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BLITZ-07-2016-CHEMNITZ

6 Magazin Von diesem Dreivierteljahrhundert hat er rund 65 Jahre dem Tanz gewidmet, für den der gebürtige Reichenbacher bereits im zarten Knabenalter ent- brannte. Obwohl dem Fleischerssohn davon nichts an der Wiege gesungen wurde,brachteeineTanzlehrerindiese Saiten in ihm zum Klingen. Dank der damit verbundenen Mitwirkung in ge- tanzten Märchenspielen oder bei Volkstanzgruppen stellten sich erste Bühnenerfahrungen ein. Fortan stand der als Berufung verstandene Berufs- wunsch fest: Sich tanzend durch das Leben zu bewegen! UmdiesemFernzielnäherzukommen, musste er jedoch zuerst einen "ordentli- chen" Beruf erlernen - den des Han- delskaufmanns, einer Profession, der der Jubilar auch noch während seiner ersten Jahre in Karl-Marx-Stadt bei der Schlossergenossenschaft nachging. Hierher war der junge Mann "ausge- wandert", um sich unter die Fittiche von Hildegard Köhler, einer Institution des Gesellschaftstanzes in Nachfolge von Ambrosius Weigand und Otto Lan- gelütje, zu begeben. NochheuteentsinntsichJürgenSchim- mel, mit welcher Begeisterung er da- mals seine erste Wohnung auf der Horststraße in Kappel bezog - fließend Wasser und Toilette (sofern man von einer solchen sprechen konnte) außen vor. All das störte den begeisterten Tanzeleven weit weniger als die seine Ausbildung unterbre- chende Einberufung zur Armee. Nun stand statt der tänzerischen die "mi- litärischeKörperertüchtigung"aufdem Programm. Nach erfolgreich absolvierter Prüfung nahm Hildegard Köhler den frisch ge- backenen Tanzlehrer als Teilhaber in ihre Schule auf. Im Jugendklubhaus "Fritz Heckert" arbeitete Jürgen Schim- mel als Ensembleleiter und gründete dort 1966 den Tanzklub "Orchidee", eine "Kaderschmiede", aus der etliche Spitzenpaare hervorgingen. Er selbst wurde gemeinsam mit Hildegard Köhler zu Auftritten im Fernsehen der DDR eingeladen. Die gesellschaftlichen Umbrüche in un- serem Land, die für so manche kultu- relle Einrichtung das Aus bedeuteten, hat die Tanzschule nach anfänglichen Schwierigkeiten mittlerweile erfolg- reich gemeistert und ihren Wirkungs- kreis beträchtlich erweitert. Anlässlich des175jährigenBestehensdesInstituts durfte sich das Geburtstagskind 2008 in das Goldene Buch der Stadt Chem- nitz eintragen. Momentan freut er sich schonaufdieam17.Septemberinder Stadthalle über die Bühne gehenden Deutschen Meisterschaften seiner Zunft. www.koehler-schimmel.de WORT UND BILD: JOACHIM WEISE Ball mit Tanzturnier um die Deutschen Meisterschaften: 17.09. Chemnitz, Stadthalle Jürgen Schimmel Tanzend durchs Leben Spricht man von Gesellschaftstanz in Chemnitz, darf der Name von Jürgen Schimmel nicht fehlen, der am 27. Juli seinen 75. Geburtstag feiert. BLITZ! BLITZ!: Wie bist Du zur Musik ge- kommen? Toni Kraus: Aufgewachsen bin ich in Johanngeorgenstadt als Sohn des ehemaligen Sängers der Randfichten. Dadurch bin ich zeitig mit Volksmusik in Berührung gekommen. Ich habe mit sechs Jahren schon mit Plattenvertrag auf der Bühne gestanden, 50 bis 60 Fernsehshows sowie über 200 Auf- tritte absolviert und zwei Alben aufge- nommen. Das war eine sehr anstren- gende, aber auch schöne Zeit. Dann habeich,umdasAbianzugehen,eine Pause eingelegt, aber 2012 schon wieder angefangen, Songs zu schrei- ben und mit meiner eigenen Band zu spielen und bin seit 2013 mit meinem Bandprojekt Toni unterwegs. BLITZ!: Soll die Musik mal Dein Haupterwerb werden? T.K.: Wir betreiben das jetzt schon ziemlich professionell und aufwendig, aber das kostet viel Energie und Kraft. Esistschonso,dasswirdasanstreben, auch um besser und intensiver zu ar- beiten. Auf der anderen Seite ist es besser, man hat einen Abschluss, um später nicht mal zwangsweise Musik machen zu müssen. Dann ist man nicht mehr kreativ. BLITZ!: Ist "Neuanfang" eine Abkehr von der Volksmusik? T.K.: Ja, schon. Ich habe alles selbst komponiertundgeschrieben.Esistganz andere Musik, rockig und jugendlich modern mit deutschen Texten. Im Titel- song geht es auch um einen persönli- chen Neuanfang in meinem Leben. BLITZ!: Gibt es musikalische Vor- bilder? T.K.: Ich bin von Jon Bon Jovi sehr angetan, weil mir die Musik sehr gut gefällt und weil er ein bodenständi- ger Mensch geblieben ist, auch pri- vat und nicht das brutale Rock-and- Roll-Leben mitgenommen hat. Sollte es irgendwann einmal den Erfolg bei uns geben, wünsche ich mir, dass ich auch so bodenständig bleibe. BLITZ!: Wie sehen Deine Zukunfts- pläne aus? T.K.: Wir wollen erstmal so viel wie möglich spielen und hoffen, den Leuten gefällt es. Vor Jahren, als wir die Single "Sommerregen" rausge- bracht haben, hatten wir 25 Leute zur Release-Party und jetzt zur Album-Release-Party waren 400 da. Wenn wir uns in drei Jahren ebenso steigern können, wären wir auf dem richtigen Weg. Am besten, Eure Leser hören mal ins Album rein und vielleicht entdeckten sie was für sich und kommen mal zu 'nem Kon- zert vorbei, denn wir haben auch eine ziemlich coole Show zur Musik. www.toni-musik.de WORT UND BILD: KARSTEN SPEHR Toni Kraus Ziemlich coole Show Im Juni erschien das Debütalbum "Neuanfang" des 19jährigen Toni Kraus, einigen sicher noch bekannt als ehemaliger Jungstar bei den Randfichten.

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