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Drei Herzen

Drei Herzen


Gefühlt taucht Charlotte Gainsbourg in jedem zweiten französischen Film auf. Sie kann aber auch so unterschiedliche Charaktere darstellen, und das macht echte Schauspielkunst nun mal aus. Ihre Fans können sich also erneut freuen, denn diesmal verliebt sie sich in einen Mann, den sie Tage danach treffen will. Aber man verpasst sich. Dann verliebt er sich Wochen später in eine andere, ausgerechnet ihre Schwester. Nur wissen die Drei nicht um diese Verwicklung, da die geheimnisvolle Sylvie sich doch entschlossen hatte, mit ihrem Lebenspartner über den großen Teich zu fliegen und dort zu leben und zu arbeiten. Eine klassische Dreiecksgeschichte, die vor allem von ihrer Leichtigkeit und den überraschenden Wendungen lebt. Neben der Gainsbourg ein hervorragender Hauptdarsteller - Benoît Poelvoorde, und als andere Schwester Chiara Mastroianni. Für Liebhaber des französischen Kinos eine unbedingte Empfehlung.
Shaun das Schaf

Shaun das Schaf


Wer kennt Shaun nicht, also das Schaf? Wohl kaum jemand und so bekommt man schon mal zu hören: Ach, das kenn ich doch schon. Nein, der Kinofilm ist wirklich neu und einfach reizend. Und auch wenn er für Kinder gemacht ist, hat er seinen Liebreiz für Erwachsene - nicht nur die gewohnt einfühlsamen Animationen und Figuren, sondern auch der witzige Plot. Gesprochen wird ja wie immer nicht. Das erst einmal hin zu bekommen, ohne Worte einen Anderthalb-Stunden-Film spannend zu halten, ist beachtlich. Shaun will sich und den anderen Schafen auf dem Hof Urlaub von der Eintönigkeit verschaffen, doch das geht gründlich schief: Der Farmer gerät mit Gedächtnisverlust in die große Stadt und mutiert als geübter Scherer zum Erfolgsfriseur. Es gilt, ihn zu retten. Geht auch fast alles glatt, wenn da nicht der Tierfänger wäre, der hinter Shaun und seinen Freunden her ist. Die müssen sich jetzt aber gewaltig beeilen.
Bild: Wild Bunch Bild: Studiocanal
Cake

Cake


Jennifer Aniston, die mit ihrer jahrelang in der Serie "Friends" gespielten Rolle bekannt wurde und der danach der nicht immer gelingende Sprung zu den gutbezahlten Kinorollen glückte, scheint diesmal der Sprung zu einer ernster zu nehmenden Rolle gelungen zu sein. Mag auch der Film nicht der beste des Jahres sein, die schauspielerische Leitung von Aniston kann sich sehen lassen. Und wie schon bei anderen Darstellerinnen ist es eine Rolle mit dem Mut zur Natürlichkeit, im Sinne von sich ohne Schminke zu zeigen. So spielt sie die unter ständigen Schmerzen leidende Claire, die kaum noch Unterstützung bekommt, außer von ihrer Haushälterin. Nach dem Selbstmord einer Freundin aus der Selbsthilfegruppe fängt sie an, nach deren Motiven für die Tat sowie nach ihrer eigenen Vergangenheit zu suchen. Sie nimmt deshalb Kontakt zum verwitweten Ehemann auf. Und die verstorbene Freundin erscheint Claire in ihrer Einbildung.
Halbe Brüder

Halbe Brüder


Erst nach dem Tod der Mutter erfahren drei junge Männer, dass sie Halbbrüder sind. Das ist der Ausgangspunkt einer ziemlich derben deutschen Komödie, die aber sicherlich ihre Zuschauer finden wird. Sido spielt mal wieder mit. Er ist der trickbetrügende Familienvater, dann gibt es noch den strebsamen Türken, und der rappende Afrikaner macht das Trio voll. Die Drei mögen sich nicht, aber sie wollen alle ans Geld der Mutter. Das ist mehr als nur gut versteckt, ergo müssen die Brüder zusammenhalten, um zu bekommen, was sie alle möchten, was sie brauchen. Jeder hat da seinen individuellen Grund, warum er sich zusammenzureißen und mit den anderen auszukommen versucht. Neben Sido begeben sich Fahri Yardim als Yasim und Tedros Teclebrhan als Addi auf einen (fäkal-)witzigen Road-trip. Das ist Geschmackssache, da sollte jeder selbst entscheiden, ob das ein Film für ihn ist.
Bild: Warner Bild: Universal Pictures