Kurzreisetipps Europa 2013

Endlich Frühling


Kroatiens Adriaküste

Zwischen dem tiefblauen Meer und dem hellgrauen Fels der Küstengebirge Dalmatiens liegen pittoreske Küstenstädte, deren Paläste und engen Pflasterstraßen aus venezianischer, wenn nicht gar römischer Zeit stammen. Das kleine Trogir ist nur über eine schmale Brücke und ein mittelalterliches Stadttor zu erreichen. Die auf einer Insel gelegene Altstadt gehört mit ihrer Kathedrale und den Patrizierhäusern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu empfehlen ist hier der Besuch der kleinen Fischrestaurants. Im nahen Split beeindruckt der wahrhaft gewaltige Palast des Diokletian. In ihm verlebte der römische Kaiser vor 1.700 Jahren den Ruhestand. Auch wenn der felsigen Adriaküste Kroatiens die langen Sandstrände fehlen, lassen sich die Sonnenanbeter vom kristallklaren Wasser und dem blauen Himmel faszinieren.





Budapest genießen

Auf der Fischerbastei stehen und den Blick über die glitzernde Donau auf das Parlamentsgebäude im Zuckerbäckerstil genießen: Gibt es eine bessere Location als Budapest, um sich im Frühling zu verlieben? Im flachen Stadtteil Pest beginnen bereits die weiten Ebenen Osteuropas, während das hügelige Buda den Auftakt zur mitteleuropäischen Alpenregion bildet. Diese geografische Nahtstelle ist mit 80 Thermalquellen gesegnet, die in märchenhaften türkischen und Jugendstilbädern genossen werden können. Abends funkeln Abertausende Lampen der Millionenstadt auf. Die malerischen Brücken und prachtvollen Gebäude werden dann von Scheinwerfern romantisch in Szene gesetzt. Hunderte Restaurants und Bars sowie ein breit gefächertes Kulturangebot von Oper bis Moderne erwartet den interessierten Besucher.

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Mallorca abseits der Strände

Längst hat sich herumgesprochen, dass Mallorca weit mehr als den Ballermann bietet. Als Vorteil des Massentourismus ist in jedem Fall die gute Erreichbarkeit der Mittelmeerinsel von jedem noch so kleinen Flughafen zu verbuchen. Im Norden bewahrte sich die Küste längs der gewaltigen Gebirgskette der Sierra de Tramantura ihre Ursprünglichkeit. Über einer Felsenbucht befindet sich am Felshang das traumhafte Künstlerdorf Deià mit kleinen Galerien und Cafés. Inmitten des Gebirges verbrachten George Sand und Frédéric Chopin einen Winter auf Mallorca. Das Bilderbuchdorf Valldemossa mit seinem Kartäuserkloster beeindruckt auch heute. Eine spektakuläre Aussicht auf die Küstenebene bietet sich den Wallfahrern hingegen von den Klöstern des Berges Puig de Randa bei Llucmajor im Süden Mallorcas.




Obstblüte in Südtirol

Mediterranes Klima und südländische Flora sind nach dem langen Winter ein gutes Argument für einen Besuch Südtirols. Im Norden hält die eisgepanzerte Ortlergruppe kalte Lustmassen fern. Gerade im zeitigen Frühjahr beeindruckt die Landschaft mit ihren weiten Plantagen durch die Blüte der Obstbäume. Im noblen Meran schützen hingegen bunte Markisen die Besucher der Eiscafés längs der Kurpromenade an der Etsch vor allzu üppigen Sonnenstrahlen. Eine ideale Möglichkeit für den aktiven Urlaub bietet die "Bikemobil Card Südtirol": Für 34 Euro kann der Tourist sieben Tage Bus und Bahn kostenlos nutzen und sich an den Verleihstellen von "Südtirol Rad" ein Fahrrad ausleihen. Pedelecs mit elektrischem Antrieb stehen für nur sechs Euro Aufpreis zur Ausleihe bereit.




Frühling in der Lausitz

Das traditionelle Osterreiten in der Lausitz stand 2013 noch ganz im Zeichen des ausklingenden Winters. Doch inzwischen drängen zwischen Panschwitz-Kuckau und Kamenz die Frühjahrsblüher hervor. Bereits Pfingsten wird auf dem Hutberg die Rhododendren- und Azaleenblüte erwartet. Zu den reizvollsten Ecken der Lausitz gehört Rammenau. Das sehr ansprechend restaurierte Schloss gilt als besterhaltenes Rittergut in Sachsen. Den wundervollen Landschaftspark verdanken wir dem Geografen Centurius von Hoffmann, der hier auch mit 16.000 Exemplaren die bis dahin größte Insektensammlung der Welt anlegte. Im Schlossinneren beeindrucken bei Konzerten oder einem Rundgang illusionistische Wandmalereien. Im Park selbst ehrt eine Stele den 1762 im Ort geborenen Philosophen Johann Gottlieb Fichte.


Wort: Uwe Schieferdecker / Bild: Uwe Schieferdecker, Tom, www.mupa.hu, R.K., P.D.