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BLITZ-05-2016-HALLE

6 Magazin Im ersten Moment erscheint es mir nicht unbedingt einladend. Doch dann gehe ich ein paar Schritte weiter und biege in eine kleine Sei- tenstraße ab. Hier sieht das Leben schon ganz anders aus. Große Bäume säumen den Gehweg und die Mehrfamilienhäuser erstrahlen in warmen Erdtönen. Es gibt viele Gründe, in der südlichen Innen- stadt zu wohnen. Zum einen wäre da die attraktive Nähe zur Altstadt wie auch die erschwinglichen Mie- ten. Das Viertel lockt aber ebenso mit der Saale, an der man an war- men Sommertagen gerne verweilt und die Sonnenstrahlen genießt. Heute nehme ich allerdings einzig und allein die Liebe zum Anlass, Lars und Alex einen Besuch abzu- statten. Die Beiden lernten sich bei ihrer Arbeit im Callcenter kennen und verliebten sich ineinander. Alex lebt seit vier Jahren mit ihren beiden Kindern in der hübschen Vier-Raum-Wohnung. Lars hinge- gen wohnte längere Zeit in Die- mitz, bis er kurzerhand seine Woh- nung kündigte und vor wenigen Monaten zu Alex zog. "Es war ein ganz schöner Stress, der mit dem Umzug einherging. Schließlich hat- ten wir fast alle Möbel doppelt und mussten einiges verkaufen. Lang- sam kehrt endlich wieder etwas Ruhe ein", erzählt er. Die Möbel für das Wohnzimmer sind gerade erst aufgebaut wur- den und harmonieren wunderbar mit der lilafarbenen Wand. Auch der niedliche kleine Erker bleibt mir nicht verborgen. Die Wohnung besticht durch zwei schöne Bal- kone, wobei der größere wie eine Lounge eingerichtet ist, in der man wunderbar draußen sitzen, grillen und bei langen Gesprächen die Zeit vergessen kann. Jedes Kind hat überdies seinen eigenen Be- reich, der liebevoll gestaltet ist. "Wir freuen uns alle schon riesig auf das Wochenende. Dann kön- nen wir unseren Mischlingswelpen endlich abholen." Im Flur entdecke ich unzählige Bil- der von der Familie und Freunden an der Wand. Man merkt sofort, dass hier glückliche Menschen wohnen. Bevor ich gehe, platzie- ren sich Alex und Lars auf ihrer mo- dernen Wohnlandschaft, damit ich sie fotografieren kann. Die Couch bezeichnen sie aus Spaß als Scho- getten-Sofa, da sie aussieht wie eine Tafel Schokolade. Beim Ge- danken daran fängt auch mein Magen langsam an zu knurren, und ich mache mich auf den Weg zum besten Griechen der Stadt, um mir den Bauch vollzuschlagen. Als ich aus der Haustür trete, stelle ich fest, dass die dicken Regen- wolken von einem rosafarbenen Schleier am Himmel abgelöst wur- den. Ich träume vom Sommer und komme nicht umhin, mir ein Lächeln zu verkneifen. WORT UND BILD: SARAH TANTZ Wohnen in Halle Auf dem Schogetten-Sofa Auf meinem Streifzug durch das Glauchaviertel entdecke ich hier und da leerstehende Häuser mit Graffiti an den Wänden. BLITZ! Schließlich hatten wir fast alle Möbel doppelt

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