluss, als ihr Vater sie mit ihrem Freund erwischt, und so schicken ihre Eltern sie nach Pakistan. Dort fühlt sie sich einsam und sehr fremd, bis es ihr gelingt, die Kultur ihrer Eltern zu entdecken. Das ist berührend, toll umgesetzt und lässt vor allem auch die Bilder für sich sprechen. Einfühlsames und zu empfehlendes Kinokleinod.
Zwei im falschen Film

Zwei im falschen Film


Eine deutsche Filmempfehlung: Regisseurin Laura Lackmann, die sich ja schon mit ihrem "Mängelexemplar" empfohlen hatte, beweist erneut, dass sie sowohl komisch als auch realistisch sein kann. Das darf man zusammenfassen mit: Charmante Beziehungskomödie, die nicht zu weit entfernt von der Realität ist. Gut geschriebene Dialoge machen Spaß, vor allem, wenn sie so gut kommen wie bei Hauptdarstellerin Lara Tonke. So manches reizende Detail, tolle Ausstattung und eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit dem grob umrissenen Thema "Der Alltag einer in die Zeit gekommenen Beziehung" runden das Ganze angenehm ab. Vielleicht noch so viel: Hans nennt seine Freundin Heinz und wird nicht mal eifersüchtig, wenn sie einem Ex ihre Telefonnummer gibt. Das sagt wohl schon einiges aus über die Beiden, die dann auch noch eine Liste erstellen, was sie alles "erledigen" müssen in Sachen abhandengekommener Romantik.
Bild: Pandora Bild: Farbfilm / Friede Clausz, Studio TV Film
BLITZ! Stadtmagazin

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Wort: Carola Kinzel