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Die Vorsehung

Die Vorsehung


Anthony Hopkins sieht alles, er aber auch und scheint weit überlegen. Hopkins verkörpert einen Psychoanalytiker, der in einer Reihe mysteriöser Morde zu Rate gezogen wird. Abbie Cornish verkörpert eine FBI-Agentin, die weiß Gott nichts von solcherlei Sehern hält. Doch sie kommen zusammen, und so entdeckt der Analytiker recht schnell, dass es bei den verschiedenen Mordfällen ein verborgenes Muster gibt. Und sie kommen dem Täter (Colin Farrell) langsam näher. Er ist seinen Verfolgern allerdings mehr als nur ein wenig überlegen und lässt sie das deutlich spüren. Farrell kann Hopkins nicht so ganz das Wasser reichen, was sicherlich auch an der Regie liegt. Und es scheint nicht immer alles ganz logisch, was uns da auf der Leinwand geboten wird. Dennoch bleibt es spannend - und die Auflösung hat dann schon wieder was. Doch die ist - wie immer - nur bei einem Besuch im Kino zu erfahren.
Legend

Legend


Tom Hardy ist sehr überzeugend in einer Doppelrolle als die Zwillinge Reggie und Ron Kray. Reggie hat die Londoner Unterwelt ganz gut im Griff, sein Bruder kommt grad aus der Psychiatrie, und schon geht es lustig voran mit Schutzgeldkassieren, auch gern unter Politikern und Prominenten. Die Beiden betreiben zahlreiche Bars und ein Casino. Reggie findet zudem auch noch mit Francis (Emily Browning) die Frau seines Lebens. Doch leider muss er für ein paar Monate ins Gefängnis, und schon treibt der Zwilling alles in den Ruin. Nicht so einfach, das vom Knast aus zu verhindern, einschließlich dessen, auch die vernachlässigte Frau zu halten. Der Film ist nix für zarte Gemüter, aber für Thriller-Fans, die gutes Schauspiel zu schätzen wissen und guten britischen Humor. Toll ausgestattet, allerdings hält er nicht die ganze Zeit die furiose Spannung des Anfangs. Trotz aller angebrachter Kritik eine gelungene Gangstergeschichte.
Bild: Concorde Bild: Studiocanal
Die Winzlinge - Operation Zuckerdose

Die Winzlinge - Operation Zuckerdose


Sie sind schwarze Ameisen, diese Winzlinge, und sie stammen ursprünglich aus einer französischen Animationsserie. Nun entdecken sie einen tollen Schatz - eine Dose mit Würfelzucker wurde in ihrem wunderschönen Tal (der Teil ist Realverfilmung) vergessen. Ein Marienkäfer hat es sich darin bereits gemütlich gemacht, soweit das möglich ist, wenn man seine Familie verloren hat. Aber die Schwarzen und der Rote mit den schwarzen Punkten freunden sich an. Es gilt, den Schatz auf den heimischen Hügel zu tragen. Wenn da nicht eine Truppe von roten Ameisen wäre, die ihnen die Beute streitig machen will. Hier kommt man vollkommen ohne Worte aus, allerdings gibt es andere Töne - und da liegt auch manchmal die Krux. Was könnte es beispielsweise bedeuten, wenn es laut knallt? Insgesamt sehr charmant und eine Empfehlung für Familien mit Kindern, die grad oder bald in die Schule kommen oder gekommen sind.
Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen

Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen


Französischer Film ist ja bekanntlich in der Lage, Charme auf die Leinwände zu zaubern. Dieser hier auch. Mit einer Leichtigkeit und zugleich Tiefe erzählt die romantische Komödie ein ernstes Familienthema, in dem es auch um Missbrauch und das Thema Islam geht. Die attraktive Hanna ist eigentlich unbeeindruckt von ihrer halb algerischen Herkunft. Ihr Bruder, der nach wie vor mit Frau und Kindern bei den Eltern lebt, hingegen führt das Leben eines gläubigen Muslims. Einzig die Eigenschaft, nie Nein sagen zu können, eint die Beiden. Das eint eigentlich die ganze Familie und bringt speziell Hanna oft in Gewissenskonflikte, vor allem, wenn sie in ihrer Personalabteilung mal wieder Leute entlassen soll. Da wird dann das Wort von der Abfindung schon mal gewaltig gedreht zugunsten der zu Entlassenden. Doch eines Tages kommen Bruder und Schwester durch ein folgenschweres Ereignis wieder enger zusammen.
Bild: Pandastorm Bild: X-Verleih

Wort: Carola Kinzel