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BLITZ-07-2016-HALLE

10 Magazin ...undeinerlangjährigintensivenKung- Fu-Ausbildung, aus der er später seine eigene, auf Europäer zugeschnittene Stilrichtung entwickelte. Er träumte von einem eigenen Kung-Fu-Studio. Heute arbeitet er mit der Landesregierung engzusammenundsitztimBeiratfürIn- tegration. Kung Fu und Jugendarbeit sind zwei Faktoren, die Cuong Chu Tan erfolgreich miteinander zu ver- knüpfenverstand.TrainierteerzuDDR- Zeiten anfänglich kampfsportinteres- sierte junge Menschen in Schulturnhal- len, so richtet er sein heutiges Augen- merk vermehrt auf Projekte zur Ge- waltprävention, vermittelt durch seinen langjährigen Freund Dr. Karamba Diaby (SPD) und teilweise landesfinan- ziert.2012wurdeCuongChuTanauf- grund seines Engagements von den Schirmherren des Netzwerkes für De- mokratie und Toleranz Sachsen-Anhalt in einen zweiundzwanzigköpfigen Gremiumsbeirat berufen, wo er als Sprachrohr zwischen Halle-Jugend und Landespolitik fungiert. Eine Auf- gabe, die nicht nur sehr viel Verant- wortung mit sich bringt, sondern ihm auch große Freude bereitet. Selbst vor einigen Jahren an Sarkoi- dose erkrankt, wehrte sich Cuong Chu Tan gegen die dauerhafte Einnahme von Cortison und dessen Nebenwir- kungen. Mit Blick auf die körpereigene Selbstheilung begann er an einem Konzept zu feilen, das ihm tatsächlich half, wieder völlig gesund zu werden. Dieses Konzept, bestehend aus geziel- ten Bewegungen, Atemtechnik und einem Trunk, gemixt aus asiatischen Wurzeln und Kräutern, bildet die Grundlage seiner neuen Vision - einem asiatischen Gesundheitszentrum. In dieser Begegnungsstätte möchte er den Menschen vermitteln, wie sie mit der KraftihrerinnerenEnergiedenkör- pereigenen Selbstheilungsprozess an- kurbeln und vielleicht sogar auf Medi- kamente verzichten können. "Noi Cong Chu Tan" nennt der Großmeister die von ihm entwickelte Atemtechnik, die dort ansetzt, wo die Schulmedizin aufhört oder die Menschen sich in einer Abhängigkeit von Psychophar- maka und Drogen befinden. "Noi Cong Chu Tan" ist aber noch viel mehr als nur ein tägliches Sieben-Mi- nuten-Training. Es ist u.a. ein potenziel- les Mittel zur Burnout-Prävention, an- gewendet z.B. bei Führungskräften der Polizei oder auch in der Jugendarrest- anstalt Sachsen-Anhalt als erfolgreiche Maßnahme zur Impulskontrolle und gegenAggression."Menschenmitden unterschiedlichsten Beschwerden, ob Sodbrennen, Rückenschmerzen oder Depression, kann diese kombinierte AtemtechnikLinderungodersogarHei- lung verschaffen", erklärt Cuong Chu Tan und fügt hinzu: "Die Atemtechnik optimiert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit." www.vo-dao-vietnam.de WORT: C.C. BIELING / BILD: P.D. Cuong Chu Tan Selbstheilungskampfkunst Vor über drei Jahrzehnten kam Cuong Chu Tan als Jura- Student in die Saalestadt Halle, mit nichts weiter als ein paar persönlichen Sachen im Gepäck ... BLITZ! So in unserer Region das kühlende Nass Saale genannt wird, ist eine - im Kontext der einleitenden Worte - an deren Ufer gelegene, der Kunst ver- pflichtete Vereinigung eine Erwähnung wert. Der in der namengebenden Straße Nummer 23 verortete Kunstver- ein Talstrasse e.V. initiiert seit 1994 re- gelmäßig Ausstellungen und wandelt noch bis 24. Juli auf den Spuren von RudolfSchlichter,einesHauptvertreters der Neuen Sachlichkeit, um sich im An- schluss dem Schaffen von Jean Lurçat zu widmen. IndiesemZugelotetderVerein,diever- schiedensten Facetten bedienend, ten- denzielle Aspekte zeitgenössischer Kunst aus - sicher habt Ihr auf Euren Kunsttrips schon einmal die seit 1997 quartalskonformherausgegebene Bro- schüre, befasst mit dem regionalen Kunstgeschehen - Galerien, Museen und mitteldeutsche Kunstvereine - in den Händen gehalten. Jean Lurçat (1892-1966), ab 1911 daseineoderanderekünstlerischeStu- dium,unteranderemimAteliervonVic- tor Prouve (Begründer der École de Nancy) absolvierend, hatte 1922 erste große Ausstellungen in Paris und New York und zählte in den 1950er Jahren zu den berühmtesten zeit- genössischen Künstlern Europas. Tapisserie (frz. für Wandteppich, Go- belin) bezeichnet einen Wandteppich mit bildlichen Darstellungen, dessen Schaffung unser Protagonist als Kunst- form wiederbelebt hat. Zu den frühe- sten erhaltenen mittelalterlichen Wer- ken der Bildteppichkunst (die Technik der Bildwirkerei war bereits im Ägypti- schen Altertum bekannt) gehört der TeppichvonBayeuxausdem11.Jahr- hundert. Darüber hinaus animierte Jean Lurçat keine Geringeren als Pablo Picasso und Henri Matisse zu einer Auseinan- dersetzung mit dieser Art von Kunst. Ebenso blieb der Osten Deutschlands dank einer 1955 gegebenen Schau imPergamonmuseumBerlinvomWerk des Jean Lurçat nicht unberührt, ge- nauerdessenKünstler.Sosahsichzum Beispiel ein Willi Sitte daraufhin zur Bil- dung einer Klasse für Bildteppichge- staltung an der "Burg" veranlasst. In der hochsommerlichen Schau in der Talstraße wird ab 11. August das Re- pertoire aus Gemälden, Zeichnungen und Gobelins Jean Lurçats den Ge- genstand dieses Angebotes einer hap- tischen Erkundungstour darstellen. Über diese Art der Vereinsbestrebun- gen hinaus besteht die Möglichkeit einer Mitgliedschaft, welche, neben einer Einladung zu jeglichen Veran- staltungen, der Möglichkeit des Er- werbs von Jahresausgaben und der Teilnahme an Kunstreisen, auch den kostenfreien Zugang zu Vorträgen, zu Lesungen und Diskussionen zum Inhalt hat. www.kunstverein-talstrasse.de WORT UND BILD: MARIO STORRECK Kunst in Halle Teppich am Wasser Eine Vielzahl der ansonsten im Einzugsbereich von BLITZ! Halle fest Verankerten zieht es - der Saison sei es geschuldet - gleich eines Rituals an das Wasser.

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