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Konzert-Special

Vom Eise befreit flattert der Frühling


Nun steht sie uns wieder bevor, die vielleicht schönste Zeit des Jahres. "Frühling lässt sein blaues Band ...", wird gern zitiert, das ist von Eduard Mörike, und natürlich des Weimarer Geheimrats unverzichtbarer Osterspaziergang ("Vom Eise befreit ..."). Weniger bekannt, aber mindestens genauso schön ist Ludwigs Uhlands Frühlingsglaube: "Die linden Lüfte sind erwacht, sie säuseln und wehen Tag und Nacht ... Die Welt wird schöner mit jedem Tag, man weiß nicht, was noch werden mag, das Blühen will nicht enden ..." Und wenn sie Euch dann ankommen, die berühmten Gefühle, erinnert Euch der Weisheit eines längst vergessenen Radiomoderators und "nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus".


Staubkind

Staubkind

Staubkind

Blitzstarts gibt es auch in der bedächtigen Dunkelszene: Der erste Auftritt der Berliner Band um Sänger und Gitarrist Louis Manke fand im Januar 2004 statt. Schon zwei Monate später stand man im Vorprogramm von Unheilig vor riesigem Publikum und wenige Woche darauf beim zentralen Ereignis der Szene, dem Leipziger Wave-Gotik-Treffen. Klar, dass im gleichen Jahr das erste Album erschien und natürlich sofort in die Charts ging. Das Wunder hat mit dem szenebekannten Blutengel Chris Pohl zu tun, der hinter den Kulissen einige Weichen stellte.

16.03. Magdeburg, Moritzhof
31.03. Leipzig, Werk 2
01.04. Dresden, Tante Ju
21.04. Erfurt, HsD
29.04. Zwickau, Alter Gasometer


Broilers

Broilers

Broilers

Ihre Namenswahl haben sie sicher gelegentlich bereut, weil sie sie allzu oft erklären müssen, nachdem sie nach vielen Jahren im Untergrund nun auch Mehrheiten bekannt sind. Nein, sie kommen nicht aus dem Osten und sehnen sich nicht nach Grillhähnchen made in GDR. Den Namen gaben sich die Düsseldorfer wegen des "oi" in der Mitte. Das steht für eine aus England stammende Form von Rüpelrock, bei dem Streetpunks und Skinheads gerne in freundlichem Pogo übereinander herfallen. In der Oi!-Szene findet sich immer mal wieder politisch Anrüchiges und das Mainstream-Publikum kann hier nur schwer differenzieren: Die Broilers sind jedenfalls sauber!

24.03. Erfurt, Messe
14.07. Dresden, Elbufer


Jimmy Kelly

Jimmy Kelly

Jimmy Kelly

In den großen Zeiten der Kelly Family, also vor etwa 20 Jahren, war Jimmy der Schwarm der älteren weiblichen Fans. Die Teenies standen auf Paddy und fanden Angelo süß. Aber Jimmy mit den ewig langen Locken und der Würde eines Indianers war wohl das Sehnsuchtsziel so mancher erwachsener Wachträume. Ganz bodenständig macht er seit 2005 Soloalben und hat überhaupt keine Scheu, sich damit wieder in Fußgängerzonen zu stellen. Die Tour findet aber in wohltemperierten Sälen statt!

30.03. Freiberg, Tivoli
31.03. Pößneck, Schützenhaus
01.04. Arnstadt, Theater im Schlossgarten
08.04. Glauchau, Stadttheater
09.04. Markkleeberg, Großer Lindensaal


Tokio Hotel

Tokio Hotel

Tokio Hotel

Sie haben es geschafft: Die Jungs aus Magdeburg sind die einzigen deutschen Pophelden, die es wirklich zu internationalen Superstars gebracht haben. Das letzte Album der Wahl-Amis, "Kings Of Suburbia" mit seinem zeitgeistigen Electro-Pop, schoss in 30 Ländern auf Platz 1 und platzierte sich in 17 weiteren in den Top 5. Nach der gefeierten Comeback-Welttournee des Jahres 2015 treten sie nun erneut rund um den Globus an, Deutschland ist da nur eine Station und Leipzig, Sachsen, nur ein Ort. Die Kritiker von früher sind längst verstummt, die Kaulitzens denken ohnehin global. Das euphorische Gekreisch, das sie standesgemäß auch hier ernten werden, braucht sowieso keine Sprache.

01.04. Leipzig, Haus Auensee


Till Brönner

Till Brönner

Till Brönner

Jazz geht und Jazz lebt. Ganz in der Art der Totgesagten, denen der Volksmund oft zu recht ein um so längeres Leben attestiert. Dazu bedarf es handwerklich perfekter Qualität, eines tiefen Jazz-Feelings und eines feinen Nervs dafür, wo man heute mit beidem an den zeitgeistigen Strömungen in der Popularmusik andocken kann. Till Brönner ist ein Weltklasse-Jazzer ohne Scheuklappen, er hat in den vergangenen Jahren mit den No Angels ("When The Angels") oder dem Tenor Thomas Quasthoff ("The Jazzalbum - Watch What Happens") große Erfolge gefeiert.

09.04. Halle, Händelhalle
23.06. Magdeburg, Stadtpark
29.07. Meiningen, Schloss Elisabethenburg
12.10. Dresden, Kulturpalast


Santiano

Santiano

Santiano

Die Seefahrerromantik hat es uns seit jeher angetan: Echte Männer halten zusammen in rauer Natur, sie trotzen gemeinsam den Gewalten und entdecken zum Lohn die unberührte Schönheit ferner Gestade. Darüber hinaus entdecken sie die Freundschaft und die anderen echten Werte, die es für Männer im Leben zu entdecken gibt. Das gefällt dann besonders den Frauen, die lieben Männer mit Werten. Mit den Piraten ihrer Herzen wollen sie "Bis ans Ende der Welt" segeln und "Von Liebe, Tod und Freiheit" singen. Auf den Konzerten darf schon mal geübt werden, dabei entsteht ein schöner gemischter Shanty-Chor.

17./18.04. Suhl, CCS
08.07. Dresden, Junge Garde
09.07. Zwickau, Freilichtbühne


Annisokay

Annisokay

Annisokay

Das dritte Album dieser hallischen Metalcore-Band wurde vor wenigen Monaten von uns begeistert gefeiert: "Diese Band ist in jeder Einzelfacette des komplexen Gesamtsounds nahezu perfekt aufgestellt, scheint auf jedem Vergleichsfeld ein wenig besser als die Masse der Mitbewerber. Im Gesamtergebnis kommen derzeit in diesem Land nur sehr wenige auf Augenhöhe (einige davon gleich im benachbarten Thüringen). Erste Liga also. Und dort Spitzengruppe." Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Diese Band spielt ein Crossover aus brutaler Härte und tragenden Melodien auf definitiv internationalem Niveau.

21.04. Jena, F-Haus
22.04. Dresden, Konk
28.04. Halle, Steintor-Varieté


Tim Bendzko

Tim Bendzko

Tim Bendzko

Eigentlich wollte er Fußballer werden, stand kurz vor einem Stammplatz bei Union Berlin in der 2. Liga. Doch dann hatte es ihm seine Gitarre angetan. Entdeckt von den Söhnen Mannheims und an der Seite von Xavier Naidoo die ersten Schritte ins Biz machend, verkündete Bendzko 2011 in entwaffnend-charismatischer Offenheit der Liebsten, dass er nur eben kurz mal die Welt retten müsse, um dann umgehend nach Hause zu kommen. Die Nation hörte mit und liebte ihn dafür: Der Beginn einer Welle von melancholisch-poetischen Barden der Neuen Deutschen Betroffenheit. Die Zeit scheint reif für kuschelige Gefühligkeit, weidwunde Männerseelen werden mutig gezeigt und finden Gefallen. Warum auch nicht?

26.04. Leipzig, Haus Auensee


David Garrett

David Garrett

David Garrett

Er ist eine zentrale Hassfigur jener, die glauben, Musik teile sich in ernsthafte, aus alten Zeiten überlieferte für eine selbsternannte Elite, genannt "Klassik", und die populäre Musik, welche die minderen Bedürfnisse breiter Massen niedrigschwellig zu befriedigen habe. Garrett spielt überwiegend Klassik auf einem zentralen Instrument dieser Art von Musik, der Violine. Aber die Apologeten der reinen Lehre werden nicht müde zu betonen, dass er keinesfalls zu ihnen gehöre. Warum? Garrett versucht zu ergründen, was seinem Publikum gefallen könnte: Von normalen Menschen gemocht werden zu wollen, ist für manche schon Teufelswerk.

29.04. Leipzig, Arena
30.04. Erfurt, Messe


Rock im Park

Rock im Park

Rock im Park

Achtung, letzter Aufruf: Bei Deutschlands definitiv fettestem Festival, dem Doppelschlag im Park und am Ring, gehen die letzten 10.000 Tickets in den Verkauf. Bei den Headlinern Rammstein, Die Toten Hosen und System Of A Down, bei einer Nachfolge-Riege um Acts wie Beatsteaks, Prophets Of Rage, Broilers, Marteria, Kraftklub, Beginner, Bastille, Five Finger Death Punch oder AnnenMayKantereit darf es als sicher gelten, dass sie da nicht lange bleiben werden und schon bald nur noch ein kleines "Ausverkauft"-Schild zu sehen sein wird. Nur noch wenige Tage gibt's die Tix für weniger als 200 Euro, die letzten werden deutlich teurer. Wer zu spät kommt, hat mal wieder den Schuss nicht gehört.

02.-04.06. Nürnberg, Zeppelinfeld


Wort: FW/ Bild: Luise Aedtner, Lado Alexi, Camp David, Robert Eikelpoth, Christoph Köstlin, Philippe Müller, Veranstalter, P.D.