Film 160x600_content
Alien: Covenant

Alien: Covenant


Vor 38 Jahren bevölkerten erstmals die Aliens die weltweiten Kinoleinwände. Vor fast fünf Jahren gab es die Vorgeschichte zu Ridley Scotts SciFi-Horror-Trilogie. Jetzt schickt er eine neue Truppe von Astronauten auf den Weg auf einen paradiesisch anmutenden Planeten. Der scheint erst einmal unbewohnt zu sein. Doch dann stoßen die Reisenden auf den einzigen Überlebenden der vorherigen Mission namens Prometheus und schließlich kommen hungrige Kreaturen. Sehr hungrige Kreaturen. Das wird blutig, sowas von blutig, dass der Film wohl erst ab 16 oder gar 18 gesehen werden darf. Also mal wieder kein Spaziergang, aber wohl ein Fest für Fans des Genres, der Reihe und von Ridley Scott. Mal sehen, ob man bei der Mission wirklich einen Schritt weiterkommt bei der Frage, ob das menschliche Leben wirklich außerirdischen Ursprungs ist. Hauptsache, Erich von Däniken hat nicht mitgeschrieben am Drehbuch ...
Jahrhundertfrauen

Jahrhundertfrauen


Der Mann, der u.a. mit "Beginners" zu überzeugen verstand, kommt diesmal halbwegs autobiografisch und setzt seiner Mutter damit eine Art filmisches Denkmal. Mike Mills war wohl einer dieser rebellischen Jugendlichen, die in den 70er Jahren ihren Platz in der Welt suchten - und das fast ausschließlich unter Frauen. Seine alleinerziehende Mutter holte dabei Hilfe bei zwei weiteren Geschlechtsgenossinnen ein. Eine junge Fotografin versucht sich genauso wie die 16jährige Freundin des Jungen. Das macht Mills anekdotisch und nimmt Anleihen an der Ästhetik der damaligen Zeit, u.a. auch am wohl unsterblichen Dokumentarfilmklassiker "Koyaanisqatsi". Hauptdarstellerin Annette Bening wird das Publikum in der Frage, sie zu mögen oder auch nicht, wohl scheiden. Ein durchaus sehenswerter Blick auf die damalige Zeit der sich emanzipierenden Frauen in den USA und auf die Pubertät im Besonderen.
Bild: Twentieth Century Fox Bild: Splendid
Rückkehr nach Montauk

Rückkehr nach Montauk


Dieser Film spaltete die Kritiker in ihrer Berlinale-Berichterstattung. Warum auch immer. Regisseur Volker Schlöndorff knüpft an alte Bande an, wieder greift er eine Max-Frisch-Vorlage auf. Es geht um Erinnerungen, um verlorene Lieben, und irgendwie dreht sich alles um diesen selbstverliebten Mann, der versucht, das Rad in New York, wo er auf Lesereise ist, um 20 Jahre zurückzudrehen. Doch wem ist das je gelungen? Und er findet sie, die große Liebe von damals. Als er sie findet, ist sie spröde, zurückhaltend, abweisend. Es dauert, doch dann fahren sie gemeinsam nach Montauk. Sie, inzwischen Staranwältin, wird gespielt von einer umwerfenden Nina Hoss. Die Bilder sind ein Fest für die Augen. Das Ganze steckt voller Lebensweisheiten, lässt sich Zeit und der geneigte Zuschauer wird sich noch lange erinnern, vielleicht nachdenklich über das eigene Leben das Kino in einem angeregten Zustand verlassen.
Baywatch

Baywatch


Oh Gott, wenn man diese olle Kamelle jetzt auch noch kinotauglich inszeniert, dann fällt den Hollywood-Autoren wohl nun fast gar nichts Neues mehr ein. Eine Komödie soll es sein. Für die Regie zeichnet Seth Gordon verantwortlich, dessen bisherige Filme eher in der zweiten Liga spielten. Und die uralte Rettungsschwimmertruppe musste auch neu besetzt werden, David Hasselhoff ist inzwischen nicht mehr der Knackigste, Pamela Anderson geht es ähnlich. Also alles neu gecastet, aber die Beiden dürfen in anderen Rollen kurz mitmischen. Ergo eine Referenz an all die alten Leute dieser Welt, die einst bei jeder der Serienteile an der Glotze klebten. Es gibt bei den Strandläufern einen Neuzugang und der mischt die Truppe ordentlich auf. Ein bissel hinderliche Liebe, klar doch, auch wieder eine Sexbombe, ein bissel Konkurrenzkampf und dann noch was Kriminelles - und fertig ist der Lack, also die Filmstory.
Bild: Wild Bunch Bild: Paramount Pictures


Wort: Carola Kinzel