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Big Game

Big Game


Action mit deutscher Beteiligung und das in erträglichen anderthalb Stunden hat man nicht allzu häufig. Natürlich eine ziemlich an den Haaren herbeigezogene Story, denn der amerikanische Präsident wird in der Air Force One angegriffen, fällt in einer Rettungskapsel auf die Erde, überlebt und wird von einem nicht ganz so geschickten Jungen gefunden, der eigentlich seine Mannesreife bei einem alten Jagdritual unter Beweis stellen soll. Und nun beginnt die wilde Verfolgungsjagd. Der Knabe will endlich ein wildes Tier erlegen und ist schwer davon zu überzeugen, dass der Präsident Vorrang haben sollte. Das macht es den eigenartigen Verfolgern leicht, aber am Ende klappt es natürlich, auch wenn man beispielsweise einen Talsturz in einer Tiefkühltruhe fast unbeschadet überlebt ... Die auf Amerikanisch getrimmte Action hätte an etlichen Stellen ein wenig mehr Humor vertragen. Und eine Frage bleibt: Haben wir keine guten Kindersynchronstimmen mehr? Der zarte Knabe wird von einem Erwachsenen gesprochen.
Die Lügen der Sieger

Die Lügen der Sieger


Das ist keine unkomplizierte Geschichte, bei der man sich schon auf das Leinwandgeschehen konzentrieren muss, um den Zusammenhängen folgen zu können. Und was man am Ende dabei herausliest, kann durchaus unterschiedlich sein. Da geht es um Lobbyismus, um Journalisten und ihre unterschiedliche Art zu arbeiten, um krumme Geschichten und sinnloserweise noch um Spielsucht. Irgendwie überfrachtet und damit dann auch zu ambitioniert: Will viel und krampft beim Zusammenführen. Aber: Hauptdarsteller Florian David Fitz ist richtig gut und Regisseur Christoph Hochhäusler stilbewusst, es bleibt daher atmosphärisch dicht. Am Ende kommt der Film dann noch ordentlich in Fahrt. Aber wie gesagt: Darauf muss man sich einlassen wollen. Wenn ja, wird es ein spannender Kinoabend, bei dem man so einiges in Sachen Bundeswehr, Giftmüll und gewisser vielleicht wirklich bestehender Zusammenhänge offeriert bekommt.
Bild: Ascot Elite Bild: NFP
Verliebt, verlobt, verloren

Verliebt, verlobt, verloren


Es gibt Teile der Geschichte, von denen man einfach nichts mitbekam, die aber interessant und spannend sind. Und eigentlich konnte auch nur die gebürtige Koreanerin Sung Hyung Cho (die mit dem "Full Metal Village") diese Story ausgraben. Oder wer - außer ein paar Betroffenen und deren Freunden - weiß schon, dass in den 1950er Jahren in der DDR Nordkoreaner lebten und studierten. Offensichtlich genossen sie das und einige von ihnen hinterließen deutliche Spuren, schlossen gar Ehen und zeugten Kinder. Dann mussten sie alles zurücklassen, mussten zurück in die Heimat. Partner verloren sich, Kontakte brachen ab, Post blieb unbeantwortet. Ihre Nachkommen versuchen, die Spur aufzunehmen. Die Regisseurin zeigt deren Lebenswege, leider findet sie keinen roten Faden, dem sie stringent folgt, so wiederholt sich einiges, anderes bleibt lange oder ganz unklar. Dennoch eine hochinteressante Geschichtsstunde.
Duff - Hast Du keine, bist Du eine

Duff - Hast Du keine, bist Du eine


Der Kurzinhalt suggeriert u.U. schon wieder albernen unerträglichen Teenie-Kram. Stimmt aber nicht, sozusagen eine positive Enttäuschung. Das ist lustig, leichtfüßig, geht offen mit den 16-Jährige beschäftigenden Themen wie Sex und Pornografie um und ist ziemlich aktuell; kann man also wirklich reinen Herzens empfehlen. Und nach dieser Einleitung wollen wir jetzt auch die Story anfügen: Duff steht für die ausgewiesen hässliche Freundin und als solche bezeichnen die Mitschüler Bianca - im Gegensatz zu ihrer schlanken hübschen Freundin. Mit anderen Worten ist sie diejenige in der Clique, die die anderen noch schöner aussehen lässt. Um sich zu rächen und irgendwie neu zu erfinden, werden nicht nur sämtliche soziale Medien genutzt. Sie bittet zudem Wesley, den Footballstar und Mädchenschwarm der Schule, um Hilfe, gibt ihm im Gegenzug Nachhilfe in Chemie. Es gilt nun, Schwarm Toby zu erobern.
Bild: Farbfilm Bild: Capelight