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BLITZ-10-2016-LEIPZIG

Magazin Nach Jahren im Ensemble-Becken hat sie sich Roman Raschke hinters Instrument gepackt und mit ihm ein erstes eigenes Programm namens "Etikettenschwindel" zusammenge- bosselt, welches am 3. November im Palmengarten geboren werden soll. Aber ganz so ohne Truppe, die einen beim Kabarettieren die Fäden hält? "Ja, ich wollte auch mal eigene Ideen umsetzen, Texte schreiben, mich weiterentwickeln. Das ist schwer, wenn man sich immer im gleichen künstlerischen Umfeld be- wegt. Also habe ich mich auf die Suche begeben nach einem Musi- ker, der mich auf neuen Pfaden be- gleiten mag. Ich habe eine Weile gesucht, und der Zufall hat mich zu Hans Dieter Hormann verschlagen, dem Chef vom Clownmuseum! Ihm habe ich von meiner Suche berich- tet, und er meinte, er kenne da je- manden, einen echten Rockmusi- ker! So kam ich endlich zu Roman, es war quasi Liebe auf den ersten Blick." Dieser Roman Raschke nun, der als Texter, Musiker, Kabarettist und Songschreiber seit Jahresdekaden den sächsischen Kulturboden be- fruchtet, fühlt sich wohl so hinter der neben ihrer Aktivität als Kabaretti- stin auch als grandiose Tischlerin tätigen Frau Schmidt. Doch wo ist da bei allem der Etikettenschwin- del? Na, auf jeden Fall erst einmal im Namen des neuen Programms. "Haha, Etikettenschwindel, der Titel sagt quasi schon alles, wir schwin- deln uns durch die Welt, wie es uns gefällt, beziehungsweise nehmen wir die Schwindler dieser Welt aufs Korn, entlarven sie und versetzen uns selbst manchmal in schwindel- erregende Höhen. Also, nicht ent- täuscht sein, wenn alles nur ge- schwindelt ist. Ach ja, gesungen wird auch." Im Schaffensprozess zum Stück in der Regie von Simone Danaylowa gab es zwei Perioden, die erste Textversionserstellung und nach dem Unzufriedensein eine zweite Textversionserstellung. Und jetzt geht es mit der neuen Version auf die Bretter: "Bretter, sabber, da muss ich gleich an Holz und Hobeln denken." Und warum im Palmengarten? Das Sanftwut wäre doch auch ein gutes Haus gewesen? "Ich wollte mal raus aus dem 'Stammtheater'. Ich habe Sanftwut sehr viel zu verdan- ken und ich bin froh, dass sie mich mental unterstützen, wenn ich nun eigene Wege einschlage. Doch ein Tapetenwechsel ist manchmal gar nicht schlecht. Und im Revuetheater am Palmengarten fühlen wir uns wohl." Also, raus aus den Fernsehsesseln und rein ins Revuetheater. Da war- ten zwei heiße Hiesige und wollen die Etiketten abknaupeln, die so trü- gerisch auf all den Flaschen kleben. Viel Spaß und viel Hintersinn. WORT UND BILD: VOLLY TANNER Premiere: 03.11. Palmengarten Annemarie Schmidt Etiketten unterm Hobel Endlich! Annemarie Schmidt, die kurze, quirlige und wundervoll unszenige Sanftwut-Kabarettistin wagt den nächsten Schritt. BLITZ!

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