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BLITZ-05-2016-CHEMNITZ

BLITZ! Kindertag auf der Küchwaldwiese Gute Laune tanken Bereits zum 20. Male lädt der Verein Kraftwerk, diesmal für den 5. Juni ab 10 Uhr, Klein und Groß zu einer Kindertagsfeier ein. Auch diesmal heißt das Motto "Wir feiern den Kindertag international", und im Vorfeld dieses Ereig- nisses auf der Küchwaldwiese fand ein unterdessen beendeter Kreativwett- bewerb statt. Dabei konnten unsere Jüngsten erneut ihre Fähigkeiten beim Basteln, Malen, Collagieren u.a.m. unter Beweis stellen. Die Frage, wer dabei am erfolgreichsten war, wird am 5. Juni ein Vertreter der Oberbürgermeisterin beantworten. Und diejenigen, die keinen Preis gewonnen haben, sollten nicht traurig sein und dafür lieber an den zahlreichen Spiel- und Kreativständen gute Laune tanken. Auf dem Trampolin oder dem Rücken der zutraulichen Ponys stellt sich der Spaß von selber ein. Den Höhepunkt des Tages bildet das Bühnenprogramm, an dem rund 250 Kinder die Gäste mit ihren Darbietun- gen erfreuen werden. Bleibt nur zu wünschen, dass Petrus ein Einsehen hat. www.kraftwerk-chemnitz.de WORT: JOACHIM WEISE/BILD: LÀSZLÓ TÓTH Museumsnacht in Chemnitz Nachts in die Museen Am 21. Mai ist es wieder soweit. Dann laden 31 Museen, Galerien und Kultur- einrichtungenvon18bis1UhrzurMuseumsnachtein.AlszentralerAnziehungs- undTreffpunktempfiehltsichdabeidasTietz.HieristunterdemMotto"Horizonte öffnen" rund um den Versteinerten Wald ein Kultur-Jahrmarkt vorgesehen, bei dem Euch u.a. die Performances der "Windriders XXL" vom Helmnot-Theater mit einem atemberaubenden Feuerwerk verzaubern möchten. Das Stadtarchiv bietet Noten und Nachlässe verschiedener Komponisten zur Durchsicht an, und im Wasserschloß Klaffenbach könnt Ihr "Mit Herz, Hand und Verstand" nach- haltige Produkte begutachten und deren Produzenten befragen. Das Sächsische Fahrzeugmuseum (Foto) wirbt mit einer Fachbuchmesse zum Thema Technik und beweist Euch mit seiner Ausstellung "Zerstörte Träume - Unfallbilder aus der Vorkriegszeit", dass schon damals Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr nicht in jedem Fall beachtet wurden. www.chemnitz.de WORT UND BILD: JOACHIM WEISE 4 Satire Dr. Winters Kolumne Im Anorak am FKK Liebe Freunde, soeben bin ich aus Heringsdorf von einem Kurzurlaub in der Vorsaison zurückgekehrt. Wenn man in der Vorsaison Urlaub macht, bedeutet das, dass die Hotelzimmer sehr günstig sind, dass nirgendwo etwas los ist, und man unentwegt friert. Selbst wenn die Badebekleidung in den Schaufenstern der Boutiquen und Sportgeschäfte hin und wieder einen etwas sommerlichen Eindruck erweckt, bleibt es eine unumstößliche Tatsache, dass es einem unentwegt schrecklich kalt ist. Wenn man in der Vorsaison am Strand entlang geht, einem häufig noch mit großen Eisschollen bedeckten Strand übrigens, begegnen einem aus- schließlich Menschen, für die Begriffe wie Saison keine Bedeutung mehr haben. Sie haben graues Haar, graue Jacken und kleine graue Hunde, die keine Lust mehr auf Spaziergänge haben und von ihren Besitzern ge- schleift oder getragen werden. Im Gegensatz zu den Hunden bin ich al- lerdings jeden Tag hunderte von Kilometern am Strand entlang gewan- dert. Dabei hat sich in meinen Schuhen so viel Sand angesammelt, dass sich meine Schuh- bzw. Fußgröße von der 44 auf die 36 reduziert hat. Das ist sehr schmerzhaft gewesen. Trotzdem habe ich es bis zur Steilküste geschafft. Wenn man von der Steilküste auf das Meer blickt, leuchten die Schiffe ex- trem weiß am Horizont, was den Eindruck erweckt, da draußen würde immer die Sonne scheinen und es wäre nicht mehr sonderlich weit bis nach Afrika. Und an der Reling eines jeden Dampfers stünde ein angeketteter Elefant und auf dem Boden der Kapitänskajüte läge eine riesiges ausge- stopftes Krokodil und ein Matrose säße auf einem Ballen Baumwolle und spielte Mundharmonika. "Rolling Home" oder "Sailing", irgendetwas in der Richtung. Dann aber ziehen wieder Wolken auf und man wird sich plötzlich der Tat- sache bewusst, dass man sich in der Vorsaison befindet, der Zeit, in der die Leute mit Anorak, Mütze und Schal über den FKK-Strand laufen und nicht dafür bestraft werden, und in der die Eisverkäufer ohne finanzielle Rücklagen abends hungrig ins Bett gehen müssen. Alle warten auf die Hauptsaison, die Kellner, die wegen eines Gastes, der von 20 bis drei Uhr morgens mit einem Grog, den er sich immer wieder aufwärmen lässt, die Bar blockiert, die Animateure in der Hotellobby, die ihr Kinderprogramm an zwei polnischen Reserveoffizieren ausprobieren, ausgesprochen geduldigen Menschen, die alles über sich ergehen lassen und nur beim Schminken ein wenig protestieren, und die Verkäufer von Andenken, die von den Wünschen ihrer Kunden nach kleinen Schneemän- nern aus Treibholz überfordert sind. In der Vorsaison Urlaub zu machen, bedeutet, dass man absolut keine Kin- der sieht, und dass man sich an Regentagen mit der unglaublichen Misere unseres Daseins und einem großen Teil des Elends der ganzen Welt aus- einandersetzt, weil es immer noch schöner ist, als ins Freie zu gehen. An- dere vertreiben sich die Zeit, indem sie an einer Fischgräte herumwürgen, aber das ist schon etwas speziell. Und wieder andere begnügen sich damit, im Regen auf dem Balkon zu sitzen und sich darauf zu freuen, dass sie schon bald wieder ins Berufsle- ben zurückkehren dürfen. Jeder Urlaub geht schließlich einmal vorbei. Selbst der in der Vorsaison. In großer Vorfreude auf einen Urlaub in der Saison verbleibe ich Euer DOKTOR BANSIN KOSEROW WINTER

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