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BLITZ-07-2016-THUERINGEN

BLITZ! egapark Erfurt Sommer voller Höhepunkte 50JahreLichterfest-dasJubiläumistdemegaparkErfurteinbesonderesFestwert. Zwei Tage lang, am 12. und 13. August, hüllt sich Thüringens größter Garten- park nicht nur in geheimnisvolle Lichter, es wird auch ein großes Showprogramm geboten. Fünf Bühnen werden bespielt. Das musikalische Spektrum reicht dabei von Swing über A Cappella bis hin zu Multimediashows mit Lichtkostümen und klassischem Big-Band-Sound. Beleuchtete Walk-Acts, pantomimisches Theater, Ballett und eine Feuershow sorgen dafür, dass die Zeit wie im Fluge vergeht. Neu ist die Chillout-Area. Hier können sich Besucher an beiden Tagen bei Cocktails und Musik entspannen, bevor sie wieder auf Entdeckungsreise gehen. Die Karten für das Ereignis gibt es bereits. Außerdem laufen bis 21. August die Hängemattenwochen in Erfurts Gartenparadies, u.a. mit The American Way of Picknick am 31. Juli sowie dem Picknick an der Waterkant am 21. August, jeweils mit Live-Musik und Show-Acts. www.egapark-erfurt.de WORT: P.D. / BILD: CHRISTIAN FISCHER Chris de Burgh in Thüringen Bezahlen oder nicht? Chris de Burgh (Foto) reist diesen Sommer nicht mit Band, sondern mit seinem Keyboarder Nigel Hopkins von Bühne zu Bühne. Zu zweit präsentieren sie die Lieder der im September erscheinenden neuen CD so, wie sie komponiert worden sind - zur Akustikgitarre und mit Klavierbegleitung. Ganz sicher werden wir aber auch die alten Hits des irischen Adligen zu hören bekommen, u.a. "Don't Pay The Ferryman", wobei nicht nur uns durch den Kopf geht: Warum eigent- lich sollte man den Fährmann nicht (im Voraus) bezahlen? Profane Antwort: "Damit er einen auch wirklich übersetzt! Hätte er sein Geld schon, könnte er sich die Fahrt sparen." Romantische Antwort: "Einem Märchen zufolge möchte der Fährmann wissen, wie er erlöst werden kann. Indem er zuerst an Land geht und so seinen Job an den Gast im Boot weitergibt. Der Gast jedoch, der das weiß, springt ans Ufer, ehe er's dem Fährmann verrät ..." Termine sind der 27.Juli in Erfurts Alter Oper und der 30. in Merkers im Erlebnisbergwerk. www.dasdie.de WORT: PF / BILD: DAN SCHNEIDER 4 Satire Kudernatschs Kolumne Haarige Hobbitfüße Neulich war ich beim Rundfunk und musste auf die Toilette. Vorbei am Hörspielstudio, wo gerade Promi XY einen Text für ein Feature aufsagte. Manche Schauspieler bringen ihren Hund mit ins Studio, Promi XY brachte seinen Sohn mit. Den habe ich aber nicht gesehen, denn ich muss- te ja auf die Toilette. Bei den Herren war das eine Klo nicht gespült. Aha, dachte ich mir, das könnte der Sohn von Promi XY gewesen sein. Mit fünf- zehn Jahren haben Jungs andere Träume, als Inschriften wie "Bei Strei- fen von Würsten bitte bürsten" zu folgen. Darum droht man ihnen in einem gewissen Alter, das ich bald erreiche, mit dem Stock hinterher. Beim Rundfunk öffentlich-rechtlicher Art gibt es gestütztes Essen. Das heißt, dass das Essen wie in jeder Betriebskantine nicht so viel kostet, wie es kosten müsste, um - sagen wir - richtig gut zu schmecken. Darum schmeckt es nicht nur nicht, sondern es ist scheinbar generell nicht gut, so dass die Leute, die da zu tun haben, ganz viel auf die Toilette müssen und dann dort zu tun haben. Das geht jetzt aber nicht, denn eine Kabine gehört mir. Dieser Notdurft-Trend beim Rundfunk reicht bis zur "Tages- schau". Die schöne Judith Rakers und der Jan Hofer sind betroffen. Früher hatten sie es leichter. Da sah man nur den Oberkörper von ihnen - und sie konnten im Unterrock oder im Schlüpfer arbeiten oder mit Eimer unten drunter. Bei Durchfall kann sowas praktisch sein. Da läuft die Sendung schön flüssig durch. Heute geht das nicht mehr oder die Praktikanten müssen die Sauerei weg- machen. Spätestens, wenn der Wetterbericht kommt. Denn danach schwenkt die Kamera um - und man sieht, wie die Sprecherinnen und Sprecher hinter dem Ansagetisch stehen. Man sieht sie vollständig mit ihren Beinen und Füßen. Daher müssen sie komplett korrekt bekleidet sein. Schlabberhose und Crocs gehen da nicht. Denn nachher hat zum Beispiel die schöne Judith haarige Hobbit-Quadratlatschen - und solche Eindrücke lenken dann doch sehr vom Nachrichtengeschehen ab. Mein Kumpel Micha findet das nicht ausreichend. Er hat ganz andere Sorgen. So sollten die Sprecherinnen und Sprecher zu Beginn der "Tages- schau" niemals "Guten Abend!" sagen. Denn was dann folgt, sind meist grausige Nachrichtenmeldungen aller Art, und der gute Abend ist im Eimer. In so einem Eimer, wo früher der Durchfall drin war, denke ich. Micha meint, man sollte die Zuschauerschar einfach neutral begrüßen, um den guten Abend nicht zu verderben. Ich halte dagegen, dass das doch nichts an den Nachrichten ändern würden. Die hätten vermutlich weiter nichts mit einem guten Abend zu tun. Micha sagt, wenigstens hätten die von der "Tagesschau" dann nicht auch noch das Gegenteil behauptet. Ich befürchte, Micha ist kompli- ziert, aber ich leite diesen Vorschlag hiermit öffentlich an die ARD wei- ter. Die kann gern in diversen Ausschüssen darüber diskutieren, was vor- aussichtlich Jahre dauern wird. Denn in Kennerkreisen stehen die Buch- staben ARD längst für "Alle reden durcheinander". Darum weiß ich nicht, ob Micha das Ende dieser Diskussion noch miterleben wird und irgendwann niemand mehr "Guten Abend" sagt. Vielleicht steht ein spä- tes Dankeschön auf seinem Grabstein. Solche Gedanken kommen einem nach dem Kantinenessen beim Rund- funk auf dem Klo. Nur weil vielleicht der Sohn von Promi XY nicht gespült hat. Wer sonst? Wenn ich den erwische! WORT: ANDRÉ KUDERNATSCH / BILD: ELC

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