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BLITZ-05-2016-DRESDEN

BLITZ! Amphitryon Spiel um Schein und Sein Frau Nacht schiebt einen kugelrunden Mondkinderwagen am Sternenhimmel entlang. Sie ist die Komplizin des Gottes Jupiter, der in Gestalt des Feldherrn AmphitryoneineLiebesnachtmitdessenFrauAlkmeneverbringt.WasistWahrheit und was bleibt vom Ich, wenn ein Anderer den eigenen Platz einnimmt? Dem geht die Komödie "Amphitryon" von Molière nach, die an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere hatte. Zu erleben ist eine Verwechslungskomödie voll doppelbödigemWitz,LeichtigkeitundTiefsinnüberScheinundSein,Liebe,Betrug, Wahrheit und Selbsttäuschung unter der Regie von Peter Kube. Eine Tür und ein Bett markieren Besitz und Begehrlichkeiten, wer gerade drinnen oder draußen steht, wie sich alles ins Gegenteil verkehrt und nichts mehr selbstverständlich ist. Der kraftprotzende Feldherr Amphitryon (Sascha Gluth) kommt nach siegreicher Schlacht nicht in sein eigenes Haus und sucht erbittert das Geheimnis um seinen Doppelgänger (galant-gerissen: Matthias Henkel) zu lüften, der seine Frau Alkmene verführte (gefühlsstark: Julia Vincze). WORT: LILLI VOSTRY/BILD: HAGEN KÖNIG Uni-Tag an der TU Dresden Tag der offenen Türen Wie weiter nach dem Abi? Antworten gibt es beim Uni-Tag. Von Architektur über Germanistik bis Zahnmedizin reicht die Auswahl der Studiengänge. Mit 129 Studiengängen verfügt die TU Dresden über ein Fächerangebot, das alle Wissen- schaftsdisziplinen umfasst. Im Hörsaalzentrum, dem zentralen Veranstaltungsort, präsentieren am 28. Mai (9.30 bis 15 Uhr) Fakultäten, Fachrichtungen und zentrale Einrichtungen diese Vielfalt. In Vorträgen und an Ständen wird über Studienmöglichkeiten und Forschungsaktivitäten informiert. Fragen zur Bewer- bung, zur Studienfinanzierung, zum Wohnen und viele weitere rund um das Studium werden beantwortet. Die Türen der Institutsgebäude sind geöffnet. Ein kostenloser Bus-Shuttle pendelt zwischen Hörsaalzentrum und den dezentralen Veranstaltungsorten. Zusätzliches Highlight im Begleitprogramm sind die 5. TUD Campus Classics, eine Rundfahrt mit Klassikern der Automobilgeschichte. Von 9 bis 11 Uhr stehen die historischen Wagen hinter dem Hörsaalzentrum. tu-dresden.de/unitag WORT: P.D./BILD: TU DRESDEN 4 Satire Vorsicht, Thiel! Jetzt kommen Bodenampeln Endlich! Deutschland testet Bodenampeln, um Menschen, die beim Gehen in ihr Smartphone vertieft sind, an gefährlichen Straßenbahnübergängen zu zeigen, dass da ein gefährlicher Straßenbahnübergang ist. Gibt es etwa auch ungefährliche? Fahren da Soft-Bahnen, die beim Aufprall nicht so wehtun? Aber ich will nicht kleingeistern oder rumspießen, es geht ja um eine tolle Sache: Die Ampel im Fußweg, die es dem Smartphonisten er- möglicht, seinen Blick nach unten auf das Gerät gerichtet zu lassen und die- sen nicht wegen einer Bahn, eines Busses oder anderer Nebensächlich- keiten des Straßenverkehrs heben zu müssen. Zumal es unverzeihlich wäre, wenn man seinem Kumpel schreibt, dass die "Alte abging wie eine Sau" und dann wegen des Verkehrs die Antwort des Kumpels verpasst. Oder die Cheyenne schreibt der Dakota, dass der "Typ gestern so was von, na Du weißt schon …" und beim sehnsüchtigen Warten auf die Antwort der Da- kota, muss sie kurz hochschauen, bloß weil der Bus auf der selben Straße fährt, auf der sie gerade was eintippt. Das lenkt doch ab! Außerdem gibt es dann Stress, wenn der Scheiß-Bus die Cheyenne umfährt und Anwälte herausfinden müssen, warum der Busfahrer nicht aufgepasst hat. Tatsache ist, dass mit der Bodenampel der richtige Weg, weg von der Eigenverant- wortung, eingeschlagen wurde, den übrigens Sachsen geebnet hatte. Als zu wenige Schüler auf Grund der Bildungsempfehlung das Gymnasium besuchten, ist man nicht dem Irrglauben aufgesessen und hat die Schüler besser gemacht. Nein, man hat die Kriterien geändert, damit man mit einer gefühlten 4+ immer noch aufs Gymnasium konnte. Das ist aber auch ein Druck, der auf den Schülern lastet. Sie sollen früh zu einer festgelegten Zeit erscheinen, müssen dann vor acht Uhr schon denken, sollen dabei sitzen, können nicht talken, dürfen in den Pausen nicht rauchen oder kiffen und müssen sich dann auch noch einem bescheuerten Bewertungssystem stel- len. Krass! Das geht später weiter! Immer noch wird von Autofahrern eine abgelegte Fahrprüfung verlangt. Warum gibt es keine Fahrspuren, für die, die dazu keine Zeit oder es schlicht vergessen hatten? So genannte Reuss-Spuren. Am Ende fahren die besser als die Typen mit Fahrerlaubnis, die auf der linken Spur bei etwa 200 Sachen so viele Leben gefährden, dass selbst Terroristen neidisch wer- den. Okay, sie warnen die anderen Teilnehmer immer durch optische oder akustische Signale. Allerdings manchmal erst, wenn man schon fünf Se- kunden vor ihnen fährt und sie darum auf 180 Sachen abbremsen mussten. Bloß weil man auch mal einen LKW überholen wollte. Da wünsche ich mir manchmal ein offensiveres Auftreten. Vielleicht könnten die Rundumleuch- ten und Sirenen bekommen, damit man schon an der Auffahrt weiß: Da hat es einer eilig. Aber zurück zu den Smartphonisten: Ich denke, da ist erst ein Anfang ge- macht worden, denn diese müssen immer noch gelegentlich hochschauen, wegen der Realität und so. Wie wäre es mit einer Reality-App? Auf der könnten sie ihr Umfeld live auf das Gerät holen. Zum Beispiel bei der Trau- ung. Sie müssten nicht den doofen Standesbeamten oder die Zukünftige anglotzen. Allerdings sollte man vorher die Zukünftige mal ranzoomen und kann nur hoffen, dass ihre virtuelle nicht von der realen Erscheinung ab- weicht, sonst erschrickt man fürchterlich, nur weil man einmal nicht hoch- geschaut hat … S isso! Ciao, Euer Mario WORT: MARIO THIEL / BILD: TOBIAS KADE

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