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BLITZ-2016-09-Chemnitz

BLITZ! Laufsteg, Shoppen, Party Zwickau kommt in Mode Beteiligten sich an der ersten Zwickauer Mercedes Fashion Night im Jahre 2011 rund 15 Einzelhändler und Modelabels, so sind zur Jubiläumsshow am 24. September 40 Geschäfte und Stores vertreten. Von 11 Uhr bis in die späten Abendstunden könnt Ihr die neuesten Modetrends und dementsprechende Kollektionen im Rathaus, in den Zwickau Arcaden und den diversen Mode- boutiquen begutachten und somit erfahren, was man im kommenden Herbst und Winter trägt. Angesagt haben sich prominente Gäste, wie Let's-Dance- Chefjuror Joachim Llambi (zum dritten Mal) und der kubanische Model- Choreograf Jorge Gonzalez (Foto). Mit dabei sind außerdem die bekannte Designerin Irene Luft und David Schirrmacher, Gründer des Labels Von Floerke. Den Höhepunkt des ereignisreichen Tages bildet die wiederum die Verleihung des Mercedes Fashion Night Awards an Absolventen der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau. www.kraussevent.de WORT: JW / BILD: SUNDANCE COMMUNICATIONS Pyro Games Spektakel am Stausee Dass Feuerwerk nicht gleich Feuerwerk ist, erleben wir am 7. Oktober am Stau- see Rabenstein. Ab 17 Uhr werden dort die Pyro Games veranstaltet, ein Spek- takel mit Pyrotechnik, Wettbewerb, Live-Musik, Interviews und Moderation. Be- sonders spannend wird es für die Besucher, wenn Deutschlands Feuerwerks- profis mit ihren extravaganten Pyro Musicals in den Wettkampf um die goldene Trophäe der Feuerwerkskunst treten. Ein Zauber aus warmem Goldregen, far- benprächtigem Höhenfeuerwerk und atemberaubenden Spezialeffekten wird das Publikum begeistern. Eingebettet sind die Pyro Games auch dieses Jahr wieder in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Neben den außerge- wöhnlichen Pyro Musicals stehen Bands wie Rose Bogey's oder Les Bummms Boys sowie eine gigantische Feuershow im Mittelpunkt des Abends. Ein weite- res Highlight ist die atemberaubende Licht- und Lasershow des Multimedia- Laser-Feuerkünstlers Jürgen Matkowitz (Apollo Art of Laser and Fire). www.pyrogames.de WORT: P.D. / BILD: ANDREAS FRANKE 4 Satire Dr. Winters Kolumne Greensleeves in Portugal Liebe Freunde, seid Ihr schon einmal von einem Straßenmusiker verfolgt worden? Ja? Ich auch. Im Urlaub in Portugal. Portugal ist ein fabelhaftes Land. Es gibt Sonne und den Atlantik und bizarre Höhlen aus Sandstein am Ufer. Und wenn man bei Ebbe am Strand ist, hat man das Gefühl, sich unterhalb der Wasseroberfläche zu befinden. In Portugal gibt es aber auch unglaublich schräge Straßenmusiker. Sie kommen alle aus England und wirken total überfordert und gestresst. Einige von ihnen sehen aus wie Verschwörungstheoretiker auf YouTube, Ihr wisst schon, dürre, ältliche Männer mit fusseligem Bart und einem nicht enden wollenden Pferde- schwanz. Sie spielen "Heart of Gold" auf einer Blockflöte und tragen T- Shirts, deren Ärmel so weit sind, dass mindestens fünf Arme hindurch pas- sen. Den meisten von ihnen wird Geld gegeben, damit sie nicht spielen. Damit ist jedem gedient. Weil alle haben, was sie wollen. Die einen das Geld, die anderen ihre Ruhe. Aber es gibt auch andere, wenig einsichtigere Exemplare von Straßen- musikern. Die spielen einfach weiter. Verschrobene Instrumentalisten, die mit ihrer Musik andere Menschen erschrecken wollen oder die Absicht verfolgen, ihnen den Abend zu verderben. Von oben bis unten tätowierte Rockgitarristen, die einen mit Songs wie "Music Was My First Love" oder "Bed of Roses" quälen. Ein besonders ausgeprägtes Beispiel dieser Gat- tung habe ich kennengelernt. Es war eine extrem dürre Musikerin mit halblangem, durchsichtigem Haar. Jeder Urlauber hatte Angst vor ihr, jeder. Weil sie so penetrant sein konnte. Sie spielte Geige. Dabei nahm sie eine der ungewöhnlichsten Körperhaltungen ein, die bei einer Geige- rin vorstellbar sind. Sie stand mit beiden Füßen fest auf dem Boden und streckte das rechte Bein sehr weit nach vorn, während sie das linke ange- winkelt nach außen beugte. In dieser Stellung federte sie leicht in den Knien. Das sah alles andere als schön aus. Manchmal hielt sie die Geige nur mit ihrem Kinn fest und ruderte mit beiden Armen in der Luft herum. Wenn sie spielte, geriet sie in eine ungeheure Erregung, Nervosität. Dann steigerte sich das Federn zum Hüpfen und ihr Arm ließ den Bogen in einer derartigen Ekstase über die Saiten säbeln, dass man um die Unversehrt- heit all jener Personen fürchten musste, die sich nicht vorsorglich in Si- cherheit gebracht hatten. Bekleidet war sie mit viel zu weiten Leggins, einem rosa Unterhemd und Ba- delatschen. Ihr Repertoire bestand aus zwei Titeln: "Greensleeves" und "Greensleeves". Und dann noch einmal "Greensleeves" in einer stark be- schleunigten Fassung. Allerdings spielte sie die Lieder mit einem derartigen Zorn, dass sie niemandem gefielen. Außerdem fluchte sie die ganz Zeit hin- durch und beschimpfte die Zuhörer, wenn diese ihre Darbietung nicht fi- nanziell honorierten. Nach dem letzten Ton ging sie von Tisch zu Tisch, hielt eine Art Klingelbeutel in die Höhe und starrte einem solange in die Augen, bis es schmerzte. Wenn man stark blieb und ihr kein Geld gab, begann sie sofort wieder zu spielen. Wenn ihr jemand Geld gab, nahm sie die Verfol- gung der betreffenden Person auf, um durch eine nochmalige Aufführung von "Greensleeves" eine weitere Spende zu erzwingen. Manchmal, wenn man glaubte, sie abgeschüttelt zu haben, sprang sie aus irgendeiner Sei- tengasse hervor, nahm ihre Geige und spielte "Greensleeves". Wenn ich seitdem irgendwo "Greensleeves" höre, renne ich instinktiv weg. Aber davon einmal abgesehen: Portugal ist wirklich großartig! EUER DOKTOR MCKENNIT WILLIAMS WINTER

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