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Monster Trucks

Monster Trucks


Bei Regisseur Chris Wedge klingelt es bei den Animationsfans, kommt ihnen doch gleich "Ice Age" vors geistige Auge. Diesmal jedoch hat er erstmals einen Realfilm gedreht. Na ja, Wedge kommt auch dabei nicht ganz ohne Hilfe der Kollegen aus der Trickabteilung aus. Schließlich taucht in dieser Geschichte beim Hobbyschrauber Tripp ein riesiges seltsames Wesen auf, eins, das Vollgas mag. Die Idee, es statt eines Motors in einen Truck einzusetzen, bietet jede Menge Ideen für eine Action-Komödie: Ein durchaus häufig in Schwierigkeiten geratender Junge, der raus will aus der Kleinstadt, eine Ölexplosion, nach der das krakenartige Wesen freikommt. Und das ist auch noch schreckhaft hoch drei, liebt es aber, sich in Autos zu verschanzen. Schließlich hat es nicht nur Freunde. Und natürlich spielt auch noch ein reizendes weibliches Menschenkind, dem Tripp schöne Augen macht, eine entscheidende Rolle.
Manchester by the Sea

Manchester by the Sea


Schon vor fast einem Jahr feierte der Film beim Sundance Festival seine Premiere, erhielt ausgesprochen gute Kritiken und kommt dennoch jetzt erst in die Kinos. Nach welchem Prinzip Filmverleiher entscheiden, wie lange sie dem bereiten Publikum einen Film vorenthalten, ist nicht immer so leicht zu durchschauen. Gute Filme bringen oft weniger Geld ein als die üblichen Schinken ... Und dabei ist das endlich mal wieder was Vielschichtiges, was nicht mit der einfachen Lösung aufwartet. Tolle Darsteller, die mit ihrem nuancierten Spiel eine Geschichte vom Tod des Bruders erzählen, der Übernahme von Verantwortung, von alter Schuld, der Suche nach Auswegen. Der introvertierte Hausmeister Lee wird zum Vormund seines 15jährigen Neffen Patrick, muss daher zurück in die alte Heimat und sich der Vergangenheit und zugleich der Gegenwart stellen. Empfehlung für alle, die im Kino mehr als nur Unterhaltung erwarten.
Bild: Paramount Picturesa Bild: Universal
Suburra

Suburra


Und noch ein unbedingter Tipp in Sachen Sehenswertes auf den großen Leinwänden. Italien und die Mafia scheinen eine unendliche Geschichte. Filmisch gibt es die großen Produktionen à la Hollywood, in denen das Thema aufgegriffen wurde, und dann die subtilen Produktionen, die besten kommen aus Italien selber. Regisseur Stefano Sollima, der schon weltweit mit seiner "Gomorra"-Serie viel Aufmerksamkeit fand, führt auch hier Regie und stellt kompromisslos erneut Talent, Feingefühl und Genauigkeit der Beobachtung unter Beweis. Ein Parlamentsabgeordneter, eine ausschweifende Nacht, eine minderjährige Prostituierte stirbt. Vertuschen gelingt dem Familienvater nicht und schon steht die Mafia hilfreich zur Seite mit all ihren Mitteln wie Erpressung, Gewalt, Mord ... Großartig gespielt, großartig inszeniert und großartige Bilder eines wahren Thrillers im besten Sinne des Wortes mit toller Musik.
Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen


Wenn einer der besten deutschen Regisseure sich dieser Romanvorlage annimmt (ist schließlich nicht die erste Verfilmung), dann ist die Aufmerksamkeit natürlich groß. Andreas Dresen, bekannt für seine halbdokumentarischen Filme, hat erneut einen Kinderfilm realisiert. Die bekannte Geschichte um den Waisenjungen, der sein Lachen verkauft, um endlich Glück und Reichtum zu haben, ist fantasievoll umgesetzt und sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Und was die Botschaften der in den 30er Jahren spielenden Handlung anbetrifft: Die treffen auch heute noch zu! Mit viel Liebe in der Ausstattung, tollen Darstellern, denen man die Spiellust auch anmerkt, vielleicht ein wenig zu viel Moral durch den Sprecher, aber ansonsten einer der deutschen Kinderfilme, die man reinen Herzen den Zuschauern an selbiges legen kann. Geht natürlich nicht ohne Dresens Stammschauspieler Axel Prahl ...
Bild: Koch Films Bild: Constantin (Gordon Mühle)


Wort: Carola Kinzel