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Konzert-Special

Verliert den Sommer nicht aus den Augen


Was früher Winter war, ist heute Schmuddelwetter - ob das die Erderwärmung ist? Die Konzerthallen sind jedenfalls beheizt und an musikalische Freuden unter freiem Himmel denkt momentan sowieso keiner. Obwohl das ein Fehler sein kann, denn die Vorverkäufe laufen! Auch wenn wir diesmal nicht ganz so weit vorausschauen wie in den Vormonaten, raten wir Euch: Verliert den Sommer nicht aus den Augen!
Aus aktuellem Anlass kommen wir hier noch mit einem zweiten Ratschlag um die Ecke: Schaut vor Euren Konzertbesuchen, ob Eure Anreise nicht zufällig den Weg der Retter des Abendlandes oder deren Gegner kreuzt.


Falco meets Mercury

Falco meets Mercury

Falco meets Mercury

Das ist der Renner der Saison. Zwei der verrücktesten Vögel der Pop-History, die Ruhm, Kohle und Koks tief eingesogen hatten, stehen am Himmelstor: Falco und Freddie Mercury. Petrus muss entscheiden, ob er die beiden reichen Sünder reinlässt. Natürlich muss er das angesichts der unsterblichen Lieder, die sie uns geschenkt haben! Andererseits: Womit soll der Himmel sie noch locken, die hatten doch alles schon hier unten …

01.03. Dresden, Alter Schlachthof
03.03. Leipzig, Haus Auensee
12.03. Halle, Steintor-Varieté
14.03. Erfurt, Alte Oper
17.03. Chemnitz, Stadthalle
02.04. Weimar, Weimarhalle


Rock meets Classic

Rock meets Classic - Gianna Nannini

Rock meets Classic - G. Nannini

Eines der coolsten neuen Formate der letzten Jahre: Die deutsche Mat Sinner Band (Heavy Metal) trifft auf das Bohemian Symphony Orchestra aus Prag. Veredelt wird das Grenze von der Rumms-Gitarre von Status Quo's Rick Parfitt, vor allem aber von den göttlichen Stimmen von Ian Gillan und der italienischen Rockröhre Gianna Nannini (Foto). Der heimliche Star ist natürlich Gillan, seine unverwechselbare Stimme mit dem legendären Hochtonschrei prägte Rock-Evergreens wie "Smoke On The Water", "Child In Time" oder "Space Truckin'". Alle reden davon, dass die Gräben zwischen E- und U-Musik eigentlich albern sind. Hier werden sie zugeschoben!

11.03. Dresden, Messe
25.03. Leipzig, Arena


Shadowland

Shadowland

Shadowland

Mit "Shadowland" wird eine uralte Theaterform spektakulär für die große Bühne wiederentdeckt: Die Tänzer des amerikanischen Pilobolus Tanztheaters haben mit ihrer Show schon Hunderttausende in der ganzen Welt begeistert. Sie waren bei "Wetten, dass …?" zu sehen und davor im Showcase einer Oscar-Verleihung. Eine Mischung aus Tanz und Schattentheater, es entrollen sich ganze Filmszenen. Völlig unbegreiflich, wie sie das machen …

13.03. Erfurt, Messe
20.03. Chemnitz, Stadthalle
21.03. Zwickau, Stadthalle
27.03. Jena, Sparkassen-Arena
05.04. Riesa, Sachsen-Arena
07./08.04. Leipzig, Gewandhaus


Fiddler's Green

Fiddler's Green

Fiddler's Green

Sie sind die Altmeister des Genres in Deutschland. Noch vor der großen Irish-Folk-Punk-/Rock-Welle in den Neunzigern wurden sie vor nunmehr genau 25 Jahren in Erlangen gegründet. Sie haben besagte Welle mit losgetreten, standen von Anfang an ihrer Spitze und haben auch das Abflauen der Bewegung schadlos überstanden, denn ihre Musik hat sich längst von Modetrends emanzipiert. In ihren Konzerten stehen schöne melodiöse Traditionals neben hymnischen, puberprobten Saufliedern und furiosen Highspeed-Folk-Knallern - damit haben sie seit einem Vierteljahrhundert noch jeden Saal zum Toben gebracht.

20.03. Erfurt, HsD
27.03. Leipzig, Haus Auensee
28.03. Dresden, Alter Schlachthof


Lionel Richie

Lionel Richie

Lionel Richie

Seit September ist der Altmeister des Schmuse-Pop mit Charme und Anspruch nun schon auf der ganzen Welt mit seiner überall heftig bejubelten "All Hits All Night Long"-Tour unterwegs. Das verspricht ein Wiederhören mit unsterblichen Hits wie dem, der im Tournamen verarbeitet wurde (eben: "All Night Long") aber auch Immerohrwürmern wie "Dancing On The Ceiling", "Say You, Say Me", "Hello", "Three Times A Lady" oder "Easy". Und noch viele mehr - der fünffache Grammy-Gewinner hat seit seinem Start mit den legendären Commodores im Jahre 1968 (!) eine unüberschaubare Menge an Hits fabriziert: 100 Millionen verkaufte Alben können einfach nicht lügen. Ein Weltstar von Format mit enormem Charisma.

26.03. Leipzig, Arena


Omega

Omega

Omega

Die Ungarn-Stars waren die ersten Ostrocker, die es medial und körperlich auf die andere Seite des Eisernen Vorhanges geschafft hatten. Das war vor allem ihrem Überhit "Gyöngyhajú lány" aus dem Jahr 1969 zu danken. Das heißt auf Deutsch "Mädchen mit Perlen im Haar", die Ossis kannten lange nur Frank Schöbels viel schlechtere Version "Schreib es mir in den Sand". Sogar die Scorpions haben das später nochmal als "White Dove" aufgenommen. Doch Omega konnten viel mehr als Rock-Schlager. Im Osten waren Alben wie "Gammapolis" oder das Live-Meisterwerk "Élo Omega - Kisstadion '79" absoluter Kult.

27.03. Leipzig, Peterskirche
28.03. Erfurt, Alte Oper
17.04. Dresden, Alter Schlachthof


Spandau Ballet

Spandau Ballet

Spandau Ballet

Sie sind natürlich nicht aus Berlin-Spandau, sondern aus dem Londoner Vorort Islington. Der Berliner Stadtteil stand trotzdem Pate bei der Namensgebung. Ihr Jahrzehnt waren die Achtziger, die Zeit des New Wave, des Glamour-Pop, vor allem der New-Romantic-Welle, die heute in der Gothic Culture aufgegangen ist. Damals durfte man aber noch glitzernden, leicht verträumten Pop machen, ohne gleich in die Dunkel-Depri-Ecke gesteckt zu werden. In den 90ern und den Nullern war es Mode, die 80er doof und uninspiriert zu finden. Heute wissen wir, dass das ein großer Irrtum war. Hits wie "True", "Chant No. 1 (Don't Need This Pressure On)", "Instinction" oder "Through The Barricades" werden bleiben.

16.04. Leipzig, Haus Auensee


Smokie

Smokie

Smokie

Sie waren die am meisten verbreitete Kinderzimmertapete der 70er Jahre, gleichzeitig aber auch eine Art Bindeglied inzwischen Teeny-Helden mit begrenzter Halbwertszeit und älteren Semestern. Denn Songs wie "If You Think You Know How To Love Me", "Livin' Next Door To Alice" oder "Don't Play Your Rock 'n Roll To Me" haben eigene Qualitäten und sind nicht durch das Rüttelsieb der Zeit gefallen wie fast alle ihre Konkurrenten aus dieser Ära. Das liegt auch an der faszinierenden Reibeisen-Stimme von Chris Norman. Der ist allerdings längst nicht mehr dabei, von der Erstbesetzung gibt's nur noch den Bass.

18.04. Halle, Händel-Halle
23.04. Dresden, Alter Schlachthof
24.04. Leipzig, Haus Auensee


Gentleman

Gentleman

Gentleman

Er ist der deutsche Reggae-Sänger, den man auch auf Jamaika schätzt. Er kennt das Patois, jenen kreolisch-englischen Dialekt, den das Volk dort spricht und den wir spätestens seit Bob Marley oder Peter Tosh kennen und lieben. Und genau diese Art von Roots-Reggae mit dem klassischen Offbeat betreibt der Mann aus Osnabrück (jedenfalls ist er da geboren) auch. Kein neumodischer Schnickschack, klare Messages auf bewährten Riddims. Bekannt wurde er mit Freundeskreis, doch es gibt auch einen echten Mitteldeutschland-Bezug in der Karriere dieses erfolgreichsten und authentischsten deutschen Rastamans: Bis 2010 wurde er von der Far East Band begleitet und die kommen aus Leipzig!

19.04. Leipzig, Haus Auensee


Chris de Burgh

Chris de Burgh

Chris de Burgh

Der Ire ist ein musikalisches Chamäleon. In den 70ern macht er sich allmählich mit anspruchsvollen, selbstkomponierten Songs zwischen Folk und Art-Rock einen Namen. Seinen ersten Hit hatte er in Brasilien, ist seit 1980 Superstar in Norwegen. Bei uns hat er kurz darauf mit "Don't Pay The Ferryman", einer Nummer, die deutlich komplexer ist als der Pop-Durchschnitt, den ersten großen Hit. Ähnlicher Hitnachfolger wird "High On Emotion". 1986 erstürmt er dann die Hitparaden dieser Welt mit seiner "Lady In Red".

24.04. Halle, Händel-Halle
25.04. Leipzig, Haus Auensee
24.06. Halle, Händel-Halle
26.06. Zwickau, Stadthalle
27.06. Pößneck, Lutschgenpark



Wort: FW / Bild: Christian Behring, Denis O'Regan, Emmanuel Donny, Mandi Emese, Scarlet Page, David Morley, P.D.