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Streif - One Hell of a Ride

Streif - One Hell of a Ride


Der Skiabfahrtswahn hat einen Namen: Die Streif, die Herausforderung beim Kitzbühler Hahnenkammrennen. Fünf Rennläufer werden über ein Jahr hinweg begleitet und man erfährt einiges über die Härte des Sports und vor allem dieser Strecke mit der 85%-Neigung an der "Mausefalle", vermischt mit dokumentarischen Aufnahmen und Semidokumentarischem. Das ist so flott geschnitten, dass man auch als Nichtfan des Sports interessiert verfolgt, was da auf der Leinwand abläuft, leidet fast mit mit den jungen Männern, die sich ein ganzes Jahr unmenschlich abquälen, um fit zu sein für diese eine Fahrt. Auf der ist im Laufe der Jahrzehnte schon genug passiert an schweren Unfällen. Und wenn man dann die historischen Rennen sieht aus den 1950er Jahren, als noch ohne Helm und Hightech die 3.312 Meter runtergebrettert wurde - kaum vorstellbar. Eine zu empfehlende Doku auch für die Flachländler, die selbst keine Abfahrten mögen.
Frau Müller muss weg

Frau Müller muss weg


Frau Müller musste bereits auf den Theaterbühnen erfolgreich weg, jetzt auf der Leinwand. Und das Kammerspiel hat so einiges, was es auch da zum Erfolg werden lassen könnte: Straffe Regie, gute Darsteller und eine nach wie vor zündend witzige Geschichte. Sönke Wortmann führte Regie. Vor der Kamera sehen wir u.a. eine erstaunlich gute Anke Engelke als eine der Mütter, die Lehrerin Müller zur Rede stellen wollen, als es um die Wurst bei ihren lieben Kleinen geht. Schließlich sind schlechte Noten nicht gerade förderlich bei der Entscheidung Gymnasium oder kein Abi. Eine Schlacht bis aufs Messer. Die ist witzig und auch ernst, kein "Fack ju Göthe" mit einem nach dem anderen Lachen. Hier bleibt es einem ab und an im Hals stecken. Durchaus dem wahren Leben ziemlich gut abgelauscht, keineswegs langweilend, und es wird mal wieder der Beweis erbracht, dass eine ruhige Kamera viel zu bringen in der Lage ist für einen Film!
Bild: Red Bull Media House Bild: Constantin
The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben

The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben


Wenn Benedict Cumberbutch nicht einer der heißesten Kandidaten im kommenden Rennen auf den Oscar ist, wissen wir es auch nicht. Er spielt das britische Mathematikgenie, den Pionier der Computertechnologie Alan Turing, der mit einem Team von Spezialisten den deutschen Enigma-Code geknackt hat. Ein überheblicher Typ, mit seinen ungewöhnlichen Methoden macht er sich auch keine Freunde. Lediglich eine Kollegin (Keira Knightley ebenfalls richtig gut) hält zu ihm, doch als sie sich näherkommen, droht sein Geheimnis aufzufliegen: Er ist homosexuell und das wird im Großbritannien des Zweiten Weltkriegs mit Kastration bestraft. Einer der wichtigsten Geheimnis-träger des Landes schwul - undenkbar! Das Enigma-Thema ist ja in den letzten Jahren mehrfach filmisch aufgegriffen worden, diesmal geht es mehr um das Genie und dessen Charakter, und das ist bewegend, staubtrocken humorig und spannend zugleich.
Der Große Trip - Wild

Der Große Trip - Wild


Und wenn es nun nicht für Reese Witherspoon endlich so weit ist, auch für einen Oscar nominiert zu werden, müsste sie weiter so gut agieren wie in diesem auf einer wahren Geschichte basierenden Drama. Cheryl ist am Ende, mit fast allem - ihre Ehe ist gescheitert, heroinsüchtig treibt sie ziellos umher. Irgendwann kommt die Wende, sie erinnert sich ihrer geliebten Mutter, die sie verloren hat und begibt sich auf ihren großen Trip. Mit einem viel zu schweren Rucksack wandert sie an die 2.000 Kilometer entlang des Pacific Crest Trail, allen Naturgewalten ausgesetzt, erleidet Hunger, Durst, schwitzt, friert, begegnet gefährlichen Raubtieren. Aber sie findet bei allen ungewohnten Erfahrungen zu sich selbst, beginnt ihre bis dato gemachten Lebenserfahrungen einzuordnen und sie schreibt hinterher ihre Erlebnisse auf. Das Buch wird zum Bestseller und am Anfang der Verfilmung kann man die Autorin kurz sehen.
Bild: Squareone Bild: Twentieth Century Fox