Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

BLITZ-05-2016-HALLE

Magazin Was vermag, in Bezug auf die Ma- chenschaften des Monats voller Wonne, das Stichwort "neu" be- dienend, ein Besuch beim Friseur nach sich ziehen? Der Eine oder die Andere assoziiert diesbezüglich Be- grifflichkeiten wie Outfit und Lebens- gefühl, doch weniger Kunstgenuss?! Im Salon von Ariane und Andreas Garzareck und in der benachbarten Brillenhalle erhalten wir dieser Tage die "News" in Sachen Kunstgesche- hen in der Saalestadt. Zu diesem Zweck verwandelten sich im Vormo- nat die Geschäftsräume in eine Ga- lerie - zur Eröffnung der Kunstaus- stellung eines Bildhauers und Ma- lers, der seit vielen Jahren mit den In- habern befreundet ist und sagt: "Bei einem der letzten Besuche bemerkte ich, wie viele meiner Kunststücke sie ihr eigen nennen!" (Pate für die allgegenwärtige Be- grifflichkeit der Galerie stand im Übrigen die Galleria, ein Bogen- gang, ähnlich einer Loggia inner- halb der Kubatur eines Gebäudes, im Obergeschoss der Uffizien in Flo- renz, den das Herrschergeschlecht der Medici seit dem 16. Jahrhundert zur Ausstellung seines Kunstbesitzes nutzte.) Besagter Künstler, Vesselin Jelev, seinerseits Werkstattleiter des Glasressorts der "Burg", wurde im Jahre 1961 in Sofia geboren, brach 1986 sein Kunststudium dort ab, übersiedelte nach Deutschland, stu- dierte Glasgestaltung in Halle sowie 1994-99 Malerei und Grafik - pa- rallel zur leitenden Tätigkeit in die- ser hallischen Institution. Bild und Skulptur gewordene Fanta- sien, in Aquarell und Bleistift, aus Bronze und Glas, mystisch und voller Leben, spiegeln seine Faszi- nation, ein Brennen für die holde Weiblichkeit wider - dem einzig wahren Sujet, in einer Art Zerrissen- heit und Idealisierung mit einem Quäntchen Morbidität, Leben und Tod und die berüchtigten zwei Sei- ten der Medaille thematisierend. Scheinbar unvollkommen oder aber schlichtweg perfekt? Material- und Maltechnik verleihen, Akzente set- zend, der Kunst die nötige Tiefe, las- sen den Werken ausreichend Raum für das Einbringen der Einzigartig- keit eines jeden Betrachters, für die Vollendung des Objektes, welche sich erst in der Interpretation des Er- blickten vollzieht. Findet sich in der Intension des Künstlers ein Stück weit Kritik an all dem Streben nach Vollkommenheit, in Gewissheit einer Gefahr der Lan- genweile? Oder schwingt hier das gespaltene Verhältnis zu Themen wie Abschied, welcher bei Fertig- stellung einer Sache zugegen ist, mit? Findet es heraus! Begebt Euch in den Bann der Expo- nate, werdet Teil dieser Kunstma- schinerie, temporär noch weit bis in den Sommer hinein. Doch müsst Ihr Euch auch danach Vesselin Jelevs Werken nicht zwingend entziehen, denn wenn Ihr, über das nötige Kleingeld verfügend, das ein oder andere Objekt der Begierde ersteht, dann habt Ihr es für Euch! wwww.garzareck-cuc.de WORT UND BILD: MARIO STORRECK Kunst in Halle Nicht nur die Haare gut Unser Kunstbeobachter Mario Storreck weilte diesmal beim Friseur, genauer gesagt in einer Galerie der Künste und der Schönheit in der Schmeerstraße. BLITZ!

Seitenübersicht