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Meteora

Meteora

Dresdner Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.



Meteora

Meteora

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Zeus ist mächtiger Göttervater mit Tendenz zum Schwerenöter und ein loyaler, fürsorglicher Patron. Zumindest durch die kulinarische Brille könnte man das so sehen, denn wo er auftaucht, werden griechische Erfolgs-rezepte geschrieben.
Im Geheimen wird über eine andere Erklärung gemunkelt. Die Vertreter griechischer Esskultur in Johannstadt könnten Absprachen mit der höchsten Instanz geschlossen haben, schließlich entführt diese gerade heimlich unweit des neuen Lokals in Bronze gegossen die hübsche Königstochter Europa. Aber ob nun loyal oder lüstern, nach 18jährigem Bestehen des Delphi erhebt Georgios Kotsidis und seine Mannschaft das Lokal in neue Höhen. Im Vorfeld wurde ein Konzept entwickelt, dass passgenau auf den Standort und die Wünsche der Gäste zugeschnitten ist. Klar, dass dieser Schritt in eine neue Zeit auch mit einem eigenen Namen einhergeht. Zwar steht die offizielle Umbenennung des Restaurants noch aus, die Kundschaft begeistert sich jedoch bereits seit dem 1. Januar an der neuen Philosophie des Meteora - was passenderweise "in die Höhe heben" bedeutet. Würde es allein um den Namen gehen, böte sich auch "Katharótatos" an, "aus dem Ei gepellt". Aus dem langbewährten Konzept des Vorgängers hat man sich nämlich nicht nur herausgeschält, man hat sich auch besonders fein herausgeputzt.
Bereits beim Betreten fällt der Blick auf heimatverbundene, farbensatte Kulissen, die erst kürzlich dem Pinsel eines griechischen Künstlers entsprungen sind. Zusammen mit passendem Kleinod und einer unbeschwert hellen, in Pastelltönen gehaltenen Gestaltung des Interieurs kommt man sofort in Urlaubsstimmung. Diese Liebe zum Detail strömt auch aus der neuen Küche und verspricht duftend, frisch zubereiteten Genuss. Nicht nur die Pflicht typisch griechischer Vorspeisen und diverser Gyros-Variationen wird hier sorgfältig angerichtet auf die Tische gebracht, auch die Kür einer ansehnlichen Zahl Fischgerichte sowie Filets vom Grill lassen schon beim Anblick den Geschmackssinn Sirtaki tanzen. Die Preise, beginnend bei 3,30 Euro für die Griechische Bohnensuppe über 8,40 Euro für den Meseteller bis hin zum Lammfilet für 17,60 Euro, fallen bei authentischem Flair und dem Fokus "Qualität" positiv ins Gewicht. Für die Heerscharen der Mittagsjäger aus der Umgebung lohnt sich ein Besuch besonders, denn entsprechende Angebote gibt es ab 6 Euro. Wer weiterhin dem klassischen Buffet nachhängt und Freunde davon überzeugen will, der wird auf Anfrage natürlich professionell unterstützt.
Einige letzte Umbauten und Gestaltungen werden noch vorgenommen, was den täglichen Betrieb von 11.30 Uhr bis 14 Uhr und 17.30 Uhr bis 23.30 Uhr keineswegs stören wird. Neben der Erneuerung des Fußbodens und Handgriffen am Mobiliar sind auch noch die Fertigstellung des Biergartens bis zum Sommer und ein Piano im Plan, denn es gibt Live-Musik einmal in der Woche. In weiser Voraussicht hat Georgios Kotsidis Platz für insgesamt 200 (!) Gäste geschaffen. Zünftigen Gesellschaften im ausgelassenen Kreis und Familienfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen steht also nichts mehr im Weg. Und wer die Runden für seine guten Freunde bestellt, dem sei die Haltestelle der Linien 6, 12 und 62 ans Herz gelegt.

Blasewitzer Straße 41
Tel.: 459 00 88


Meteora

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Wort: Tobias Heimbold / Bild: Tobias Kade