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BLITZ-07-2016-DRESDEN

7 Magazin Seit Anfang Juli stellen dort rund 200 Künstler aus 40 Ländern über 1.000 kuratierte Werke von Malerei bis Objektkunst auf über 20.000 Quadratmetern in den denkmalge- schützten Futter- und Kleinviehställen des ehemaligen Erlwein-Schlachthof- ensembles und der Messehalle 4 aus. Zu sehen ist junge, noch nicht eta- blierte Kunst ebenso wie bereits in- ternational anerkannte sowie künst- lerische Arbeiten von Flüchtlingen. Außerdem ist die Ostrale noch bis31. Juli mit 64 Dresdner Künstlern und Künstlergruppen zu Gast in der euro- päischen Kulturhauptstadt Wroclaw in der Browar Mieszczanski (Kultur- brauerei). Doch ausgerechnet im Jubiläums- jahr droht der Ostrale, welche das verlassene Areal neu belebt und als weltoffenen Kunstort weiterent- wickelt hat, das Aus. Der Grund: Die Futterställe mit ihrem besonderen Flair sind seit Jahren akut dem Ver- fall preisgegeben. Ihr maroder bau- licher Zustand lässt eine Öffnung für das Publikum nächstes Jahr nicht mehr zu, trotz jahrelanger Bemühun- gen des Fördervereins der Ostrale- Freunde. Die Futterställe befinden sich bislang im Eigentum der Stadt Dresden und eine Sanierung ist nicht in Sicht. "Die Ostrale soll aktuell ein Finanzie- rungskonzept für Kauf und Sanierung der Futterställe vorlegen. Benötigt wer- den nach unseren Vorgesprächen mit der Stadt dafür circa 4,5 bis 5 Millio- nen Euro. Diese können wir gar nicht aufbringen,wasderStadtbekanntist", sagt Ostrale-Direktorin Andrea Hilger. Es soll dem Vernehmen nach im Hin- tergrund bereits Gespräche über einen Verkauf an Dritte geben, worü- ber die Ostrale-Veranstalter trotz wie- derholter Nachfragen nicht informiert wurden. Dass die Ostrale dann eine marktübliche Miete aufbringen könnte für einen neuen Eigentümer, der mit einer Sanierung der Ställe auch kom- merzielle Interessen verfolgen würde, sei nicht realistisch. Damit bleibt ei- gentlich nur, einen neuen Standort zu suchen, so Andrea Hilger. Dazu Kai Schulz, Pressesprecher der Stadt Dresden: "In der Ostrale wird nach wie vor ein hohes Entwick- lungspotenzial gesehen. Wenn das Konzept vorliegt, kann über weitere mögliche Schritte gesprochen wer- den." Die Ostrale-Freunde haben be- reits einen von vielen Kulturschaffen- den und Unternehmen unterzeichne- ten Hilferuf zur Rettung der interna- tional ausstrahlenden Ausstellung im Ostragehege gestartet. Die Ostrale mit Begleitprogramm ist bis zum 25. September zu sehen. www.ostrale.de WORT: LILLI VOSRTY / BILD: TOBIAS KADE Ostrale: bis 25.09. Ostragehege Zehn Jahre Ostrale Hier droht das Aus Kunst schlägt Alarm. Unter dem Titel "Error: X" eröffnete zum zehnten Mal die Ostrale, sie zeigt internationale zeitgenössische Kunst im Ostragehege. BLITZ! Seit Jahren akut dem Verfall preisgegeben

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