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BLITZ-10-2016-CHEMNITZ

7 Magazin Soll sich Chemnitz bei der EU um den Status einer Kulturhauptstadt 2025 bewerben? Die Diskussion darüber ist freigegeben, und zu den vehementen Befürwortern eines sol- chen Projekts zählt Thomas Leh- mann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in unserem Stadtrat, Chef einer Werbeagentur und darüber hinaus Betreiber eini- ger auf ökologischer Basis arbeiten- der Unternehmen. Von Beruf Zoo- techniker, studierte er später Kunst- geschichte und war in etlichen kultu- rellen Einrichtungen unserer Stadt haupt- oder ehrenamtlich aktiv. Momentan steht der entsprechende Beschluss des Stadtrates noch aus (die endgültige Abstimmung erfolgt im kommenden Jahr) und deshalb ist es für Thomas Lehmann unerlässlich, bereits jetzt das Gespräch mit den Chemnitzern zu suchen und zu führen. Denn nur, wenn die Mehr- heit der Einheimischen eine solche Bewerbung begrüßt und unterstützt, dürfte sich ein Erfolg einstellen. Von einer solchen Bewerbung (wird ihr nun stattgegeben oder nicht) ver- spricht sich der Politiker auf jeden Fall ein notwendig besseres Marke- ting für die Stadt, eine günstigere Verortung der kulturellen Angebote und damit verbunden eine Belebung des Stadtzentrums. Besonders ins Auge gefasst hat er dabei den Be- reich des Theaterplatzes als zentra- les Kultur- und Theaterviertel mit einem neuen Schauspielhaus. Das schließt die Ansiedlung von gastro- nomischen Einrichtungen und Gale- rien ebenso ein wie zudem Räume für Projekte der freien Kunst- und Kul- turszene ermöglicht werden sollen. Wenngleich vielleicht nicht von jedem in diesem Umfang wahrge- nommen, hat Chemnitz für Thomas Lehmann schon längst den Status einer Kulturstadt erlangt. In diesem Zusammenhang verweist er auf das mehrspartige Theater, das sich in puncto Qualität und Auslastung nicht hinter anderen und sogar größeren Häusern zu verstecken braucht, nennt 22 museale Einrich- tungen und nicht zuletzt das Tietz, das er weiterhin künftig und nicht nur, aber auch im Hinblick auf die Bi- bliothek unterstützen möchte. Dabei spart er die freie Szene (zum Bei- spiel Weltecho oder Atomino) nicht aus, weiß um deren Bedeutung für junge Kunstinteressierte und Kunst- ausübende - ein Pfund, mit dem es zu wuchern gilt. Sollte der Stadtrat dem Vorhaben zustimmen, eröffnet sich ein erfolg- versprechender, aber mitunter ge- wiss steiniger Weg (schließlich muss die EU noch ihr Plazet erteilen), der von Thomas Lehmann als Ziel be- griffen wird. Damit dies alles keine Zukunftsmusik bleibt, müssen die Chemnitzer allerdings bereits jetzt ihre Instrumente stimmen. WORT: JOACHIM WEISE / BILD: P.D. Thomas Lehmann und die Zukunftsmusik Kulturhauptstadt 2025 Für Thomas Lehmann (Foto) hat Chemnitz schon längst den Status einer Kulturstadt erreicht. Doch wie geht es weiter? Möchte die Stadt Zukunftsmusik schreiben? Bereits jetzt das Gespräch mit den Chemnitzern suchen BLITZ!

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