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Konzert-Special

Bald gilt wieder: Alles muss raus


Nun sind es nur noch wenige Wochen, ja Tage, bis die Wirte in Stadt und Land die Tische und Stühle wieder rausstellen und wir unser gut gehopftes Kaltgetränk unterm blauen Himmel genießen dürfen. Das erste Mal im Jahr ist es immer am schönsten. Und bald holen auch die Veranstalter ihre Bühnen aus den Clubs, stellen sie auf die Wiese und wir genießen unsere Lieblingskünstler open air, an der frischen Luft. Doch auch drinnen in den Häusern ist noch viel los, im Mai und Juni blüht das Konzertleben sowieso so richtig auf. Wie die Natur. Jetzt heißt es: Die Sinne geschärft und alles mitgenommen! "Alles muss raus", ist das Gebot der Stunde, alle müssen raus, weil sie es wollen. Der Frühling ist schuld!


Albert Hammond

Albert Hammond

Albert Hammond

Nein, Albert Hammond ist nicht der Erfinder der gleichnamigen Orgel, dafür der Schöpfer unglaublich vieler unsterblicher Melodien, die meistens nicht mit seinem Namen verbunden werden, weil Popsongs in der Regel über ihre Interpreten definiert werden. Wer weiß schon, dass "One Moment In Time" (Whitney Houston) oder "I Don't Wanna Lose You" (Tina Turner) von ihm komponiert wurden? Auch unter eigenem Namen hatte er Anfang der 70er echte Hits, z.B. "It Never Rains In Southern California". In seinen Konzerten hört man sie alle! In Planung sind noch Termine in Dresden und Leipzig - bitte auf entsprechende Bestätigungen achten!

02.05. Halle, Steintor-Varieté
04.05. Weimar, Weimarhalle
06.05. Chemnitz, Stadthalle


Johannes Oerding

Johannes Oerding

Johannes Oerding

Der Liedermacher aus Sankt Pauli hat sich in den letzten Jahren durch unermüdliche Anheizer-Jobs für die Konzerte der Großen einen Namen gemacht. Er hat schon für Joe Cocker, die Scorpions und Ina Müller eröffnet. Mit letzterer soll er, damit hier auch mal Platz für ein wenig Klatsch ist, trotzt des ordentlichen Altersunterschieds auch liiert sein. Am Ende zahlt sich das aus: Ohne ständig im Medien-Rampenlicht zu stehen, ist er ziemlich bekannt und hat fast eine halbe Million Alben verkauft.

07.05. Freyburg, Rotkäppchen-Sektkellerei
23.07. Halle, Peißnitz
05.08. Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch
10./11.08. Thale, Harzer Bergtheater
19.08. Gera, Hofwiesenpark

Wave-Gotik-Treffen Wave-Gotik-Treffen

Wave-Gotik-Treffen


Wave-Gotik-Treffen

Ein Vierteljahrhundert WGT. Wer hätte das gedacht, als zu Pfingsten '92 zum ersten "Festival", das aus zwei aufeinanderfolgenden Konzerten im Eiskeller (heute: Conne Island) mit angekündigten acht Bands (Love Like Blood aus Geislingen hatten sich dann aber kurzfristig doch nicht in den wilden Osten getraut) für je 8 Mark Eintritt knapp 2.000 Leute angereist kamen und nicht in den Saal passten.
Inzwischen kommen regelmäßig zehn Mal so viele Schwarzromantiker nach Leipzig. Weltweit unübertroffen dürfte die inhaltliche Breite des kulturellen Angebots sein, sie reicht vom finstersten Black Metal bis zur Opernaufführung, von verträumter Neo-Klassik bis zur technoiden EBM-Tanznacht, von Lesung und Performance bis zum "Stricknachmittag für Schwarzromantiker". Mit der Verteilung der Örtlichkeiten über die ganze Stadt hat dieses Festival nicht nur ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, es färbt auch die ganze City ein wenig dunkel ein. Diese partielle Stadtfinsternis betrachten die Bewohner und ihre Gäste inzwischen als aufregende Attraktion.
Es gibt zwei Schaufenster, wo sich Besucher und "Normalos" treffen, Met schlürfen und Bands hören können: Das sind der Mittelaltermarkt "Celebrant" auf dem Dach der Moritzbastei (nebst Flaniermeile davor) und das "Heidnische Dorf" am Torhaus Dölitz. Hier darf jeder hin - wer kein Bändchen hat, kauft sich ein erschwingliches Ticket.

13.-16.05. Leipzig, diverse Orte


Dixieland Festival

Dixieland Festival

Dixieland Festival

Der Festivaljahrgang Nummer 46 geht in diesem Jahr über die Bühnen Dresdens, der erste lief 1971. Älter sind wahrscheinlich nur die Bayreuther Festspiele. Um einiges lockerer ist dieses stimmungsvolle Festival des Oldschool-Jazz aus dem amerikanischen Süden (Dixieland ist ein Volksbegriff für Südstaaten) allemal. Seit 1978 gibt es die traditionelle "Street Parade", wo die Bands auf Trucks durch die Straßen fahren, begleitet von einer jubelnden und tanzenden Menge. Die Love Parade des Ostens - wer weiß, wo die Ideen des späteren Techno-Spektakels herkamen?! Das Dixie-Festival hat den großen Umbruch überstanden und präsentiert sich heute aufregender, bunter und spannender denn je.

15.-22.05. Dresden, diverse Orte


Yes

Yes

Yes

Eine der Institutionen des Progressive Rock der Siebziger beehrt uns mit einem speziellen Programm. Im Konzert erklingen zwei komplette Alben: "Fragile" aus dem Jahr 1972 ist die erste Aufnahme mit Keyboarder Rick Wakeman und die erste nahezu vollendete Ausformung des suitenhaften Klassik-Rocks der Band. Ein Werk für die Ewigkeit, das erste mit der typischen Yes-Covergestaltung. "Drama" von 1980 wurde nach Wakemans und Sänger Jon Anderson Ausstieg mit dem ehemaligen Pop-Duo The Buggles (Sänger: Trevor Horn) aufgenommen. In Zeiten des popmusikalischen Umbruchs ist dies die Brücke zum Mega-Erfolg "90125" mit ihrem größten Hit "Owner Of A Lonely Heart". Der wird natürlich auch zelebriert!

20.05. Leipzig, Haus Auensee


Rod Stewart

Rod Stewart

Rod Stewart

Der größte blue eyed Soulsänger aller Zeiten (Mr. James Brown himself verlieh ihm den Titel) schaut inzwischen auf eine 50jährige Bühnenkarriere zurück. Er bringt die allerbesten aus dem Sack der größten aus dem Meer seiner Hits mit: "Maggie May", "Da Ya Think I'm Sexy", "Baby Jane", "The First Cut Is The Deepest", "I Don't Want To Talk About It", "Tonight's The Night" oder "Sailing" - die wenigsten aus seiner Feder, doch wenn Coverversionen, dann turmhoch besser als die Originale. Unsterbliche Sternstunden einer unsterblichen Stimme, die schon in jungen Jahren offenbar regelmäßig mit einer groben Feile geformt worden ist. Der Mann ist über 70. Wer weiß, wie lange er noch tourt.

22.05. Leipzig, Arena


Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer

... und läuft und läuft und läuft. Der Mann kann sowieso nichts mehr falsch machen, nur noch alles richtig. Vor eineinhalb Jahren schoss sein 14. Studioalbum "Dauernd jetzt" wie erwartet sofort an die Spitze der Charts, erntete einmal mehr Gold und Platin sowie diverse Preise. Die zugehörige Tour füllte Stadien und musste mit einer ganzen Reihe von Terminen ins Jahr 2016 verlängert werden. Zu hören sind die großen Hits der Alben "4630 Bochum" über "Mensch" bis zum neuesten Werk: "Männer", "Flugzeuge im Bauch", "Vollmond", "Was soll das" - Gröni ist everybody's Kumpel, der Superstar, mit dem man mal schnell um die Ecke auf'n Bier gehen möchte.

30.05. Dresden, Stadion
11.06. Erfurt, Steigerwaldstadion


Unheilig

Unheilig

Unheilig

Der Graf weiß seinen Abschied zu inszenieren. Seit zwei Jahren ist bekannt, dass er sich auf dem Höhepunkt der Karriere aus dem Geschäft zurückziehen wird. Schnell noch eine Bewerbung zum Grand Prix, ein Unplugged-Album, ein Good-Bye-Album, eine große Tournee, gefolgt von einer noch größeren Zusatztournee. Leipzig war im letzten Jahr dran, nun kommen auch die anderen mitteldeutschen Metropolen zu ihrem Recht, eins der großen Pop-Wunder dieses Landes tränenreich in den Vorruhestand zu verabschieden. Es wird ihn dort nicht lange halten, wetten?

04.06. Zwickau, Flugplatz
23.07. Erfurt, Messe
06.08. Dresden, Elbufer
27.08. Magdeburg, Domplatz


Falco meets Queen

Falco meets Queen

Falco meets Queen

Zwei der faszinierendsten Personen der Pop-Geschichte, die dazu noch für eine Unmenge fetter Hits stehen, auf einer Bühne: Falco und Freddie Mercury waren beide schillernde Persönlichkeiten, denen kein ekstatischer Grenzbereich, dafür die Lebenswelt von Otto Normalverbraucher weitgehend fremd war, die ganz große Momente der Pop-Historie erschaffen haben und deren vorzeitiges Ende sie zu Göttern machte. Die Begegnung zweier Unsterblicher im Olymp - und wir dürfen Mäuschen spielen.

14.10. Gera, KuK
15.10. Chemnitz, Stadthalle
19.10. Halle, Steintor-Varieté
20.10. Leipzig, Haus Auensee
21.10. Erfurt, Alte Oper


Wort: F.W. / Bild: Andreas Oetker-Kast, Torsten Reineck, Hendrik Meyer, Penny Lancaster, Ali Kepenek, Erik Weiss, Holger Fichtner, Veranstalter