Wein zum Essen
Frühling in Erfurts Clubs

Frühling in Erfurts Clubs

Frühling in Erfurts Clubs

Das Leben kann ein Märchen sein, wenn Ihr es dazu macht, gerade
das Nachtleben. In Erfurt gibt es zauberhafte Clubs, in denen Ihr die schönsten Begegnungen haben könnt - Ihr müsst bloß hingehen! Kämpft Euch wie Dornrosi durch die Botanik, treibt Kellersport wie Rump L. Stil, merkt Euch den Weg ins Geschehen nach der Methode von Hanzel und Greytel und staunt wie Scheeweiß und Rosenrötchen über die vielen Prinzen und Feen, die da mit Euch unterwegs sind. Heraus aus dem Turm, es ist Frühling!


Musikpark

Schneeweiß und Rosenrötchen hatten ihren Tanzbären lange gesucht und schließlich gefunden. Ein gar nicht mal so garstiger Zwerg am Ufer der Gera gab ihnen den entscheidenden Tipp: "Geht in den Musikpark und streift geduldig durch alle vier Floors. Und wenn Ihr zwischen 16 und 18 Jahre alt seid, dann bringt das ausgefüllte Einlass-formular und eine Aufsichtsperson mit." Gesagt, getan! Die Mädchen beschafften sich das Erforderliche und durften die geheimnisvolle Location erkunden. So viele fröhliche Menschen hatten sie noch gesehen, so laute Musik hatten sie nie noch gehört und so bunte Getränke hatte ihnen bislang weder Vater noch Förster gereicht. Doch wo fanden sie die besagten vier Floors? Zahlen sahen sie hier keine. "Soo! Muss Party!", rief ihnen ein gutgelaunter DJ in die Ohren, doch der entscheidende Tipp kam von einer Gruppe junger und schlanker Traumprinzessinnen und -prinzen. Sie trugen Sonnenbrillen und sprachen von "Zehn Euro Freiverzehr - und mehr!". Doch das war es nicht, sondern der Ratschlag: "Achtet auf die Namen." Und Schneeweiß und Rosenrötchen sahen Agostea mit der stilvollen Rundum-Bar im Stile eines neobarocken italienischen Schlosses, sie tanzten in der Soul-Bar Regina, fühlten sich in der Partyscheune Halli Galli, als wären sie in eine brodelnde Skihütte geraten, und fanden zuguterletzt heraus, dass der Rittersaal Camelot ihnen alle Tore zu den anderen Bereichen öffnete. Das war ja wahrhaftig märchenhaft!

Musikpark Erfurt · Erfurt · Willy-Brandt-Platz 1 · www.musikparkerfurt.de

Musikpark

Musikpark

Musikpark

Musikpark





Presseklub

Dornrosi lebte seit ihrem 18. Jahr in einem Turm am Alfred-Weber-Platz. Efeu, Wandwegerich und Brombeere waren ihr bereits bedenklich nahegekommen, als sie eines Abends von oben aus dem Fenster schaute und feststellen musste: "Untenrum ist ja alles zugewachsen!" Als sie sich auch noch in den Finger stach, reichte es ihr, sie wollte ihre Jugend nicht verschlafen und wandte sich an die Presse, genauer gesagt an den Presseklub. Eine befreundete Fee hatte ihr von diesem geflüstert. Dort im dornenheckenfreien Dalbergsweg könne sie mit Bandaoke mir nichts, dir nichts zum Star werden, dort herrsche Salsavaganza, werde gefeiert bis in den Morgen, ob Glitzer-Ibiza-Party oder Schwarzweißfete, Frühling oder Sommer, Semesterbeginn, -ende oder die Zwischenergebnisse. Tapfere Sport-, Staats- und Wirtschafts-, allen voran aber Partywissenschaftler seien da am Werk. Dornrosi wurde vor Freude ganz schwummrig und schummrig, sie verließ ihr Turmzimmer, hieß die alte Frau, die außer ihr dort saß, allein weiter am Rad zu spinnen, und kämpfte sich mit einer Handgartenschere namens Prinz quer durch die Botanik. Im gelobten Laden angekommen trug sie auf einmal ihr bestes Kleid und nahm zunächst einen belebenden Drink. Dann noch einen gemeinsam mit der Fee, die weitere Feen mitgebracht hatte, und schließlich tanzten sie von den 70ern in die 80er, von den 80ern in die 90er, und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie auch heute ...

Presseklub · Erfurt · Dalbergsweg 1 · www.presseklub.net

Presseklub

Presseklub

Presseklub

Presseklub




Engelsburg

Wo immer Hanzel und Greytel auftauchten, sagte man über sie: "Das sind ja zwei richtige Engel!" Kein Wunder, die Beiden kamen ja auch aus England. Dort allerdings hatten sie einer Witch übel mitgespielt. Es ging um Mundraub, Käfig und Backofen - das komplette Programm. Hanzel und Greytel sahen es anders und plädierten auf "Unschuldig!". Außerdem, so erzählt die Legende, wären sie einer zugegeben etwas knochigen Tänzerin mit der Bemerkung “Hexe” zu nahe getreten. Sei es wie es sei, sie mussten fort. Zuerst in den Wald und von dort aus dann in eine schöne, schöne Burg, die perfekt zu ihnen passte, die Engelsburg, kurz Eburg genannt. Bei einem Ausflug mit ihren Eltern hatten sie diese einst kennengelernt, und weil sie ihnen so gut gefiel, streuten sie auf dem Nachhauseweg unauffällig Salzstäbchen zur Orientierung. Das kam ihnen nun zugute! Schwuppdiwupp erreichten sie die Allerheiligenstraße, sahen das Haus aus Stein und all die Sympathieträgerinnen und -träger, mit denen gemeinsam sie hier das Sommersemester verbringen wollten. An Kulinarik und Kultur herrschte kein Mangel - Bier, Cola und Milchkaffee brauchte man nur zu bestellen, Hackbraten, Süßkartoffeln und Eburger ebenfalls. Dazu gab es Kino, Party und sogar Burggeschichten. Hanzel und Greytel schlossen sich den Vinyl Lovers an und riefen "Chapeau!", in einer Kellernische hantierten sie mit "Fine Mechanics" und fühlten sich so wohl wie lange nicht.

Engelsburg · Erfurt · Allerheiligenstraße 20/21 · www.eburg.de

Engelsburg

Engelsburg

Engelsburg

Engelsburg




Kickerkeller

Rump L. Stil war ein cooler Kunde, nicht besonders groß, nicht besonders gutaussehend, dafür äußerst gewitzt. Die Samstage verbrachte er mit Tausenden am Rande einer grünen Wiese, die Abende mit Vorliebe in einem Gewölbe, welches Kickerkeller genannt wurde. Hier konnte er vernünftige Gespräche führen und die Handgelenke in hexenartiger Geschwindigkeit spielen lassen. Weisheiten wie "Das Runde muss ins Eckige", "Elf Freunde müsst Ihr sein" oder "Stell Dich mal nicht so doof an" wechselten im gemütlichen Licht von seinem Munde in die Ohren der Anderen. Und nach der Kurbelei an den zumeist in rote oder blaue Gewänder gekleideten Stangenfußballern gab es nach altem Brauch Shakehands, Musik und Getränke. Gerade mittwochs und freitags kickerte Rump L. Stil hier in der Johannesstraße mit Jedermann, so gut wie immer nahm er an den regelmäßigen DYP(= Draw Your Partner)-Turnieren teil. Und seine Prinzessin? Die saß mit den Kindern zu Hause im Schloss und spann Stroh zu Gold. Er hatte es ihr beigebracht und sie Spaß daran gefunden. Und so konnte unser Mann, so oft ihm danach war, in den Kickerkeller abtauchen, ein Spielchen wagen, ein Schwätzchen halten und ein feines Fläschchen an die von einem vollen Bart umrandeten Lippen führen. "Neben dem wahren Geist des Fußballs trifft man hier auch hammergeile Schnitten", verriet er uns. Seine Prinzessin sollte das lieber nicht hören. Der sagte er nur: "Ich geh zum Sport!"

Kickerkeller Erfurt · Erfurt · Johannesstraße 156

Kickerkeller

Kickerkeller

Kickerkeller

Kickerkeller




Wort: Paul Fels / Bild: Presseklub, Musikpark Erfurt, S.L., Engelsburg/SioMotion Photography