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BLITZ-2016-09-Halle

13 Reise Bilbao Eine neue Identität Split Chillen an der Adria Hätte irgendwer in den 1970er Jah- ren erklärt, der an Luft- und Wasser- verschmutzung leidende Moloch Bilbao würde eines Tages Touristen anziehen, die Basken hätten ihn herz- lich ausgelacht. Mit einem giganti- schen Investitionsprogramm ist es der Autonomen Regierung binnen drei Jahrzehnten nicht nur gelungen, die Umwelt zu heilen. Auf 15 Kilo- meter Länge verbindet eine hyper- moderne Metro aus der Feder des Stararchitekten Sir Norman Foster die heterogenen Quartiere entlang des Flusses Nervión miteinander undschuf eine neue Identität. Mehr noch, das 1997eröffneteGuggenheim-Museum präsentiert auf 24.000 qm die größte Privatsammlung der Welt. Die metal- lene Gebäudeskulptur des amerika- nischen Architekten Frank Gehry zieht ein internationales Publikum in die nordspanische Metropole. Archi- tekturkritiker erklärten das spekta- kuläre Museum zum bedeutendsten Bauwerk des 20. Jahrhunderts - welt- weit wohlgemerkt. Stadtplaner spre- chen angesichts des Entwicklungstau- mels heute gar vom "Bilbao-Effekt". Im Schatten avantgardistischer Neu- bauten stehen die Altstadt der "sieben Straßen"(sietecalles)unddiegotische Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert. Die Puente Colgante verbindet mit einer Schwebefähre die Ufer des Nervión miteinander und ist die älteste ihrer Art. Feinschmeckern läuft das Wasser im Mund zusammen, reden sie von der baskischen Küche. Diese bietet Fische, Meeresfrüchte sowie Rind und Geflügel, dazu wird hervor- ragender Wein aus dem südlichen Baskenland serviert. www.spain.info/de Seit den Blumenkindern der 1960er zieht es die partyliebende Jugend nach Ibiza. Für weit weniger Geld gibt es blutrote Sonnenuntergänge unter Palmen am Meeresstrand auch in Kroatien. Entlang der dalmatinischen Küste haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Diskotheken und Clubs angesiedelt. Heiße Sounds und coole Drinks bietet der Partystrand Zrce unweit von Zadar. Tagsüber auf dem Jetski durchs kühle Nass rau- schen oder den Adrenalinkitzel vom Bungee-Turm erleben, anschließend geht es weiter zur After-Beach-Party und nach Mitternacht in Clubs wie das Aquarius oder das Papaya. Die größte Stadt an der kroatischen Küste ist das lebendige Split. In den geschichtsträchtigen Mauern des Diokletian-Palastes aus der Römerzeit treffen heute Touristen auf Studenten und schlürfen in kleinen Bars ihren Espresso oder Cocktail. Auf dem kleinen Hof der Bar Ghetto spielen Live-Bands, während sich nebenan im Fluid wie immer nach Mitternacht die Partyjunkies auf engstem Raum drängen. Wenige Kilometer südlich von Split liegt der malerische Ferienort Ma- karska. Zu Füßen des imposanten Biokovo-Massivs reihen sich entlang der Uferpromenade Marineta Restau- rants und Tavernen aneinander. Kleine Gassen führen in die Altstadt, die sich mit Palästen und Kirchen- bauten wie eine Theaterkulisse über der smaragdgrünen Hafenbucht auf- türmt. Nach Sonnenuntergang über der Adria ist Chillen in der Beach Bar Buba,imMarinetaoderimNachtclub Petar Pan angesagt. www.visitsplit.com BLITZ! In der Altstadt von SplitDas 1997 eröffnete Guggenheim-Museum Südliche Romantik bei Bilbao WORT:UWESCHIEFERDECKER/BILD:UWESCHIEFERDECKER,TORSTENREINECK Städtereisen (Teil 8) Auf in den Süden Kein Land profitiert stärker von den aktuellen Verschiebungen der Touristenströme als Spanien. BLITZ! stellt mit dem baskischen Bilbao eine außerordentlich spannende Kulturstadt jenseits der ausgetretenen Pfade vor. Ein anderer Gewinner ist Kroatien, wo sich die dalmatinische Adriaküste erfolgreich als preisgünstige Alternative zur Partyinsel Ibiza positioniert.

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