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Die Erfindung der Wahrheit

Die Erfindung der Wahrheit


So lange Mister Trump an der Macht ist, wird die Grundlage der Story dieses Filmes wohl ein Traum bleiben, ergo eher ein Szenario, wie es unter Obama denkbar gewesen wäre: Eine taffe Lobbyistin arbeitet für die Waffenindustrie und versucht, ein neues Gesetz zu verhindern, nach dem die Käufer von Waffen intensiver zu beleuchten wären. Naja, das Drehbuch stand ja bereits 2015 auf der Black List der beliebtesten unverfilmten Drehbücher. Doch irgendwann passiert etwas, was die von Jessica Chastain schön eiskalt gespielte Lobbyistin die Seiten wechseln lässt. Nur, man legt sich doch nicht mit denen an, die von den lockeren amerikanischen Waffengesetzen profitieren! Die Dame ist allerdings eine gewiefte und erfahrene Strategin und kennt in der Regel den nächsten Schachzug des Gegners schon. Ob sie das überlebt, ist allerdings erst einmal nur im Kino zu erfahren. Regie führte John Madden ("Shakespeare in Love").
Transformers: The Last Knight

Transformers: The Last Knight


Das ist nun schon der fünfte Teil der Transformers-Reihe, und dieses Mal wird ein Artefakt aus der Zeit König Artus' gesucht, um den Planeten Cybertron zu retten. Und nun wird es noch lustiger, denn ein Mensch wurde von Artus ausgewählt, der auch noch der letzte Ritter ist und jetzt in der Lage sein sollte, Menschen und Maschinen miteinander zu versöhnen. Wir erfahren endlich, dass es schon vor langen, langen Zeiten ganz anders war, dass schon damals die zwölf Ritter der Tafelrunde mit zwölf Transformern Seite an Seite kämpften! Klar doch: Der berühmte Merlin - das war nicht Magie, sondern Transformer-Technologie. Und da man das jetzt alles weiß, wird es ja auch klappen, Cybertron und die Erde gleich noch mit zu retten. Das ist Kintopp, das soll Spaß machen - und den hatten wohl schon beim Drehbuchlesen solche Darsteller wie Anthony Hopkins, Laura Haddock sowie Mark Wahlberg, der wieder den Cade Yeager spielt.
Bild: Universum / Kerry Hayes Bild: Paramount
Axolotl Overkill

Axolotl Overkill


Also, für die Jüngeren unter uns wäre das vielleicht ein Tipp, zeigt er doch die Zerrissenheit ihrer Generation. Vorab erst einmal: Die Darsteller sind gut, der Sound passend. Es geht um gestörte junge Leute, die um Mitleid heischen, aber gereichte Hände nur so wegschlagen. Da sitzt man dann in seinem Kinosessel und würde nur zu gern schreien: Nee, nun werd doch mal munter! Es geht um eine 16jährige Halbwaise, ihren Vater, der sich nur marginal für Menschen, eher für Kunst interessiert, dann gibt es auch noch die Halbgeschwister und das ganze Elend dieser Welt. Das lässt sich anscheinend nur mit Partys, Drogen und Liebeleien ertragen - oder man wird selber erwachsen. So lässt es sich knapp zusammenfassen, was den hieran interessierten Kinozuschauer erwartet. Ob dem Film auf dem Weg zum Kinoerfolg die Weltpremiere auf dem Sundance-Filmfestival hilft? Man wird es sehen.
Sommerfest

Sommerfest


Sönke Wortmann, der mit dem "Sommermärchen" und der Frau Müller, die weg musste, hat diesmal eine Art Heimatfilm gedreht. Heimat ist da, wo er herkommt, und das ist der Ruhrpott. Der auf einem Roman von Frank Goosen basierende Stoff verfügt über Bezüge zum Regisseur, und das merkt man dem Werk auch an. Es versucht so viele wie mögliche der dort lebenden Typen einzufangen. Manchen davon verliert es auf seiner filmischen Reise, andere wachsen dem Zuschauer regelrecht ans Herz. Und so können wir mit viel Augenzwinkern die unterschiedlichsten Charaktere beobachten, wenn Stefan, der in München am Theater einen Vertrag als Schauspieler zu erfüllen hat, überstürzt nach Hause fährt. Sein Vater ist gestorben und bis zur Beerdigung begegnet er einer Menge von Leuten, die ihn durch Kindheit und Jugend begleiteten. Das ist keiner von den ganz großen Würfen, sieht sich aber amüsant von der Leinwand weg.
Bild: Constantin / Lina Grün Bild: X Verleih / Tom Trambow


Wort: Carola Kinzel