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Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2

Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 2


Die meistgeäußerte Kritik am Vorgänger war, dass da ganz schön gestreckt wurde, um die Gelddruckmaschine künstlich am Leben zu halten. So geschah es also, dass der vierte der letzte Teil der Trilogie ist ... Katniss versteckt sich, die Revolutionsführer nutzen ihren Beliebtheitsgrad bei der Bevölkerung für ihre Propaganda gegen das Capitol aus. Man plant längst die Zukunft nach der Revolte. Dass Katniss so bewundert wird und man darauf hofft, dass sie künftig die Geschicke lenken wird, erfreut unter den Revolutionsführern nicht jeden. Aber erst einmal muss Präsident Snow beseitigt werden, live im Fernsehen. Man glaubt, das werde den Krieg beenden. Und Katniss wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht vorsichtig wäre und vieles ahnte. Vertraue nur deinem eigenen Instinkt, ist die Devise. Und dass der Film wieder genug Leute ins Kino locken wird, darüber braucht man nicht zu spekulieren. Die Marketingmaschine rollt lange schon.
Zwischen Himmel und Eis

Zwischen Himmel und Eis


Ein 82jähriger, der sein Leben im Eis verbracht hat. Sein Name: Claude Lorius. Er sagte schon vor 30 Jahren, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Sie drangen bis zum Eis der Eiszeit vor mit ihren Bohrungen, bewiesen, dass der Mensch die Spielregeln verändert. Immer mehr Verschmutzung im Laufe der Jahrmillionen, aber in unserer Zeit geht es rasant. Und er zeigt, dass rasant auch schon in 100 Jahren bedeuten könnte, dass wir uns selber abschaffen. Hat man vielleicht alles schon mal gehört und gesehen, aber das ist spannend, das sind tolle neue und dokumentarische Bilder, und da ist ein Mann, der viel zu erzählen hat. Er mahnt. Das kann man dem Film ankreiden, schließlich ist er ein Dokumentarfilm. Aber es mahnt einer, der aus wissenschaftlicher Erkenntnis Angst um unsere Erde hat. Darf man da nicht ein wenig emotionaler sein? Gedreht haben die Macher der "Reise der Pinguine".
Bild: Studiocanal Bild: Weltkino/Luc Jacquet
Wie auf Erden

Wie auf Erden


Das war Taschentuchkino damals vor über zehn Jahren, als "Wie im Himmel" in unseren Kinos wochenlang lief.Man erinnert sich noch heute gern an die Geschichte eines schwedischen Chores, seines Dorfes, seiner Bewohner, seiner Kirchgemeinde, die des Chorleiters und die von Lena. Der Chorleiter starb, doch die anderen leben und Lena bekommt jetzt in der Fortsetzung sein Kind. Sie ist energiegeladen wie immer, sie wird den Chor übernehmen. Doch das läuft nicht reibungslos, ihre unkonventionellen Methoden stoßen nicht nur auf Begeisterung, vor allem nicht bei den konservativen Kirchgängern. Schließlich soll das Jubiläumskonzert wieder die Kirche füllen. Auch diesmal ist das wieder emotional, witzig und gut gespielt, aber so ganz kommt er dann doch nicht an den Vorgänger ran. Dennoch einer der empfehlenswerteren Filme des Monats; schließlich muss man wissen, wie es Lena trotz aller Anfeindungen schafft.
Heidi

Heidi


Dieser Stoff scheint unverwüstlich, die x-te Verfilmung der Geschichte des Waisenmädchens Heidi und ihres Großvaters kommt rechtzeitig vor Weihnachten in die deutschen Kinos. Und die Geschichte ist wie immer: Heidi und der Geißenpeter genießen das Leben in der Abgeschiedenheit der Berge, dann kommt die Tante und bringt das Mädchen in die große Stadt, wo sie sich zwar mit der im Rollstuhl sitzenden Tochter des Hauses anfreundet, Freude am Lesen und Schreiben entwickelt, aber das strenge Kindermädchen die Tage vermiest. Die Berge rufen immer lauter und den Rest kennt ja jeder. Doch hier kommt eine Neuverfilmung mit Kitschpotenzial; das jedoch ist von der erträglichen Sorte, aber vor allem einem ganz eigenen Charme. Heidi scheint etwas frecher und gewitzter, ergo irgendwie moderner und dennoch herzlich. Nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen auf der Alm. Durchaus empfehlenswerter Familienfilm.
Bild: Prokino Bild: Studiocanal

Wort: Carola Kinzel