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Maleika

Maleika


Der Dokumentarfilmer Matto Barfuss hat Geduld, die braucht man auch, um in ein Rudel von Geparden aufgenommen zu werden. Er imitiert ihre Laute, ihr Verhalten und so kommt er ganz nah an sie ran und kann 25 Wochen lang Gepardin Maleika und ihre sechs Kleinen hautnah mit der Kamera begleiten. Und auch hier im Tierreich wird wieder mal klar, dass jeder so seinen eigenen Charakter hat. Klar, Tierkinder zu beobachten, da kann man eigentlich immer nichts falsch machen, und die Naturaufnahmen sind auch einmalig - mal spannend, mal putzig, mal lustig und oft sehr unterhaltsam. Emotionale Momente erwarten den geneigten Zuschauer ob nun bei einer Flussüberquerung, bei der eines der Jungen verloren geht, oder wenn sich Mama Maleika verletzt. Doch wer um Himmels willen ist auf die Idee gekommen, das Ganze mal wieder so per Max-Moor-Off-Stimme zu vermenschlichen und damit zu verniedlichen?
Wie im Himmel

Wie im Himmel


Auf eine Wiederaufführung haben wir in den letzten Jahren noch nie hingewiesen, aber wer diesen Film kennt, der weiß um dessen Emotionalität und Güte. Inzwischen ist eine neue Kinogängergeneration herangewachsen und Leute, die den Film damals liebten, gehen bestimmt gern nochmal rein. Ein prominenter schwedischer Dirigent mit gesundheitlichen Problemen kehrt zurück aufs Dorf und lässt sich überreden, den örtlichen Kirchenchor zu leiten, er tut es auf unkonventionelle Weise. Der verbitterte Pfarrer macht es allen Beteiligten nicht leicht. Und dann ist da auch noch die blonde Lena, zu der sich der Dirigent hingezogen fühlt. Das ist Humor der feinsten Art, Emotion pur und zugleich ein musikalisches Meisterwerk. Schwedens bis dato erfolgreichster Film, der schon Millionen Zuschauer in aller Welt berührte. Es sei zudem die unbedingte Empfehlung ausgesprochen, dass Ihr die Taschentücher nicht vergessen solltet!
Bild: Camino Bild: Prokino
Fack Ju Göhte 3

Fack Ju Göhte 3


Der Trailer hat einen entscheidenden Hinweis am Ende. Da heißt es: Finalfack. Ja, dem kann man einfach auch nur zustimmen - immer frei nach dem bewährten Spruch: Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören. Bleibt ja immer noch die Option, anschließend eine Serie draus zu machen. Frauenschwarm Elyas M'Barek versucht diesmal, seine Schüler zum Abiturabschluss zu "prügeln" und das, nachdem eine Vertreterin des Berufs-infozentrums ihnen klar gemacht hat, dass ihre Zukunft nicht gerade goldig wird. Also keine leichte Aufgabe, und die berüchtigten Teenies um Chantal und Danger holen erneut alles aus sich raus, was an Blödsinnigkeit nur geht: Dummheit zur Schau tragen, Mobbing ausüben, Streiche spielen. Dazugemischt werden ein paar neue Mitschüler, die der pädagogisch so wertvolle Lehrer Zeki Müller schon mal als "Kokospflücker" bezeichnet, die bereits ganz viel Wasser geschluckt haben auf ihrem Weg nach Deutschland ...
Maudie

Maudie


Durchaus wichtig: Es handelt sich um eine wahre Geschichte! Maudie hat rheumatische Arthritis und ist bei einem grummeligen Fischer Hausmädchen. Alles, was sie eigentlich will, ist trotz körperlicher Einschränkungen zu malen. Maudie bleibt bei diesem gewalttätigen Mann, der es nicht ertragen kann, wenn er nicht der Mittelpunkt ist. Auch nicht, als Maudie von einer Touristin entdeckt wird, sie ihre Bilder verkaufen kann und sich damit das Leben der Beiden entscheidend verbessert. Sally Hawkins verkörpert diese so zerbrechliche und schnell alternde Frau hervorragend. Das alleine lohnt den Gang ins Kino. Ach, wenn man hier auf ein paar süßliche Elemente wie die zuckergussartige Musik verzichtet hätte. Warum vertraut man nicht auf die Kraft der Bilder und die Leistungen der Darsteller? Heute hängt ein Teil der farbenfrohen Bilder der Volkskünstlerin Maud Lewis, die wahrlich keine Emanze war, in verschiedenen Museen.
Bild: Constantin Bild: NFP (Duncan Deyoung/Mongrel Media)
BLITZ! Stadtmagazin

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Wort: Carola Kinzel