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BLITZ-06-2016-DRESDEN

Er war einst ein erfolgreicher Banker. Seitdem er nach einem Unfall aller- dings im Rollstuhl sitzt, ist aus ihm ein mürrischer, launischer, depressiver Mann geworden. Er ist auf Hilfe an- gewiesen, braucht Pflege. Da kommt Louisa, die so ganz anders ist als er. Sie kommt aus einer Kleinstadt, war zufrieden mit ihrem schlichten Leben, doch leider verlor sie ihre sie zufrie- denstellende Arbeit in einem kleinen Café. Und jetzt soll sie für ein halbes Jahr Will pflegen. Da sie unkompli- ziert auf ihn zugeht und kein Bedau- ern zeigt, verstehen sich die Beiden immer besser, verlieben sich letztendlich ineinander. Aber das Schicksal hat andere Dinge mit ihnen vor. Mehr dazu im Filmtheater Eures Vertrauens. Die Verfilmung beruht auf dem Bestseller von Jojo Moyes. In den Hauptrollen des tränenrührigen Stückes agieren Emilia Clarke (bekannt aus "Game of Thro- nes") und Sam Clafin ("Die Tribute von Panem"). BILD: WARNER BROS. 18 Kino Ein ganzes halbes Jahr Wer auf Blödel-Action steht, ist hier richtig: Bob war einst der Loser der Schule, dick, schwabbelig, unsport- lich und das ideale Mobbingopfer. Inzwischen ist aus ihm ein erfolgrei- cher CIA-Agent geworden, und er steckt mittlerweile in einem sportlich gestählten Körper. Allerdings braucht er bei seinem neuen Fall Hilfe und er- innert sich eines ehemaligen Mit- schülers und damaligen Sportasses. Allerdings ist der - man ahnt es - nun- mehr eine Art Langweiler, ängstlich und in seinem Beruf aufgegangen. Er ist Buchhalter geworden. Logisch, so einer hat eigentlich keine Lust auf Verfolgungsjagden und Schießereien, und deshalb sagt er beständig nein, wenn Bob ihn um Mithilfe bittet. Was der al- lerdings ignoriert, und so reitet er den Armen immer weiter in den Fall hinein. Regisseur Rawson Marshall Thurber bleibt sich und seiner Masche à la "Voll auf die Nüsse" und "Wir sind die Millers" treu. BILD: CLAIRE FOLGER/WARNER BROS. Central Intelligence Penélope Cruz hat hier die Rolle einer eigentlich starken Frau übernommen, einer arbeitslosen Lehrerin, die glück- lich ist, einen Brustkrebs überstanden zu haben und dann schwanger wird, nachdem sie eine neue Liebe gefun- den hatte. Doch dann kommt der Krebs zurück und die zweite Brust ist betroffen. Während andere den Kopf in den Sand stecken oder vor Selbst- mitleid zerfließen würden, kämpft sie. Die Cruz spielt - wie eigentlich immer - hervorragend. Sicherlich ist der Film insgesamt ein wenig zu lang, aber er hat auch seine Stärken - viele Themen sind einfühlsam miteinander verknüpft. Ein Melodram, das seine Hauptfigur nicht einfach beim Sterben begleitet und das sicherlich vor allem bei Frauen im Kino sehr gut ankommen wird. Irgendwie eine auch erfrischende Art, das Thema unkonventionell anzugehen. Und vor allem: Neben der Hauptdarstel- lerin agieren weitere überzeugende Schauspieler. BILD: MFA Ma Ma - Der Ursprung der Liebe Der abschließende dritte Teil der Edelsteintrilogie kommt nun in unsere Kinos. Die Fans scharren schon mit den Hufen. Wer die beiden Vorgän- ger nicht gesehen hat, wird sich nicht so leicht hineinfinden in die komplexe Geschichte. Die junge Zeitreisende Gwendolyn zweifelt diesmal daran, dass Gideon sie wirklich liebt, nicht vielleicht doch mit ihrem Gegenspie- ler unter einer Decke steckt. Als sie und Gideon allerdings eine erneute abenteuerliche Flucht in die Vergan- genheit antreten müssen, wird es wie- der spannend. Sie werden verfolgt, tanzen auf rauschenden Bällen und müssen immer auf der Hut sein. Und das mit der Liebe wird dann auch noch in den reichlich zwei Stunden Film geklärt. Die wahren Fans der Reihe werden wieder ihren Spaß daran haben, auch wenn es diesmal vielleicht ein paar Aspekte weniger in Sachen Mädchen- schwärmereien gibt, wie tolle Klamotten und schnuckelige Jungs ... BILD: CONCORDE Smaragdgrün All jene, die "The Broken Circle Breakdown" von Felix van Groeningen gesehen haben, werden sich garantiert noch sehr genau an diesen wunderbaren Film erinnern und ge- spannt sein auf sein neues Regiewerk. Diesmal geht es um zwei sehr unterschiedliche Brü- der, die aus einem heruntergekommenen Café eine angesagte Partylocation machen. Es scheint lange nur steil nach oben zu gehen, bis sich die ersten Risse zeigen, die unter- schiedlichen Ansichten der Brüder auch das ganze Projekt zum Einstürzen zu bringen dro- hen. Der Rausch ist vorbei, sie müssen sich zusammenfinden oder drohen unterzugehen. Tolle Musik auch diesmal wieder, super Bilder, van Groeningens Handschrift ist deutlich zu erkennen, aber die Geschichte ist so anders, weniger zu Herzen gehend, lässt den Zu- schauer streckenweise außen vor. Dennoch: Auch mit "Café Belgica" beweist der Regis- seur erneut sein beachtliches Talent! BILD: PANDORA Café Belgica filmtipp des monats BLITZ! WORT:CAROLAKINZEL

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