The Cleaners

The Cleaners


Wer reinigt das Internet von Kinderpornos, von Gewaltszenen, Selbstverstümmelungen, Kriegspropaganda etc.? Google, Facebook und Co. überlassen diese Aufgabe Fremdfirmen. Die sitzen in Fernost. Eigentlich sind die jungen Leute, die den ganzen Tag vor den Bildschirmen sitzen und einschätzen, ob Inhalte entfernt werden müssen, froh, einen "ordentlichen" Job zu haben, dem Schmutz der Müllhalden zu entkommen. Der ist halt nur nicht lange durchzuhalten: zu viel Schmutz im Netz macht sie kaputt, treibt gar in den Selbstmord. Keiner hilft ihnen, das Gesehene und ihre eigenen Albträume daraus zu verarbeiten… Eine spannende Dokumentation, die vieles zeigt, einiges nur anreißen kann und die zudem wirklich kinotauglich gedreht ist. Die Macher zeigen beispielsweise auch die Zusammenhänge von Hass im Netz und dem Völkermord in Myanmar. Ein Film, der den Zuschauer weder kalt noch hinterher stumm lässt. Empfehlenswert!
Hereditary – Das Vermächtnis

Hereditary – Das Vermächtnis


Horror auf dem Sundance Filmfestival ist auch nicht so alltäglich, da muss es schon etwas Besonderes sein. Die einen finden ihn lustig, die anderen fühlen sich in seinen Bann gezogen, gruseln sich, rutschen gebannt im Kinosessel nach unten, und das ohne gewohnte Schreckeffekte. Mal wieder ist es eine Familie: Vater, Mutter und zwei Kinder. Sie leben in einem Haus am Waldrand. Oma, das bestimmende Oberhaupt der Sippe, stirbt, und plötzlich wird die Familie gezwungen, sich mit der Familiengeschichte auseinanderzusetzen. Klar doch – es gibt einige nicht gerade nette Geheimnisse der Ahnen, und die könnten die junge Familie jetzt einholen. Oder doch nicht? Nein, verraten wird nichts, wir wollen dem Kinozuschauer doch nicht die Pointe verderben. Lob für die Darsteller, die Atmosphäre und das Design. Ob es sich nun – wie oft geschrieben – um den besten Horror seit Jahrzehnten handelt, sei dahingestellt.
Bild: Farbfilm Bild: Splendid
The Meg

The Meg


Riesiger Hai, das hatten wir lange nicht auf den Leinwänden dieser Welt. Klingt nach gruseligen Momenten, aber mit einer Altersfreigabe unter 16 eher nicht. Regisseur Jon Turteltaub steht ehedem eher für Familienkino. Hauptdarsteller Jason Statham ist bekannt für seine Action-Auftritte. Zudem: Statham war bekanntlich einst Turmspringer, kennt sich also mit dem nassen Element aus. Gut, im Sprungbecken tummeln sich keine Haie, dafür aber in der Tiefsee, und dort hat ein Monsterhai ein U-Boot angegriffen. Das liegt nun manövrierunfähig am Meeresboden, und Hilfe wird gesucht. Auftritt Statham, auch wenn der sich in der Rolle eines Tauchers befindet, der schon mal mit einem urzeitlichen Hai aneinandergeraten ist und seither entsprechende Ängste hat. Logisch, er macht es trotzdem. Und wenn er und vor allem der Film Erfolg haben, – welch Wunder! – würden die Macher glatt noch einen zweiten Teil drauflegen...
The Darkest Minds

The Darkest Minds


In Sachen Science-Fiction fällt anscheinend auch keinem Filmproduzenten mehr so was ganz Neues ein. Diesmal sind es wieder Kinder, die übernatürliche Kräfte entwickeln. Die anderen Kinder sind von einer Seuche getötet worden. Die Eltern der mit übersinnlichen Kräften versehenen Kinder überantworten ihre Sprösslinge einem Internierungslager, in dem sie angeblich wieder für die Gesellschaft rehabilitiert werden sollen. Der 16jährigen Ruby gelingt die Flucht zu einem angeblich noch sicheren Ort für Kinder wie sie. Unterwegs trifft sie auf einen Trupp anderer Geflüchteter, die vom geheimnisvollen Liam angeführt wird. Wieder jemandem zu vertrauen nach sechs Jahren Lager, fällt Ruby nicht so leicht. Ob es dem kleinen Trupp gelingt, die anderen Kinder zu befreien und die Zukunft selbst in ihre Hände zu nehmen, entnimmt man dem Film oder auch schon zuvor der gleichnamigen Romanvorlage von Alexandra Bracken.
Bild: Warner Bros. Bild: Twentieth Century Fox
BLITZ! Stadtmagazin

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Wort: Carola Kinzel