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Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport

Dresdner Gastlichkeit

Monat für Monat essen und trinken wir uns durch die Lokale der Stadt, machen uns Notizen, ein paar Fotos und geben Euch anschließend gastronomische Ausgehtipps.



Craft Beer & Sport


Seit dem 12. September hat das Craft Beer & Sport auf der Königsstraße 1 seine Türen geöffnet und lockt nicht nur mit einer üppigen Auswahl des namensgebenden Gerstensaftes. Bei wem jetzt die Alarmglocken schrillen, der braucht nicht beunruhigt zu sein. Die Wenzel Prager Bierstuben gibt es immer noch.
Michael Möckel hat nüchtern erkannt, dass "im Wenzel die Nachfrage nicht befriedigt werden kann". Und damit meint er ein größeres Angebot der Craft-Biere. Der Unterschied zu handelsüblichen Biersorten besteht zum einen in der Unabhängigkeit gegenüber großen Brauereien. Craft-Biere sind zum anderen meist individueller und raffinierter bei der Auswahl von Zutaten und im Brauprozess. Wo im Wenzel vor allem tschechische Craft-Marken Einzug gefunden haben, wird hinter Michael Möckels Tresen eine breitere Vielfalt Platz finden. Vorschlägen der Kundschaft steht der Chef grundsätzlich offen gegenüber. Außerdem drängte sich mit dem ungenutzten Raucherraum der Wenzel-Stuben die Gelegenheit förmlich auf.
So können sich die Gäste nun nicht nur mit den etablierten Größen wie Astra und Rothaus zufriedengeben, sondern auch eine neue Liebe bei Crew Republic Drunken Sailor oder Braufactum Colonia finden. Die gemütliche Atmosphäre der neugestalteten Bar lässt dabei keine Unterstützung missen und lädt zum Verweilen ein.

Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport

Craft Beer & Sport



Passend zum Thema Handwerk und Zunft (aus dem Englischen "craft") besticht die Einrichtung mit viel Holz. Nicht nur die raumhohen Vitrinen hinter dem Tresen, worin die verschiedenen Biere ins rechte Licht gerückt werden, auch das Mobiliar besteht aus soliden Stücken zeitloser Barkultur. Zusammen mit einem zurückhaltenden Beleuchtungskonzept, dass warm und indirekt daherkommt, entsteht eine Mischung aus Pub und Lounge. Blitz findet: Sehr gelungen!
Auch die Mischung in der Karte überzeugt. Neben den 15 verschiedenen Bieren, unter denen nicht nur Craft-Sorten wie Maisels & Friends zu finden sind, sondern auch Marken wie Lößnitzpils, Eibauer, Bayreuther hell und Astra, kann man seinen Durst natürlich auch alkoholfrei bekämpfen. Dazu eine herzhafte Mahlzeit, z.B. bestehend aus einer Bocki und einer Portion Kartoffelsalat und Kraut, und der Besuch führt zu einem behaglichen Ausklang. Vor allem, wenn's mal wieder länger dauert.
Denn, wie der Name schon sagt, es wird regelmäßig und umfassend Sport übertragen. Vor allem die Anhänger vom Dresdner Schwarz-Gelb werden bedient. Dafür sperrt der Chef die Türen auch mal eher auf, die ansonsten ab 18 Uhr offenstehen. Aber auch alle anderen Freunde gemeinschaftlichen Fußballfeierns kommen auf ihre Kosten. Wer jetzt denkt: "Sport ist doch aber nicht nur Fußball!", der fühle sich ermuntert, zur gegebenen Zeit auf seine favorisierte Sportart aufmerksam zu machen. "Sonntags zeigen wir auch American Football. Oder, wenn es die Gäste wünschen, schalten wir auch die Formel Eins ein." Auf zwei Bildschirmen, die genügend Abstand zueinander haben, lässt es sich gut auf die Kundschaft eingehen. Falls mit einer Aufstiegsfeier oder anderen Erfolgen zu rechnen ist, empfehlen wir Euch die Straßenbahnlinien 4 und 9.

Craft Beer Sky
Königstraße 1
(0351) 40 29 97 13


Wort: Tobias Heimbold / Bild: Tobias Kade



Merlins Wunderland

Merlins Wunderland

Merlins Wunderland

Merlins Wunderland

Merlins Wunderland


"Merlin, mein Merlin", singt die gute Fee Maria sehnsüchtig. Doch der große Zauberer lässt auf sich warten. Unterdessen geht es drunter und drüber in seinem Wunderland. Sein Widersacher, der wilde Rocker Rumburak, will die Feierscheune in einen Rockschuppen verwandeln. Ist das Wunderland noch zu retten? Temporeich und voller schrägem Humor wird der Wettstreit der Beiden quer durch alle Musikstile und Hits der Rock- und Popgeschichte, von Abba bis AC/DC, von Schlager bis Steppenwolf mit viel Schmiss und Gaudi auf die Bühne gebracht in der neuen Show im Restauranttheater Merlins Wunderland im Zschonergrund, das nächstes Jahr seinen 20. Geburtstag feiert. Der weitgereiste Zauberer (Ron Holzschuh) erscheint wundersam verjüngt und hat nur einen Wunsch: "Let me entertain you!" Merlin und sein bunt-skurriles Gefolge drehen singend, spielend und tanzend voll auf in diesem verrückten Fantastical (Regie: Olaf Becker), das sich mit seiner Geschichte allerdings streckenweise in den vielen Gags verliert. Mal fröhlich-naiv und kess wirbeln die Fee Maria (Alice Erk) und die Küchenmamsell "Frischfleisch" (Johanna F. Krüger) umher. Dann sind da noch der derbspaßige Rumburak (Hardy Lang), der beschränkte Hausarchitekt Schmieche (gespielt von Stückautor Michael Kuhn), Fidel Karsten mit seiner lebhaften Geige (Ludek Lerst) und der in flottem Kostümwechsel agierende Hutmacher (Wolf-Arnim Teutoburg-Weiß). Bezaubernd ist die Idee von Merlins "Traummaschine", mit deren Hilfe die Fee Maria mit Bildern aus Sand von ihren Träumen erzählt. Begleitet wird das Spektakel von einem vorzüglichen, herzhaften Drei-Gänge-Menü. Das allein ist schon einen Besuch in Merlins Wunderland wert, den man am besten in Feierlaune, ob mit Kollegen oder im Freundeskreis, genießt.

Zschonergrundstraße 4
Telefon (0351) 421 99 99
www.merlins-wunderland.de


Wort: Lilli Vostry / Bild: Robert Jentzsch



Altmarktkeller

Altmarktkeller

Altmarktkeller

Altmarktkeller

Altmarktkeller


Eine kleine Verjüngungskur hat noch niemandem geschadet. Vor allem, wenn man sich im Herzen treu bleibt. Das mag sich vielleicht auch Heiko Meyer, Inhaber des Altmarktkellers, gedacht haben. Nach 15 Jahren Erfolgsgeschichte des Sächsisch-Böhmischen Bierhauses wurde es Zeit für einen neuen Anstrich - im wahrsten Sinne des Wortes. "Es war schlicht Zeit für Veränderung", bekräftigt Meyer die Entscheidung. "Daher haben wir unser nun doch schon etwas in die Jahre gekommenes Konzept entstaubt und überarbeitet, so dass wir von nun an auch für Gäste zwischen 20 und 40 Jahren deutlich attraktiver sind."
Neben einem zeitgemäßen Farbkonzept aus Creme und verschiedenen Brauntönen, die im indirekten Licht eine ruhige Wohlfühlatmosphäre schaffen, haben sich auch in der Speisekarte Neuerungen niedergelassen. Grundsätzlich bleibt es sächsisch deftig. Um Biergulasch und Brauhausschnitzel müssen sich Stammgäste nicht sorgen. Erweitert wird das Angebot um vegane und vegetarische Gerichte, und mittlerweile finden sich neun Biersorten im Sortiment, u.a. Radeberger Pilsner, Kellerbier aus Binding, Hövels, Allgäuer Büble, Clausthaler alkoholfrei und ein Craft-Beer von Braufactum. Highlight, wenn es ums süffige Gold geht, ist ein Tisch mit integriertem Zapfhahn, der Gruppen bis zwölf Personen nach einer kurzen Einweisung zum Selberzapfen überlassen wird. Dieses neue Innenleben verdient auch nach außen hin eine Zäsur und so knüpft nun der Faden des Dresdner Bierhaus mit bewährtem Strickmuster und frischen Motiven nahtlos an. Größere Gruppen können sich auf Anfrage einem Rahmenprogramm hingeben, zum Beispiel einer 90minütigen geführten Altstadttour, zu deren Abschluss ein Zwei-Gänge-Menü im Dresdner Bierhaus gehört.

Altmarkt 4
(0351) 481 81 31
www.altmarktkeller.de


Wort: Tobias Heimbold / Bild: Paul Kuchel, Tobias Kade