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Konzert-Special

Auf einer Reise in das Herz der Musik


Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen befanden wir uns gerade in einem Winter, der nur dem offiziellen Kalender nach einer war. Das Klima scheint uns begreiflich machen zu wollen, dass die Sache mit der Erwärmung eine sehr reale ist. Wie um das zu untermauern, prophezeit die NASA, dass auch der kommende Frühling und der darauffolgende Sommer wärmer als die Vergleichsmonate der vergangenen Jahre werden. Gesund klingt das nicht. Aber dafür müssen wir auch nicht mehr so viel heizen. Wir können im Winter mal unserer Lieblingsband in die Nachbarstadt folgen und kommen ohne Eis und Schnee gut durch. Und wer vor der Halle raucht, holt sich keinen Schnupfen. Alles hat eben auch seine guten Seiten ...


Peter Maffay

Peter Maffay

Peter Maffay

Maffay zog den Stecker und gab im vergangenen Jahr zwei schon jetzt legendäre Unplugged-Konzerte im hallischen Steintor-Varieté. Daraus wurde ein Album, das wir in dieser Zeitschrift gebührend feierten: "... das Wichtigste ist die Kreuzfahrt durchs eigene Œuvre. Er geht souverän bis an die Anfänge. Es gibt 'Und es war Sommer', 'Tiefer', 'So bist Du' und auch den Adelsschlag für den Ostrock: Sein Cover von Karats 'Über sieben Brücken'. Hier müssen die musikalischen Ideen ihre Tragfähigkeit beweisen: Sie bestehen mühelos." Jetzt kommt das Ganze auf Tour durch die Arenen!

19.02. Magdeburg, GETEC-Arena
04.03. Chemnitz, Arena
06.03. Leipzig, Arena
08.03. Erfurt, Messehalle


Marteria

Marteria

Marteria

Der Rapper aus Rostock. Der Mann, der es fast bis in die erste Mannschaft von Hansa schaffte, nur ein paar Jahre später in New York am Beginn einer Model-Karriere stand und doch wieder zurückkam, um zu rappen. Und weil er uns so viel zu sagen hat, existiert er gleich zwei Mal: Als Marsimoto und eben als Marteria (was im Übrigen weniger mit Martyrium, sondern eher mit seinem Vornamen Marten zu tun hat). Trotz seines Riesenerfolgs kehrt er auch immer wieder in die kleinen Clubs der ersten Tour zurück. Aber die sind natürlich rasend schnell ausverkauft - gut, dass er auch Hallen spielt.

01.03. Jena, Kassablanca
02.03. Chemnitz, AJZ Talschock
19.03. Erfurt, Thüringenhalle
23.03. Leipzig, Haus Auensee


Sunrise Avenue

Sunrise Avenue

Sunrise Avenue

Samu Haber, Frontmann und Mastermind der Indie-Pop-Band Sunrise Avenue aus Espoo bei Helsinki, ist ein Popstar mit Charme, Herz und Köpfchen. Der Mann hat was zu sagen: "Alle hetzen nur noch durchs Leben auf der Suche nach dem perfekten Partner, dem perfekten Body, dem perfekten Job. Wir sind nicht mehr bereit, Kompromisse einzugehen, weil wir unbegrenzte Auswahlmöglichkeiten haben, die uns immer unersättlicher machen. Wir sind global besser vernetzt, als je zuvor und haben gleichzeitig Liebeskummer, weil wir einsam sind. Statt das Leben zu genießen, jagen wir ihm virtuell auf Smartphone-Displays hinterher." Recht hat er!

02.03. Dresden, Messehalle
17.03. Leipzig, Arena


Sarah Lesch

Sarah Lesch

Sarah Lesch

Eine Rückkehrerin nach Mitteldeutschland. In Altenburg geboren, verschlug es sie als Kind mit ihrer Mutter ins tiefste Schwaben. Sie arbeitete später eine Weile in Tübingen und zog, als klar war, sie würde von Musik leben wollen, zurück - nach Leipzig. Hier fand sie das künstlerische und kommerzielle Umfeld, das sie suchte, und hier erschienen die Alben Nr. 2 und 3, mit denen die sympathische Frau mit dem markanten Haarschnitt (vielmehr: dem Gegenteil davon) nunmehr auch breitere Zuhörerschichten erreicht.

09.03. Dresden, Beatpol
10.03. Halle, Objekt 5
11.03. Zwickau, Alter Gasometer
15.03. Erfurt, HsD
09.05. Annaberg-B., Alte Brauerei


Chris Norman

Chris Norman

Chris Norman

Chris Norman war der weitgehende Alleinherrscher in den Kinderzimmern zwischen 1975 und 1978. Die Gesichter, die ihn damals auf den Posterwänden umkreisten, kennt heut keiner mehr. An die Lieder von Smokie darf man sich bis heute erinnern - und nicht als peinliche Jugendsünde. Er schaffte es mit Schmachtern wie "Midnight Lady" oder "Broken Heroes" sogar zu einer Zweitkarriere und kommt jetzt mit neuem Album "Don't Knock The Rock".

11.03. Halle, Steintor-Varieté
12.03. Leipzig, Haus Auensee
13.03. Dresden, Kulturpalast
19.03. Chemnitz, Stadthalle
21.03. Zwickau, Stadthalle
22.03. Erfurt, Messehalle


Ulrich Tukur

Ulrich Tukur

Ulrich Tukur

Es sei hier ausnahmsweise des Künstlers eigene Ankündigung zitiert - also sprach Ulrich: "In ihrem neuen Programm erleben Sie Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys auf einer abenteuerlichen Reise ins Herz der Musik, in den Abgrund der Melodie, den Tiefsinn der Harmonie, den Wahnsinn des Kontrapunkts und der Bitonalität, den Irrsinn des kryptometrischen Rhythmus und den betörenden Feinsinn der Aleatorik. Im Zusammenwirken all dieser Ingredienzen entsteht ein subtiles musikalisches Gespinst, das alles in den Schatten stellt, was je auf einer Bühne zu hören war." Dazu gibt's nicht mehr viel zu sagen, gelle?

16.03. Erfurt, Alte Oper
17.03. Dresden, Kulturpalast
18.03. Leipzig, Gewandhaus


Falco - Das Musical

Falco - Das Musical

Falco - Das Musical

Johann "Hans" Hölzel war einer der ganz wenigen wirklichen Weltstars der Popularmusik, die der deutsche Sprachraum hervorgebracht hat (sein Künstlername stammt von dem DDR-Skispringer Falko Weißpflog). "Amadeus" war das einzige Stück in dieser Sprache, das je an der Spitze der amerikanischen Single-Charts stand. In diesem Jahr werden es 20 Jahre, dass er sich besoffen in Haiti totfuhr. Definitiv unsterblich bleiben Stücke wie "Der Kommissar", "Jeanny" oder "Out of the Dark". Das alles zusammen in einem Musical ist großes Kino!

21.03. Erfurt, Messehalle
24.03. Leipzig, Arena
17.04. Dresden, Messehalle
01.05. Chemnitz, Stadthalle
02.05. Zwickau, Stadthalle


Tangerine Dream

Tangerine Dream

Tangerine Dream

Die Band wurde Ende der 60er an einer Berliner Kunsthochschule gegründet und entwickelte sich nach einer kurzen Krautrockphase lange vor den Düsseldorfern Kraftwerk, in deren Schatten sie später immer standen, zu den wahren Pionieren der elektronischen Musik aus Deutschland. Tangerine Dream waren im Ausland immer viel angesagter als hierzulande. Sie hatten in England ein Album in den Top 20 und waren in den USA sieben Mal für den Grammy nominiert. Bis heute haben sie mehr als 70 Alben veröffentlicht. Gründer Edgar W. Froese ist vor zwei Jahren mit 70 gestorben, das Ensemble wird heute von Thorsten Quaeschning geführt, der seit 2005 dabei ist.

13.04. Halle, Händelhalle
14.04. Dresden, Kulturpalast


Bob Dylan

Bob Dylan

Bob Dylan

His Bobness, Größter der Großen, beehrt uns mal wieder. Seit vielen Jahren reist er ruhelos um die Welt auf einer neverending Tour. Er hat den Nobelpreis und vorher schon den Pulitzer, hat überhaupt alle Preise, die es in den USA für irgendeine künstlerische Entäußerung gibt, die Grammies stapelt er irgendwo im Keller, schon 1991 bekam er einen fürs Lebenswerk, das man seinerzeit offenbar für abgeschlossen hielt. Er spielt vor Päpsten und Präsidenten, es gibt keinen Superlativ, der nicht schon für ihn benutzt wurde. Eine amerikanische Uni hat 20 Millionen Dollar gezahlt für seine Notizhefte nach seinem Tod. Und Dylan tourt derweil wie ein Getriebener, spielt alle seine großen Hits immer wieder.

18.04. Leipzig, Arena


Wirtz

Wirtz

Wirtz

Daniel Wirtz, 42 geworden im letzten Jahr, hat mit heftigem Indie-Rock angefangen. Ende der 90er machte er mit der Band Sub7even auf sich aufmerksam. Seit Ende der Nuller dreht er seine Runden allein. Seine derbe Authentizität verschaffte ihm rasch einen vorderen Platz in der sonst ja ziemlich verheulten deutschen Sängerszene, die letzten beiden Alben gingen Top Ten. Ein Fachblatt schrieb: "Wirtz schafft es, seinen unvergleichlichen, leicht melancholischen Stil in griffige Alternative-Rock-Nummern zu verpacken, die den Hörer nicht nur musikalisch, sondern auch inhaltlich sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen."

20.04. Leipzig, Haus Auensee
25.04. Dresden, Alter Schlachthof
28.04. Erfurt, Stadtgarten


Wort: FW / Bild: Wolfgang Köhler, Paul Ripke, Universal Music, Benjamin Hiller, Frank Wabersek, Katharina John, Dominik Gruss, Nada Lottermann, Veranstalter, P.D.