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Das Fahrradkino aus Halle - Franzi und Willy

Das Fahrradkino aus Halle

Kilian mit Generator

Kilian mit Generator

Straßenkunst im Innenhof

Straßenkunst im Innenhof

Strampeln für den Projektor

Strampeln für den Projektor

Das Fahrradkino aus Halle

Strampeln, um zu sehen

Im Böllberger Weg 5, auf dem Gelände des Stadthofs Glaucha, soll es demnächst seinen festen Standort beziehen - das Fahrradkino aus Halle.

In den dafür vorgesehenen Räumen einer ehemaligen Zigarrenfabrik fehlt allerdings derzeit noch die Brandschutzdecke. Ausreichend vorhanden sind Graffiti, vor der Tür hängt sogar Shoefiti. Hinten im Umsonstladen herrscht reger Andrang, während Franzi und Willy vor dem zukünftigen Kino ihre Räder anschließen. Im Sommer strampelten hier vorm Haus schon die Besucher, um den Strom fürs Open-Air-Kino selbst zu erzeugen.
Nun ist die Anlage gerade in Berlin - der federführende Verein Culture-ConAction e.V. verleiht sie gern. Schließlich wollen die jungen Hallenser "Interesse und Engagement im Bereich der Bildung, der Kultur sowie zu ökologischen, sozialen und globalen Themen fördern". Gemeinsam statt einsam, mitmachen statt zugucken.
Idealerweise, so Willy und Kilian, bringen die Zuschauer ihre Räder mit (26er und 28er sind geeignet), spannen sie in die Stromabnahmevorrichtung ein und treten in die Pedale. Mindestens zehn Leute werden gebraucht, zehn Leute, die von der Belastung her bergauf fahren können und Kondition haben.
"Besser ist, man wechselt sich ab", meint Franzi. Wenn alle zusammen treten, klingen sie wie ein Bienenschwarm, erzählt die Studentin. Zu Recht stolz zeigt sie das Gelände, welches vom Postkult e.V., CultureConAction sowie Kooperationspartnern, Interessierten und Helfern genutzt wird.
Hinterm Umsonstladen schließt sich ein Stadtgarten an. Und vorne an der Straße haben Franzi, Willy und die Anderen ein Gebäude instandgesetzt, Wände verputzt und Fenster eingebaut. Dort gibt es Probe-, Vereins- und Freiräume! Leute mit Ideen und dem Willen, diese umzusetzen, sind herzlich willkommen!
Postkult und CultureConAction schließen sich aktuell zusammen, zum Fahrradkino könnte sich bald eine Fahrraddisko gesellen - ein Teil strampelt, der andere tanzt. Und Willy möchte seinen Teil dazu beitragen, dass junge Aktive auch nach Beendigung ihres Studiums hier vor Ort bleiben und nicht nach Berlin oder in andere größere Städte abwandern.
Das Fahrradkino ist ein Vorzeigeprojekt, es braucht keinen externen Strom, ist mobil und bietet gleichzeitig Vergnügen und Inhalte. "Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen", steht an einer der vielen besprühten Wände.


Internet:

cultureconaction.wordpress.com


Wort: P.D. / Bild: Torsten Reineck, CultureConAction