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Bridget Jones' Baby

Bridget Jones' Baby


Sie ist wieder da, rechtzeitig nach zwölf Jahren, ehe für die leicht chaotische Britin Bridget Jones die sogenannte biologische Uhr zu ticken aufhört. (Nach sechs Jahren Drehabstinenz kehrt damit auch ihre Darstellerin Renée Zellweger auf die Leinwände zurück.) Sie ist schon wieder Single, 43 und würde ganz gerne endlich Mutter werden. Doch dazu müsste zuerst einmal ihr Sexualleben etwas auf Vordermann gebracht werden. Das klappt tatsächlich und dann gleich zweimal - einmal landet sie sturzbetrunken mit einem Millionär auf dem Feldbett und kurz darauf noch einmal mit ihrem Ex. Es kommt, wie es kommen muss, sie stellt fest, schwanger zu sein. Nur, wer ist jetzt der Erzeuger? Die beiden so ganz unterschiedlichen Herren treten nun in einen unerwarteten Wettbewerb um die Rolle des geeigneteren Vaters. Das ist witzig gemacht, pointierter als der zweite Teil, und der Hugh-Grant-Ersatz Patrick Dempsey erweist sich als gute Wahl.
Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka

Im Namen meiner Tochter - Der Fall Kalinka


Woher kommt er nur, der Hang zu eigenartigen deutschen Filmtiteln? Hier haben wir wieder so ein Exemplar von eher abschreckendem, auf die falsche Fährte führendem Titel. Nicht abschrecken lassen: Hier haben wir nämlich ebenso eines der sehenswerten Exemplare von konventionellem (und das ist in dem Falle die richtige Entscheidung der Macher gewesen!) Film, der trotzdem fesselt und von guten Darstellern getragen das Publikum in seinen Bann zieht. Erzählt wird der aus der Presse bekannte Fall eines Vaters, der nicht davon ablässt, den Tod seiner Tochter Kalinka aufzuklären und den Verantwortlichen doch noch vor Gericht zu bringen, ehe das Verbrechen verjährt. Er lässt den Täter nach Frankreich entführen, da sich die deutschen Behörden weigerten, den bereits Verurteilten auszuliefern. Das wird sachlich ruhig und soweit es geht unparteiisch erzählt. Da wird klug reduziert und dennoch umfassend das ganze Drama eingefangen.
Bild: Studiocanal Bild: Koch Films
Das Versprechen - Erste Liebe lebenslänglich

Das Versprechen - Erste Liebe lebenslänglich


Eine Gerichtsdokumentation über zwei Stunden am Laufen zu halten und nicht zu langweilen, gelingt selten. Das ist eine eigenartige Geschichte über zwei sehr interessante Personen, um die es hier geht: Der etwas naive Sohn eines deutschen Diplomaten und die hübsche Tochter angesehener Amerikaner lernen sich bei einem Treffen Hochbegabter kennen. Tochters Eltern werden ermordet, und als sich die Schlinge des Mordverdachtes um die Beiden immer enger zusammenzieht, fliehen die Verdächtigen nach Asien und Europa. Als die USA auf die Todesstrafe verzichtet, werden sie ausgeliefert und geraten in die Mühlen der amerikanischen Justiz, die nicht immer bereit ist, sachlichen Argumenten zu folgen oder einmal getroffene Urteil zu revidieren. Jetzt sitzt der Sohn zweimal lebenslänglich unweit seiner ersten und einzigen großen Liebe (die ihn wohl verraten hat) und hofft auf das Wunder einer Wiederaufnahme des Verfahrens.
Das schönste Weihnachten überhaupt

Das schönste Weihnachten überhaupt


Ein wenig früh vielleicht der Filmstart, aber wenn man inzwischen bereits Ende August in den Supermärkten Weihnachtsgebäck zu kaufen bekommt, warum dann nicht auch einen reizenden Kinderfilm zum Thema schon Anfang November in die deutschen Kinos bringen? Zum zweiten Mal sind hier Realaufnahmen mit hervorragenden Schauspielern (erneut Marianne Sägebrecht als Beda, Stefan Kurt diesmal als wunderbarer Pettersson) gepaart mit dem nachträglich eingefügten animierten frechen Kater Findus. Zwei der berühmten Kinderbücher liefern die Drehbuchvorlage, und nun verletzt sich Pettersson beim Baumschlagen, ein Schneesturm kommt auf und es scheint, als würde Weihnachten dieses Jahr ausfallen. Doch wozu gibt es liebe Nachbarn, auch wenn der alte Griesgram erst einmal jede Hilfe ablehnt? Eine Kinderfilm der liebenswerten Art, man achte auf die vielen reizenden Details. Eben mit Liebe gemacht.
Bild: Farbfilm Bild: Wild Bunch


Wort: Carola Kinzel