Film 160x600_content
The Australian Pink Floyd Show

The Australian Pink Floyd Show

The Australian Pink Floyd Show

Große Momente


Seit Keyboarder Richard Wright gestorben und offenkundig ist, dass die alten Streithähne David Gilmour (Gitarre) und Roger Waters (Bass) sich wohl nicht mehr gemeinsam auf eine Bühne stellen werden, sind die Hoffnungen dahin, die großen Pink Floyd noch einmal live zu erleben. Doch seit etlichen Jahren ist eine australische Band unterwegs, vielmehr eine ganzheitliche Inszenierung, welche das legendäre Floyd-Live-Spektakel authentisch lebendig werden lässt. Am 5. April ist die Show in der Arena Leipzig zu erleben. BLITZ! sprach mit Keyboarder Jason Sawford.

BLITZ!: Haben Floyd-Mitglieder Ihre Show schon gesehen? Wenn ja, was haben sie gesagt?
J.S.: David Gilmour sah uns in London in den 90ern und hat uns ein paar Jahre später auf seine Geburtstagsparty eingeladen. Dort waren auch Drummer Nick Mason und Richard Wright zu Gast. Gilmour versicherte uns, dass er viel Spaß gehabt habe. Nick meinte, wir sollten unbedingt bei der nächsten Floyd-Tour dabei sein. Sie würden uns die schweren Songs überlassen und selbst die leichteren spielen.

BLITZ!: Welches sind Ihnen die liebsten Pink Floyd - die kühnen Klang-Neuerer der 60er mit Syd Barrett, die megaerfolgreiche Kunstrockband der 70er oder die perfekten Adult-Rocker der 80er?
J.S.: Ich persönlich mag die 70er am meisten, jene Periode, in der sie grandiose Alben wie "Dark Side Of The Moon", "Animals" oder "Wish You Were Here" gemacht haben. Aber eigentlich liebe ich jede Phase, sie haben alle große Momente.

BLITZ!: Welche Alben werden im Mittelpunkt der Tour stehen?
J.S.: Wir decken alle Phasen ab. Normalerweise starten wir mit einem Stück wie "Astronomy Domine" als Referenz an Syd Barrett (der Opener des allerersten, von Barrett allein komponierten Albums "A Piper At The Gates Of Dawn" von 1967 - FW), dann lassen wir Stücke der bekannten Alben bis hin zu "The Wall" folgen. Wir spielen aber auch Sachen von "The Final Cut" und sogar eine Nummer von "Ummagumma".

BLITZ!: Reizt es Sie nicht manchmal, eigene musikalische Ideen im Pink-Floyd-Stil umzusetzen?
J.S.: Durchaus. Vor Jahren haben wir begonnen, ein Album zu schreiben. Aber dann nahm die Arbeit an der Floyd-Show überhand und es war nie genug Zeit, an Eigenem zu werkeln, das in einem Konzert neben den Floyd-Stücken Bestand haben würde. Einige von uns sind aber mit eigenen Bands unterwegs. Ich zum Beispiel betreibe mit Freunden das Projekt Audial. Das hat seinen eigenen Stil, ist aber stark von Pink Floyd beeinflusst.


Internet:

www.semmel.de


Wort: FW / Bild: Wendy Wilson, Veranstalter


The Australian Pink Floyd Show

The Australian Pink Floyd Show

Jason Sawford

Jason Sawford