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Mario Thiel

Mario Thiel

Vorsicht, Thiel!

Verrückte Neuordnung


Da der eilig als VW-Chef berufene Matthias Müller, vorher Sachse und Porsche-Chef, an der Aufarbeitung des Abgasskandals bei VW gescheitert ist, hat man den Schweizer Top-Manager Joseph Blatter als neuen Chef installiert, ein Spezialist für Komplettverarschung zum Zwecke des Geldverdienens. Sein Slogan "Geld und Abgas stinken nicht" hat die VW-Aufsichtsräte überzeugt. Zum Amtsantritt sagte er der Korruption und Vetternwirtschaft den Kampf an, was seine ergeben vor ihm liegenden Stellvertreter Platini, Zwanziger und Niersbach mit Applaus und einer La-Ola-Welle bejubelten. In dem Zusammenhang bekommt Wolfsburg mit Frau Blatter eine neue Bürgermeisterin und der VfL Wolfsburg, mittlerweile in der Dritten Liga, nachdem VW seine Zahlungen eingestellt hatte, einen Trainer namens Blatter, der natürlich kein Verwandter ersten Grades vom Chef ist, wie die Führungsetage betont. Es handelt sich nur um einen Neffen.
In Dresden demonstrieren derweil tausende Atheisten gegen die Christianisierung des Sachsenlandes. Es könne nicht sein, dass die Geschäfte sonntags geschlossen blieben, nur weil ein paar hundert Christen beten wollen. Am Ende müsse man wohl noch Feiertage bezahlen, nur weil die Christen büßen und beten möchten. Unter dem Motto AGEGCHDESSAL (Atheisten gegen die Christianisierung des Sachsenlandes) versammelte man sich demonstrativ mit Plastetüten "bewaffnet" vor der Kreuzkirche und forderte deren Umbau zum Einkaufscenter. Aus Sorge riefen die Bürger immer wieder "Kinderschänder" sowie "Konsumverräter". Die inzwischen einzige deutsche Tageszeitung BILD berichtete ausführlich in Bildern. Aus Furcht vor dem in der BILD beschriebenen wachsenden Atheismus versuchten zahlreiche Bayern über Österreich in Richtung Ungarn zu fliehen. Am Grenzzaun zu Ungarn wurden viele von ihnen niedergeknüppelt und verhaftet. Dabei war immer wieder zu hören, dass es sich dabei um die Rache für die Schmach von Bern 1954 handelt, die man in Ungarn nie vergessen werde. Nachdem Horst Seehofer daraufhin bei seinem Freund Victor Orban intervenierte, sagte dieser ihm Hilfe zu, wenn man ohne Smartphone und Designer-Klamotten käme. Aber nicht so!
Apropos: Nachdem Assad weg war, hat man sich mit dem neuen demokratischen Vertreter in Syrien arrangiert, dem IS. Dieser hat seine praktische Hilfe bei der Lösung des Problems BER in Berlin zugesagt. Man hätte das Know-how und die Erfahrung, mit solchen Dingen umzugehen. Im Gegenzug werde Deutschland tausende Sturmgewehre liefern, um die Region zu befrieden. Die Verteidigungsministerin verwies darauf, dass das G36 dafür ideal sei, da es bei Hitze nichts trifft. Sie habe dazu eine weitere Doktorarbeit geschrieben, da man ihre erste als Plagiat abgelehnt hatte. Titel dieser neuen Arbeit: "Frieden schaffen dank Scheißwaffen".
Der ehemalige türkische Regierungschef bittet derweil die kurdische Regierung in Ankara um die Erlaubnis, in der türkischen Enklave um Istanbul Wahlen durchführen zu dürfen, was diese mit Flächenbombardements auf Istanbul beantwortete. Man wolle damit den türkischen Terrorbestrebungen zuvorkommen. Wie sich herausstellte, hatte eine alte türkische Frau mit einem Stock in der Luft rumgewedelt und "Scheiß PKK!" gerufen. Dabei hatte sie die Wäscheleine eines PKK-Mitglieds berührt, wodurch zwei Schlüpfer von der Leine fielen und so verschmutzt wurden, dass es aussah, als hätte sich dieser eingemacht, was der Friedensnobelpreisträger Wladimir Putin mit den Worten kommentierte: "Nu kak? Kak dir ni ein!" Da wachte ich auf und dachte, so verrückt können nur Träume sein ... Oder?
Ciao, Euer Mario


Internet:

www.vorsicht-thiel.de


Wort: Mario Thiel / Bild: Tobias Kade