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Konzert-Special

Gemeinsam in den Frühling tanzen


"Frühling lässt sein blaues Band wieder Flattern durch die Lüfte, süße, ahnungsvolle Düfte ..." Wie in jedem Jahr stehen wir an der Schwelle dieser magischen Jahreszeit, in der die Natur erneut erwacht. Schön, sie wieder zu spüren, auch wenn sie in diesem Jahr gar nicht wirklich eingeschlafen schien. Wir ja ohnehin nicht, es ist schließlich ganzjährig Konzertsaison. Wir freuen uns aber trotzdem drauf, bei irgendeinem schönen Liveact mitten hinein in den Frühling zu tanzen. Oder zu moshen. Oder zu bouncen. Ganz egal, wie wir es nennen. Vielleicht seid Ihr bei einem der hier empfohlenen Events dabei! Vielleicht tanzen wir ja sogar nebeneinander ...


Die Prinzen

Die Prinzen

Die Prinzen

Die Leipziger Majestäten sind längst auf die dauerhaften Ruhmeshöhen des Pop-Geschäfts gestiegen. Dort, wo keine schnellen Trends mehr die Popularität beeinflussen, der Verkaufserfolg des letzten Albums nicht mehr so wichtig ist (das wievielte es ist, wissen oft nicht mal mehr die Bandmitglieder). Die treue Fanbase jeden Alters sorgt für gut besuchte Konzerte – und das Singen haben sie nicht verlernt.

16.03. Altenburg, Theater
17.03. Erfurt, Alte Oper
24.03. Dresden, Semperoper
25.03. Chemnitz, Stadthalle
28.03. Zwickau, Gewandhaus
29.03. Plauen, Theater
05./06.06. Leipzig, Oper


Alexa Feser

Alexa Feser

Alexa Feser

"Ich kann Euch gar nicht wirklich in Worte fassen, was das für ein unfassbar bewegendes Jahr für mich war, in jeder Hinsicht." Es geht um 2014. So überraschend war das aber nicht. 2011 wurde die schon lange Aktive von den Produzenten Ingo Politz (Christina Stürmer, Lena Meyer-Landrut u.a.) und Rainer Oleak entdeckt, bald darauf von Alexa Phazer in Feser (zurück-)benannt. Im vergangen Jahr dann das erste Album direkt in der Hit-Fabrik, begleitet u.a. von einem TV-Auftritt bei "Inas Nacht". Und jetzt der deutsche Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015. Eine Maschine dampft planmäßig in Richtung Erfolg.

17.03. Leipzig, Werk 2
18.03. Dresden, Alter Schlachthof
15.05. Gera, Comma


Favorite

Favorite

Favorite

Favorite aus dem Ruhrpott gehört zu denen, die authentisch rappen können - weil seine Vita ihn dafür geradezu prädestiniert erscheinen lässt. Mit zwölf nach einem Unfall Vollwaise, dann Kinderheim, Drogen - alles, was einzuwerfen ist. Trotz Erfolgs mit dem dritten Album "Christopher Alex" (sein eigentlicher Name) kriegt er das Leben nicht in den Griff. Absturz, Knast. Lebensbeichte in Boulevard-Medien, dort liebt man böse Buben und Loser. Aber Favorite ist keiner. Er beutet die neue Bekanntheit aus. Sein viertes Album heißt in typisch-sensibler Rapper-Zurückhaltung "Neues von Gott". Es ging auf Eins in die Charts. Am Ende passt doch alles.

18.03. Dresden, Puschkin
26.03. Leipzig, Täubchenthal


Eisbrecher

Eisbrecher

Eisbrecher

Sie sind der Eisbrecher unter den stählernen Dampfschiffen der Neuen Deutschen Härte. Auch wenn Gründer und Mastermind Alexander "Alexx" Wesselsky den Begriff gar nicht gerne hört. Egal. Schon mit seiner Band Megaherz, die er von 1993 bis 2003 führte, galt er als härteste Konkurrenz von Rammstein. Ähnlich wie die Kollegen vom Ooomph! darf er von sich behaupten, kein Nachahmer zu sein, sondern diese Musik schon vor Lindemann & Männern gemacht zu haben. Metalriffs treffen scharfe Elektrobeats, das Ganze kommt schwer martialisch, immer mit einer Affinität zu Uniformen und militanten Gesten. Nicht schlimm, sie wollen doch nur spielen!

19.03. Erfurt, Stadtgarten
20.03. Dresden, Alter Schlachthof


Juli

Juli

Juli

Erinnert sich noch jemand? Es ist reichlich zehn Jahre her, dass die "Perfekte Welle" sie mit an die vorderste Wellenkante jenes Tsunamis aus frischem, deutschsprachigem Pop mit sympathischen Frontfrauen spülte, der zu dieser Zeit nach der "Reklamation" von Wir sind Helden das Land überflutete. Die starke Frontfrau der Gießener heißt Eva Briegel. Ihr Lied wurde 2004 so etwas wie eine Hymne die Bewegung, war über ein halbes Jahr in den deutschen Single-Charts, das erste Album schoss von Null in die Top Ten. Ironie des Schicksals: Am Ende jenes Jahres gab es dann den echten Tsunami in Asien und keiner wollte den Song mehr spielen, weil er plötzlich so komisch klang. Hier sind sie wieder!

20.03. Leipzig, Täubchenthal


Lionel Richie

Lionel Richie

Lionel Richie

Der Mann mit dem smarten Aussehen, dem man das vorgerückte Alter in keiner Weise ansieht, der sanften Stimme, die nach Jahrzehnten im ShowBiz kein bisschen abgenutzt klingt und dem riesigen Fundus an Welt-Hits. Fast jeder auf dieser Welt über 35 kennt mindestens einen Song von ihm, bei Millionen verbindet sich mit einer seiner Melodien ein wichtiges Ereignis im Leben – ein schönes zumeist, weil wahrscheinlich etwas mit Beziehung zu tun habend. Der Test: "Dancing on the Ceiling", "Say You, Say Me", "All Night Long (All Night)", "Hello" – bekannt, oder? Diese Hits haben die 1980er dominiert, wer sie nicht kennt, hat Einiges verschlafen. Gut, dass man diese Bildungslücken noch schließen kann!

26.03. Arena Leipzig


Krawallbrüder

Krawallbrüder

Krawallbrüder

Diese Oi-Band aus dem Saarland gibt es nun schon über zwanzig Jahre und genauso lange rocken sie sich den Arsch ab. Seit dem Album "Blut, Schweiß & keine Tränen" von vor drei Jahren erreichten sie größere Aufmerksamkeiten und das jüngste ging sogar direkt in die Top Ten der Charts. Sie haben das verdient. Nicht verdient haben sie, dass ihr Erfolg gleich wieder in die Böhse-Onkelz-Frei.Wild-Ecke gedrängt wird: Die einen wittern hysterisch überall Nazis, andere werden gerade deshalb aufmerksam und kommen, obwohl sie keiner gerufen hat. Man nennt das "self fulfilling prophecy".

04.04. Erfurt, Stadtgarten
17.04. Leipzig, Haus Auensee
18.04. Dresden, Reithalle


Faun

Faun

Faun

Ursprünglich wurde die Band von Birgit Muggen-thaler (Schandmaul) gegründet. Mit Oliver "Satyr" Pade fand sie einen echten Partner und das Unternehmen hatte vor allem in der dunklen Szene rasch Erfolg, auch wenn Frau Muggenthaler bald wieder ausstieg. Es waren der sphärische und lyrische Ernst ihrer Lieder, die Suche nach Transzendenz, ein Hauch von Mystik, die einen schönen Kontrast zu dem Hau-drauf-Mittelalter-Folk boten. Vor einiger Zeit tat sich Pade indes mit den Hitproduzenten von Valicon (Silbermond, Lena Meyer-Landrut etc.) zusammen. Aufnahmen mit Santiano folgten, Auftritte bei Carmen Nebel. Die Szene war geschockt. Die Tour zeigt nun, wo sie stehen.

10.04. Chemnitz, Stadthalle
11.04. Erfurt, Messe


Keimzeit

Keimzeit

Keimzeit

"Peace & Love & Norbert Leisegang!", schwelgten die Fans in den Neunzigern und ließen sich selig hineinfallen in das sympathischste Grinsen der deutschen Pop-Geschichte. Das neue Album heißt "Auf einem Esel ins All", lyrisch ist Leisegang unerreicht und keine Zeile deutet darauf hin, dass hier typisch ostdeutsche Befindlichkeiten verhandelt würden. Ach, wenn das nur die Schwestern und Brüder in Westelbien auch endlich schnallen würden!

11.04. Zwickau, Alter Gasometer
01.05. Dresden, Alter Schlachthof
02.05. Erfurt, HsD
11.12. Leipzig, Haus Auensee
18.12. Jena, F-Haus
19.12. Freiberg, Tivoli


Spandau Ballet

Spandau Ballet

Spandau Ballet

Sie sind der Missing Link zwischen den Poppern und den Gothics, ihr "New Romantic" baute die Brücken, auf denen die Post-Punk-Iro-Träger sich schließlich mit den Pop-Ästheten gemeinsam in der Goth-Bewegung zusammenfinden konnten. In Deutschland kam das ein wenig später, hier waren Spandau Ballet trotz ihres Namens (in Wahrheit sind sie aus Islington bei London) nicht ganz so angesagt wie auf der Insel. Dort hatten sie zwischen 1980 und '86 eineinhalb Dutzend Singles in den Top Twenty. Die Bekanntesten sind "True", "Gold" und "Through The Barricades", die es auch bei uns bis ganz nach oben schafften. Vor kurzem fand sich die Band nach 20jähriger Pause wieder zusammen.

16.4. Haus Auensee, Leipzig



Wort: FW / Bild: Mathias Bothor, Bernd Brundert, Sascha Hein, Scarlet Page, Severin Schweiger, Helen Sobiralski, P.D.