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Paula

Paula


Der kleine Künstlerort Worpswede ist untrennbar mit dem Namen Paula Modersohn-Becker verbunden. Dort verliebt sich die 21jährige Paula den elf Jahre älteren Otto. Sie heiraten und führen eine Beziehung, die so gar nichts mit den gängigen Klischees der Zeit zu tun hat. Beide malen. Paulas erklärtes Ziel: Drei gute Bilder malen und ein Kind bekommen. Das scheint mit Otto denkbar. Nach ein paar Jahren fühlt sie sich eingeengt. Der Film erzählt die spannende Biografie dieser faszinierenden Frau. Langsam nähern sich die Filmemacher der Figur, gehen keine großen Experimente ein, bleiben traditionell. Vielleicht sollte man sich vor dem Sehen etwas genauer mit der Malerin beschäftigen, denn der Film lässt manches offen, setzt Dinge voraus. Aber für diejenigen, die Freude an einer gut bebilderten Biografie haben, eine unbedingte Empfehlung. Hauptdarstellerin Carla Juri brilliert als Paula.
Ballerina

Ballerina


Waisenmädchen gehen offensichtlich immer, rühren sie doch zu Herzen. Die Geschichte erinnert ein wenig an "Billy Elliot", denn auch die kleine Félicie will unbedingt Ballerina werden. Keiner glaubt an sie, lediglich ihr Freund Victor. Der türmt dann auch mit ihr aus dem Waisenhaus nach Paris. Leider verlieren sich die Beiden sehr schnell in der französischen Metropole, und sie ist nun voll auf sich allein gestellt, was sie aber eigentlich nur noch mehr bestärkt, die Pariser Oper zu erobern. Dazu muss sie aber erst einmal eine entsprechende Ausbildung ergattern. Das geht nur mit Tricks. Und in einem Animationsfilm ist ja bekanntlich alles möglich ... Solch süßliche Stories mit Humor und Seele funktionieren bekanntlich in der Vorweihnachtszeit besonders gut, der deutsche Verleih vertraut auf die kalte Jahreszeit und startet erst Mitte Januar. Schließlich will die fast realistisch erscheinende Félicie die Herzen erwärmen.
Bild: Pandora Bild: Wild Bunch
Passengers

Passengers


Jennifer-Lawrence-Fans werden schon mit den Hufen scharren, denn sie wissen, sie ist einer der beiden einzigen wachen Passagiere auf einem Raumschiff. An ihrer Seite: Chris Pratt. Aus Versehen werden sie zu früh aus dem Kälteschlaf gerissen. Der Weg zu einem fernen Planeten ist weit und ehe alle alt sind bei der Landung, sollten sie komplett in ihren Schlafkammern die Reise überstehen. Die beiden - er Mechaniker, sie Journalistin - wissen zudem, dass sie glatte 90 von den insgesamt 120 Jahren zu früh wach sind und ihnen ist klar, dass sie nun den Rest ihres Lebens im All verbringen werden. Das allein reicht Hollywood natürlich nicht aus, da muss noch mehr passieren. Natürlich geraten alle in Gefahr. Das Drehbuch stammt bereits aus dem Jahr 2007, und es wagte sich keiner so recht ran, auch wenn es hoch gehandelt wurde. Wie die Umsetzung gelungen ist, könnt Ihr ab Anfang Januar in den Kinos selbst beurteilen.
Bob, der Streuner

Bob, der Streuner


Das Buch berührte schon weltweit so viele seine Leser, dass es ein regelrechtes Muss war, diese wahre Geschichte zu verfilmen. Und bei der Premiere des Films war dann auch Bob, der ehemals streunende Kater, auf dem Rücken seines Herrchens der Star. Herrchen ist Straßenmusiker, nicht grad ansehnlich und damit auch nicht besonders erfolgreich. Heroinabhängig dazu, und er wird sich über den Entzug quälen. Eines Nachts kommt der rothaarige Kater in seine Sozialwohnung und es beginnt eine unbeschreibliche Freundschaft. Bald revanchiert sich Kater Bob für die Pflege und wird in seiner Zutraulichkeit und Dankbarkeit derjenige, der Geld in den Hut seines Herrchens bringt. Der Film schafft die so schwer zu haltende Waage zwischen Realität und Märchenhaftigkeit. Das wird funktionieren und Zuschauer ins Kino locken. Wie heißt es immer so treffend: Das Leben schreibt die besten Geschichten.
Bild: Sony Bild: Concorde

Wort: Carola Kinzel