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Independence Day: Wiederkehr

Independence Day: Wiederkehr


Roland Emmerich durfte noch mal ran. Der Erfolg - diesmal von "Independence Day" - schrie nach Wiederholung, danach, erneut die Gelddruckmaschine anzuwerfen. Erst mal haben ja einige Erdlinge überlebt und sie haben gelernt - Ländergrenzen spielen bei der Vorbereitung auf eine erneute Alien-Invasion keine Rolle. Und dann kommen die unter Führung eines weiblichen Wesens (!), heben die Gravitationskraft auf und alles schwebt auf der Erde. Doch es gibt einen gewissenhaften Wissenschaftler, der die Menschheit bewahren will, und selbstverständlich einen Kampfpiloten, der zwar zwischenzeitlich auf den Außenposten Mond strafversetzt wurde, aber schließlich hat er seine Eltern beim ersten Angriff verloren, ist entsprechend motiviert. Angeblich soll Teil 3 schon in Planung sein, und das bei einem Regisseur, der angeblich keine Fortsetzungen mag. Aber er habe einen Weg entdeckt, der nicht nach Fortsetzung aussähe...
BFG - Big Friendly Gigant

BFG - Big Friendly Gigant


Noch einer aus der Riege der amerikanischen Regie-Altmeister, Steven Spielberg. Und der wollte wohl so eine Art Kreis seines Lebenswerks schließen mit der Verfilmung von Roald Dahls literarischer Vorlage. Daher wird auch geworben von wegen Macher von "E.T." und "Charlie und die Schokoladenfabrik". Dabei ist ein bildgewaltiges Werk rausgekommen. Tolle Animation, eine gut gewählte und spielende junge Hauptdarstellerin, wunderschöne Details, viel schöner Wortwitz, der hoffentlich auch in der deutschen Synchronisation erhalten bleibt. Aber irgendwie hat das Ganze bei allem Schauwert keinen rechten Spannungsbogen und die Geschichte um das Waisenmädchen, das dem freundlichen traumbringenden Riesen begegnet und mit ihm ein paar Abenteuer erlebt, sollte etwas kürzer sein. Kleine Kinder könnten so interessierter am Ball bleiben. Für Erwachsene ist der Film ein wenig zu oberflächlich und kitschig.
Bild: Twentieth Century Fox Bild: Constantin
Unsere Brüder und Schwestern im Norden

Unsere Brüder und Schwestern im Norden


Die nordkoreanische Regisseurin, die schon lange in Deutschland verwurzelt ist, bekam die Gelegenheit, mit ihrem deutschen Pass in die ansonsten ziemlich abgeschottete Heimat zu reisen und dort zu drehen. Und selbst wenn schnell ersichtlich wird, dass es sich bei den Gefilmten um ausgewählte Vorzeigebürger handelt, so ist es dennoch spannend, diese Reise in ein weitgehend unbekanntes Land auf der Leinwand zu verfolgen. Wenn man genau hinschaut, sieht man z.B. suchende Blicke der Befragten - zum unsichtbaren Begleiter des Kamerateams -, immer auf der Hut, ja nichts Unerwünschtes von sich zu geben. Nur einmal stehen am Rande der Straße Menschen, zu deren Schicksal wohl nicht gefragt werden durfte. Ansonsten sehen wir eine geleckte Hauptstadt, die die Textilarbeiterin aus der nicht ganz so schicken Provinz gern mal besuchen möchte. Das muss sie sich erarbeiten, dazu muss sie empfohlen werden. Sehenswert!
Ghostbusters

Ghostbusters


Und noch einmal begab es sich vor vielen, vielen Jahren, dass ein Film zum Blockbuster wurde. Es ist genau 30 Jahre her, da die Ghostbusters mit teils sehr lustigen Methoden Geister bekämpften. Nun ist eine neue Generation an Kinozuschauern herangewachsen und denen wird Altbewährtes ins neue Zeitalter gebracht. Nur, diesmal sind es Frauen, die den unheimlichen Wesen den Garaus zu machen versuchen. Und damit auch die Fans des Urfilms einen speziellen Grund finden, noch einmal ihr Geld in die örtlichen Kinos zu tragen, gibt es auch ein paar Cameo-Auftritte der alten Geisterjäger. Ansonsten sind es vier in den USA (und eigentlich auch nur dort) bekannte Comedy-Darstellerinnen, die in die Rollen ihrer männlichen Vorgänger schlüpfen. Ob das allerdings die nach wie vor weltweit zahlreichen Anhänger der Geisterjäger zu überzeugen vermag, wird sich erst an der Kinokasse zeigen.
Bild: Kundschafter FP/Farbfilm Bild: Sony Pictures Germany


Wort: Carola Kinzel