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Saloppe

Saloppe

Dresdner Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.



Saloppe

Saloppe

Saloppe


Schlagartig war der Sommer da - für manche im wahrsten Sinne des Wortes. Doch die Saloppe ließ sich davon definitiv nicht überraschen. Es scheint sogar, sie steht seit dem tiefsten Winter in den Startlöchern und legt jetzt ordentlich vor.
Am 29. April startet die Feiersaison. Mit Kopfhörerdisko und Saalparty wird auf feurigen Sohlen und mit viel Hüpfkunstpotenzial getanzt, bis es auch der Letzte verstanden hat: Die Saloppe-Saison 2017 ist eröffnet! Mit dabei sind das DJ-Team Berlin, verantwortlich für die lauten Feierbeats, sowie die DJanes Barbarella und Delüsches, die Euch mit internationalen Rhythmen beim "leise Tanzen" in der Kopfhörerdisko versorgen - das muss man erlebt haben!
Anschließend geht es Schlag auf Schlag. Das Saloppe-Jahr ist gespickt mit Highlights. Am 1. Mai steigt das Saloppe-Kultkonzert mit den Rockys, und Olaf Schubert ist am 13. Mai nach einem Jahr Pause mir der Großen Hörspielpräsentationsgala zurück. Wie jedes Jahr, hat er seinen Kasperletheaterintendanten Heiko Schmerbach im Schlepptau, mit dem er erwartungsgemäß nicht nur Flachsraketen abfeuern wird. Unser Tipp: Immer schön in Deckung gehen! Seid dabei, wenn Olaf Schubert eine Auswahl seiner genialen Hörspieldialoge verkaspert! Manchmal sind es Meisterwerke, manchmal aber auch nur komplette Fragmente! Wie produziert der Mann eigentlich den genialen Trash, gibt es da ein Manuskript? Wir haben bei Olaf nachgefragt: "Jetzt ja, früher nicht. Wir haben vor vielen Jahren in einer pseudoschwulen WG gelebt - ohne Homosexualität, dafür mit Küchendienst. Schmerbach brachte eines Tages ein Vierspurentonband mit und ich habe es widerrechtlich missbraucht! Die Wortgefechte entwickeln sich oft erst vor dem Mikrofon." Klägliche Effekte und eine komplett fehlende Dramaturgie sollen die Sache abrunden ...
Die Dirty-Dancing-Reihe "Eng umschlungen" wird fortgesetzt, das 17. Seifenkistenrennen steht an und das Straßenmusikfestival La Strada jährt sich. So richtig steil dürfte es am 22. Juli gehen, wenn 250 Jahre (!) Saloppe gefeiert werden. Das klingt, als hätten wir das Beste herausgesucht? Keineswegs. Schaut Euch unbedingt das komplette Programm auf der Website an und haltet den Kalender bereit! Für spontane Ausflügler eignet sich die Saloppe ebenfalls hervorragend. Vor allem dienstags zur After-Work-Open-Air-Veranstaltung. Das Gelände bietet im botanischen Sommerklub mit Tanzdiele musikalische Unterhaltung vom DJ, sowie Gemütlichkeit im Zirkuswagen und Lagerfeuerstimmung auf einer der "Spielwiesen" in idyllischer Natur. Einen Bewegungsausgleich zum Büroalltag verschafft ihr Euch bei Tischtennis und Kicker, gemixte Drinks und leichte Kost vom Grill oder aus der Küche machen alle glücklich.
Wer seine hart verdiente Freizeit lieber für sich und unaufgeregter genießt, der findet ab 17 Uhr (Samstag und Sonntag ab 12 Uhr) täglich wechselnde Gerichte und immer wieder mal eine Neuigkeit vor. Dieses Jahr wurde z.B. das Feldi Hell ins Sortiment aufgenommen, und für die warmen Temperaturen werden seit letztem Sommer leckere Eisbecher von Neumanns Eis angeboten.
Wir empfehlen die Anreise per Rad oder Öffis (Bahnlinie 11, Wilhelminenstraße), da die vorhandenen Stellplätze schnell vergeben sind.

Brockhausstraße 1
Tel.: (0172) 353 25 86
www.saloppe.de

Saloppe

Saloppe

Saloppe

Saloppe


Wort: Tobias Heimbold / Bild: P.D.




Carolaschlösschen

Carolaschlösschen

Carolaschlösschen

Carolaschlösschen

Carolaschlösschen


After-Work-Party in einem Schlösschen? Das klingt doch nach Zwang, steifen Anzügen und aufgesetzter Freundlichkeit, nach schnödem Alltag und alles andere als feierabendtauglich. Wir wissen es besser, denn an der Garderobe im Carolaschlösschen gebt Ihr den Alltagsanzug ab. Spätestens nach dem ersten Frühsommerwochenende freut sich jeder auf milde Sommerabende im Freien. Donnerstags lassen sich diese beim Open Air Afterwork mitten im Großen Garten besonders genießen. Wen es nach idyllischer Entspannung dürstet, der genießt die letzten Sonnenstunden der länger werdenden Abende mit Blick über den Carolasee bei einem Glas Bardolino oder Radeberger. Auch nachdem sich der Tag verabschiedet hat und die Dunkelheit aufzieht, bleibt es rund um den See romantisch. Unweigerlich wird man eins mit dem Stuhl, auf dem man sich eigentlich nur mal kurz zum Luftschnappen setzen wollte. Denn im Innern des Schlösschens steigt die eigentliche Party. Im edlen Ambiente erfüllen Disco- und Housetunes das großzügig angelegte Haus. Dabei werden das Beste der 80er und 90er und die richtigen After-Work-Classics von wechselnden DJs aufgelegt. Sie erzeugen Bewegungsdrang - ob man das nun will oder nicht. Zur kurzen Pause und auf einen Cocktail wird sogleich die Bekanntschaft von der Tanzfläche eingeladen. Am stillen See lässt es sich auch viel besser kennenlernen und ehe man sich versieht, entwickelt sich der Abend von "Eigentlich bin ich fertig" zu "Ich hoffe, wir sehen uns nächsten Donnerstag wieder". Feiern, Flirten, Essen, Trinken und Entspannung pur. 19 Uhr geht's los, bis 21 Uhr ist der Eintritt frei, danach kostet's 7 Euro. Für unerfahrene After-Work-Partygänger, denen der Freitag wie eine dunkle Wolke über den Köpfen hängt, bietet das Team des Carolaschlösschens auch zugeschnittene Events an.

Querallee 7
Tel.: 250 60 00
www.carolaschloesschen.de

Wort: Tobias Heimbold / Bild: P.D.




Zum Wiegebraten

Zum Wiegebraten

Zum Wiegebraten

Zum Wiegebraten

Zum Wiegebraten


Der Name ist Programm. Nicht nur, weil auf der Karte verschiedene Variationen dieses Klassikers angeboten werden, sondern auch wegen seiner Herkunft aus der sächsischen Küche. Frei nach Peter Fox' "Im Schatten der Dönerläden", so könnte man meinen, besetzt das Lokal neben vietnamesischen Lokalen und indischen Restaurants eine exotische Nische im Neustadtviertel. Küchenchefin Claudia Fiedler-Hartwig hat "Deutsche und sächsische Kost" auf die Fahne des neueröffneten Restaurants geschrieben, welches sich auf der Rothenburger Straße in den Säulenhallen des ehemaligen Griechen "Helios" niedergelassen hat. Das namensgebende Fleischgericht gibt es in der traditionellen Machart und bald auch als Hirschvariation sowie vegetarisch. Wer sich lieber fleischlos ernährt, muss jedoch nicht so lange warten. Mit Käseschnitzel, Spinatlasagne und mehr lassen sich bereits entsprechende Gerichte finden. Zum Braten für 8,90 Euro gesellen sich weitere deftige Hauptgerichte, wie Bauernfrühstück (8,60 Euro) oder Kassler (9,10 Euro), und für den kleinen Hunger fehlt unter anderem natürlich die hausgemachte Soljanka (4,20 Euro) nicht. Mit verschiedenen Salaten und Fischgerichten komplettiert sich das Menü. Für die Versorgung in der Mittagspause gibt es von Montag bis Freitag jeweils zwei Angebote zwischen 4,90 und 5,90 Euro, die schnell und heiß auf den Tisch gebracht werden. Gegen den Durst wird Bier vom Fass (Bitburger, Köstritzer) oder auch ein Glas aus dem reichhaltigen Sortiment der Spirituosen gebracht. Alkoholfrei werden die üblichen heißen Zubereitungen aus Kaffee und Tee sowie Softdrinks und Säfte serviert. Geöffnet ist jeden Tag von 11 bis 23 Uhr. Kleiner Tipp: Das Lokal eignet sich dank großer Fenster und Bahnhaltestelle vor der Tür hervorragend als letzte Einkehr vor dem abendlichen Nachhauseweg.

Rothenburger Straße 37
Tel.: 81 08 48 69

Wort: Tobias Heimbold / Bild: Tobias Kade