Das große BLITZ!-Konzert-Special

Sounds of Summer


Dieser Sommer wird lang, er wird heiß werden und ereignisreich. Das Angebot an wichtigen Konzerten und Festivals ist kaum zu überschauen. Sie alle zu besuchen fehlt die Zeit. Und hätten wir davon genug, fehlte das Geld. Also sehr genau hinsehen, denn geboten wird überall eine Menge. Mit einer Bühne, zwei Bierbuden und drei Dixi-Häuschen ist heutzutage kein Festival mehr zu machen. Gleichzeitig gilt es aber auch, zügige Entscheidungen zu treffen. Mindestens zwei Drittel der in diesem BLITZ!-Konzert-Wegweiser gelisteten Veranstaltungen werden lange vorher ausverkauft sein. Also: Wer zuerst kommt, rockt und tanzt, die andern mahlen draußen mit den Zähnen...


Limp Bizkit

Limp Bizkit

Limp Bizkit

Die Begründer des Nu Metal, dieser speziellen amerikanischen College-Metal-Variante, die stark auf den Crossover mit HipHop zurückgreift und das Ganze mit Funk anreichert, kommen zurück nach Europa. Ihre große Zeit hatte die Band aus Jacksonville / Florida um den Frontmann mit dem schönen Heavy-Metal-Namen Fred Durst zu den größten Zeiten des Genres: Um die Jahrtausendwende brachten sie jene drei Alben raus, die heute den Hauptanteil ihrer 40 Millionen verkauften Tonträger ausmachen. Nach einer Auszeit sind sie seit ein paar Jahren wieder unterwegs. Die großen Hits sind unvergessen und die fabelhaften Vier noch in Topform.

15.06. Dresden, Junge Garde
17.08. Halle, Peißnitzinsel


Nena

Nena

Nena

Wer hätte Anfang der 80er darangedacht, dass das Frolleinwunder des deutschen Pop, damals der Neuen Deutschen Welle zugeordnet, was viel zu kurz gegriffen hatte, einmal fit wie ein Turnschuh in ausverkauften Riesenhallen ihr 40jähriges Bühnenjubiläum begehen würde? Und das sind alles andere als nostalgische Abende, wo alternde Fans an große Zeiten zurückdenken, und dem ebenfalls alternden Star auf der Bühne die dünnen Stellen im Vortrag verzeihen. Am Alter können wir alle nichts ändern, aber diese Frau steht für Shows, die keine Vergleiche scheuen müssen. Ihre Show ist kein Oldiespektakel, gerade weil sie in einem gesonderten Block die ganz großen Nummern der 80er bringt.

23.06. Dresden, Junge Garde


Matapaloz Festival

Matapaloz Festival

Matapaloz Festival

Leipzig hat ein neues Festival. Und was für eines! Es ist das Festival der Böhsen Onkelz und es sind noch allerlei andere böse Onkels am Start: Die Herren mit dem freundlichen Deutschrock in der Grauzone (meinen einige hilflos, weil sie ihnen einfach nichts anhängen können), werden assistiert u.a. von Megadeath, In Extremo, Arch Enemy, Pro Pain und Phil Campbell (ja genau, das ist Wizzö, der Motörhead-Klampfer).
Für viele aus den fortgeschritteneren Jahrgängen (böse sein dürfen nicht nur junge Hüpfer) dürften einmal mehr Rose Tattoo aus Australien das Highlight sein. Diese Männer waren schon in den 70ern heftig zugehackt, als das noch den Matrosen und Knackis vorbehalten war und ihr Rock´n Roll war das Härteste von allem. Angry Anderson hat die Jungs, jene wenigstens, die noch leben, wieder zusammen getrommelt: "Butcher and Fast Eddy" live, das ist schon das halbe Ticket wert.
Die Neue Messe ist nicht gerade bekannt für Open-Air Festivals. Sie hat aber ausreichend Fläche und liegt verkehrstechnisch traumhaft. Direkt an der Autobahn, mit eigener Bahn-Haltestelle und dem Endpunkt der Tram aus der City, sogar ein Flughafen liegt gleich daneben. Das El Barrio gleich neben der Hauptbühne bietet auf 30.000 m² internationale Top-Tätowierer, Piercing, Freaks & Shows, Chill-Out Areas, Street-food & Drinks, Hot Roads, Custom Bikes, Klamotten, Schmuck & Accessoires und und und. So geht Open Air 2.0!

22./23.06. Leipzig, Messe


Helene Fischer

Helene Fischer

Helene Fischer

Rekorde zu brechen scheint ihr Hobby, sie setzt in jedem Jahr atemberaubende Superlative. Das darf man zu Recht auch über ihre aktuelle Show sagen, die von Spezialisten der legendären Zirkustruppe Cirque du Soleil entwickelt wurde. Da gibt's nicht nur Musik, sondern eine bombastische Inszenierung. Monatelang hat sie mit Akrobatik-Coaches in Montreal an spektakulären Nummern gearbeitet, wird mit einem Partner in 10 Metern Höhe schweben und die Hits schmettern. Es ist die aufwendigste Showproduktion aller Zeiten für eine deutsche Künstlerin. Eine Million Tickets sind für die gewesenen und die anstehenden Termine der Tour schon verkauft. Schnell entschließen für den Rest!

23./24.06. Leipzig, Red Bull Arena


Roland Kaiser

Roland Kaiser

Roland Kaiser

Wer hätte gedacht, dass der Osten wieder einen Kaiser kriegt. Einen echten Konsens-Kaiser, den alle gut finden, den zu huldigen sie in hellen Scharen herbeiströmen, an dessen Lippen sie gebannt hängen: Roland Kaiser, bald 65, steht auch in der gesamtdeutschen Schlagerwelt ganz weit oben. Was er aber in Sachsen und ganz speziell in Dresden für eine Verehrung erfährt, ist beispiellos. Man sagt, die Sachsen hätten den unfreiwilligen Abgang ihres populären Königs seinerzeit nicht verwunden. Nun haben sie sich einen Kaiser geangelt...

30.06. Kamenz, Hutbergbühne
28.07. Chemnitz, Hartmannplatz
03./04.08. Dresden, Filmnächte Elbufer
10./11.08. Dresden, Filmnächte Elbufer
31.08. Kamenz, Hutbergbühne


Billy Idol

Billy Idol

Billy Idol

Sein Künstlername stammt nicht daher, dass er schon frühzeitig ein Idol war oder werden wollte. Billy war ein HardCore-Punk, den seine Lehrer "Billy, the Idle" (der Faulpelz) nannten. Nach der Punk-Ära verband er in den USA den Geist des Punk mit dem Glamour des Hochglanzpop. Er schockte und faszinierte die Musikwelt mit Hits wie "Rebel Yell", "Dancing With Myself", "Flesh For Fantasy" oder "Sweet Sixteen". Seinen selbstzerstörerischen Lebensstil behielt er auch als Popstar bei. Was ein Horrorunfall mit seinem Motorrad nicht schaffte, hätte er beinah mit Drogen vollbracht: Um die Jahrtausendwende war er dem Tod näher als dem Leben. Jetzt ist er clean und steht wieder auf der Bühne! Respekt!

14.07. Halle, Peißnitzinsel


Amy Macdonald

Amy Macdonald

Amy Macdonald

Die Frau ist live eine kleine Sensation. Vor kurzem durften sich die 600 handverlesenen Zuschauer eines WDR2-Unplugged-Radiokonzerts in Düsseldorf davon überzeugen. Aber auch die Käufer des Albums "Under Stars – Live in Berlin", das während ihres Konzerts im vergangenen März im Tempodrom aufgezeichnet wurde, werden das bestätigen. Der Reigen ihrer melodiösen Folksongs mit dem zwingenden Hitappeal begann im Jahr 2007, als sie mit ihrem ersten Album "This Is The Life" nebst gleichnamiger Hitsingle (ein wenig altklug, sie war damals gerade zwanzig) ihre Karriere eindrucksvoll begann. Der Erfolg hat sie seitdem nicht verlassen. Vor allem aber ist ihre unglaubliche Bühnenenergie geblieben, mit der sie jede(n) kriegt.

19.07. Dresden, Junge Garde


Guns N'Roses

Guns N'Roses

Guns N'Roses

Die Gunners, gegründet 1985 aus L.A., führten den Sleaze Rock wieder zurück in den Heavy Metal und dürfen vielleicht neben Joy Division und Nirvana als die Band mit dem größten Verkaufs- und Kultfaktor in Bezug auf die Anzahl ihrer Veröffentlichungen gelten. Das gültige Œvre der Band besteht aus den Alben "Appetite For Destruction" und "Use Your Illusion I & II", war also 1981 abgeschlossen. Diese Alben enthielten sämtliche Hits der Band von "Paradise City" über "Sweet Child O' Mine", "Welcome To The Jungle", "November Rain", "Knockin‘ On Heaven's Door" (ein Dylan-Cover) bis zum 81er Bond- Erkennungssong "Live And Let Die" (von Paul McCarthney). Von diesen Tonträgern sind um die 70 Millionen Stück verkauft worden. Neben den Hits hat der Dauerstreit zwischen Sänger Axl Rose und Gitarrist Slash die Yellow Press befeuert. An Ende ist ein Rock´n Roll – Monument aus Sex & Drugs & unsterblichen Headbangerhymnen entstanden. Als 2016 bekannt wurde, dass die Band wieder mit Axl und Slash (daneben Duff McKagan am Bass) auf Tour gehen würde, strömten über drei Millionen Ticketkäufer an die Kassen. Der Name der "Not-In-This-Live-Time-Tour" stammt aus dem Jahr 2012, als Axl Rose auf die Frage, ob er je wieder mit Slash auf einer Bühne stehen würde, mit "Not in this live time" ("nicht in diesem Leben") antwortete. Aber die Gunners befinden sich ja in ihrem dritten Leben. Sie liefern noch immer eine Show ab, die Maßstäbe in punkto Bühnenperformance setzt.

07.07. Leipzig, Festwiese


James Blunt

James Blunt

James Blunt

Was für ein Mann. Er ist Pilot und war Elitesoldat der britischen Army, der als Auszeichnung den Sarg von Queen Mum tragen durfte. Er war ein erfolgreicher Alpinsportler, nach dem in der Schweiz sogar ein Lift benannt ist. Dazu hat der überaus gut aussehende Mann (bei manchen kommt wirklich alles zusammen) immer Songs geschrieben, die er schließlich aufnahmen. Und auch das klappte: Der Superhit "You're Beautiful" trug 2005 das Album "Back To Bed l am" zu riesigen Erfolgen, in der Heimat war es die meistverkaufte Platte der Nuller. Seitdem wird alles, was er musikalisch anfasst, weltweit zu Gold. Die Tour zum aktuellen Opus "Afterlove" hat er wegen des Zuschauer-Andrangs verlängern müssen.

24.07. Dresden, Junge Garde


Michael Patrick Kelly

Michael Patrick Kelly

Michael Patrick Kelly

Verblüffend, wie die Kelly Family wieder ins Bewusstsein rückt. Deren musikalischer Chef und Frauenschwarm war lange Zeit Paddy Kelly. Es war es, der das wirkliche Ende der Band besiegelte, als er sich das lange Haar abschnitt, er war es, der für lange Jahr in einem Kloster abtauchte, um die Vergangenheit im Familien-Großensemble hinter sich zu lassen. Vom Pop kommt er aber nicht los. Sein aktuelles Album "iD" beweist eindrücklich, dass er das Liederschreiben nicht verlernt hat.

27.07. Rudolstadt, Heidecksburg
22.08. Görlitz, Kulturbrauerei
31.08. Steinbach-Langenbach, Naturtheater
01.09. Chemnitz, Theaterplatz
02.09. Halle, Pferderennbahn


Joan Baez

Joan Baez

Joan Baez

Die Zeit rast unerbittlich. Für jeden kommt der Tag, wo er abtreten muss. Für die Stars des Entertainments zuerst mal von der Bühne. Nicht allen gelingt das zum richtigen Zeitpunkt. Der ist jetzt auch für Joan Baez, Ikone des Protestsongs, gekommen. Sie ist das singende Gewissen ihrer Generation gewesen, stand natürlich auch in Woodstock (schwanger übrigens) auf der Bühne. Bob Dylan, mit dem sie eine Zeit lang liiert war (es war wohl nicht wirklich glücklich für sie – das unsterbliche "Diamonds & Rust" handelt davon) nannte sie die Königin des Folksongs. Ihre Stimme wird auf der ganzen Welt erkannt. Nun ist sie auf Farewell-Tour, klar, sie geht auf die 80 zu. Last Chance To See!

28.07. Halle, Peißnitzinsel


Max Giesinger

Max Giesinger

Max Giesinger

Er ist der Junge, der rennt. Einer derer, die es über eine TV-Casting-Show ganz nach oben geschafft haben. Das war The Voice of Germany 2012. Aber Max (der heute Mitte 30 ist) war da längst kein Anfänger mehr, hatte in diversen Bands gespielt und richtig viele Clicks auf seinen Youtube-Clips. Auch nach der Show ging es nicht gleich in den Pop-Himmel. Weil er klare Vorstellungen hatte, wie er seine Songs bringen wollte. Also hat alles noch ein wenig gedauert, bis es dann mit dem Album "Der Junge der rennt" mit den Hits "80 Millionen" "Wenn sie tanzt" und "Roulette" so richtig durch die Decke ging: Genau das Gegenteil von Eintagsfliege.

28.07. Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach
03.08. Steinbach-Langenbach, Naturtheater


Ina Müller

Ina Müller

Ina Müller

Die unverwechselbare Frau mit dem verwechselbaren Namen ist nun seit über10 Jahren mit dem Late-Nights-Format "Inas Nacht" unterwegs und brachte es damit zu Kultstatus. Die Sängerin, Musik-Kabarettistin, Buchautorin und Fernsehmoderatorin ist aber deutlich vielseitiger. Für ihre jüngste Hallentournee erhielt sie das Platin-Ticket für über 200.000 verkaufte Eintrittskarten (vier Echos hat sie übrigens auch, aber das ist ja jetzt Geschichte). Im Sommer kommt sie jetzt endlich mal raus an die frische Luft. Das ist gut für den Teint, schließlich steht sie ja beruflich hauptsächlich in einer Kneipe: Der Star von einer ganz anderen Seite.

02./03.08. Dresden, Junge Garde
10.08. Halle, Peißnitzinsel


In Extremo

In Extremo

In Extremo

Haltet die Humpen fest, versteckt eure Jungfrauen (so vorhanden): Die Spielleute sind in der Stadt! Ausschließlich auf Burgen und Schlösser wollen sie sich in diesem Sommer begeben. Da passt ihre derb-historisierende Steam-Punk-Show - das Kernmittelalter haben sie bekanntlich verlassen - am besten. Hoffentlich sind die alten Gemäuer in gutem Bauzustand, denn der Sage nach waren es In Extremo, die vor vielen Jahren auf Befehl von ganz oben mit ihren gewaltigen Dudelsäcken (die Posaunen waren fake news) die Mauern von Jericho zu Einsturz brachten.

03.08. Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach
24.08. Weißenfels, Schloss
07.09. Wittenberg, Schloss
09.09. Creuzburg, Burg


Chris de Burgh

Chris de Burgh

Chris de Burgh

Wir werden alle nicht jünger. Tröstlich, dass sich das auch bei den Großen des Showgeschäfts, den Troubadouren der Herzen, nicht vermeiden lässt: Chris wird 70. Man sieht´s ihm nicht an, aber es steht im Ausweis. Vor allem: Er macht was draus. Zu seiner Sommertournee (es wird nicht mehr viele geben) steht er allein auf der Bühne und spielt seine Hits so, wie er sie komponiert hat, bevor sie mit breiten Arrangements zu Hymnen aufgeblasen wurden. "The Lady In Red", "Don't Pay The Ferryman" oder "High On Emotion" gibt es so authentisch nicht alleTage!

09.08. Steinbach-Langenbach, Naturtheater
11.08. Zwickau, Freilichtbühne
16.08. Gera, Hofwiesenpark
19.08. Chemnitz, Wasserschloss Klaffenbach


SonneMondSterne

SonneMondSterne

SonneMondSterne

Das große Ding an der schönen Bleilochtalsperre. Was vor 22 Jahren als Insider-Rave vor 2500 Tanzverrückten angefangen hat, ist heute eines der größten Festivals für elektronische Tanzmusik in Europa. Vor traumhafter Kulisse auf Bühnen und in Partyzelten gibt's das volle Bass-Gewitter auf die Ohren und den Bewegungsapparat. Vorn im ewig langen Line Up stehen Weltstars der DJ-Szene wie Axwell Ingrosso, David Guetta (der ist fast Stammgast hier), Gardwell, Marshmello, Paul Kalkbrenner oder Steve Aoki.
Neben den Stars sind es aber auch die urbanen Kreativen, für die das SMS bekannt ist. Die heißesten Partys gehen in den Zeiten ab, wenn sich die Abräumer von morgen die ersten Sporen verdienen und man zur Zukunft des Movements tanzt.
Viel Anerkennung erntete das SMS auch für sein Engagement in Richtung Szene-Nachwuchs, wie es explizit beim "SMS.Young Talent Contests 2017." deutlich wird. Die Sieger sind in diesem Jahrgang Melted Moon (eine richtige Band), Kraft der Sonne (ein Duo mit druckvollen Beats und melodischen Synth-Sounds) und Thomas Maschitzke, ein cooler Typ hinter den Turntables mit klassischer Klavierausbildung, der auch als MC rappen kann. Diese drei Acts spielen am frühen Samstagabend auf der Second Stage. Sogar ein Partyschiff schippert um den See. Die "SMS.Boat" legt aber schon früh um 9 ab, eine verdammt frühe Zeit für Partypeople. Dafür gibt's um 12 High Noon Beatz mit Markus Kavka.

10.-12.08.
Saalburg-Ebersdorf, Bleilochtalsperre


Lina

Lina

Lina

Lina. Klar, das ist doch Lina Larissa Strahl aus den Bibi-und-Tina-Filmen. "Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs", das kennen sogar die Großen (weil es alle Kids dieses Landes ein paar schreckliche Monate lang allerorten unablässig trällerten). Aber Lina hatte schon vorher den Kika-Contest "Dein Song" gewonnen. Sie hatte schon eine Single draußen und war sogar mit Helene Fischer aufgetreten, bevor sie zum Filmstar wurde. Letztes Jahr hat sie ihr zweites Album "Ego" rausgebracht, die Tour war ausverkauft. Den Bibi-Hype braucht sie nicht mehr. Immerhin hat sie beim Drehen Tilman Pörzgen kennen gelernt, mit dem sie heute zusammen singt und lebt. Mal sehen, ob er wieder mit dabei ist!

11.08. Leipzig, Parkbühne Clara-Zetkin-Park


Highfield Festival

Highfield Festival

Highfield Festival

Die Magdeborner Halbinsel vor dem alten Dispatcherturm, dem letzten Stück Erinnerung an Jahrzehnte des Braunkohlenbergbaus, ist heute nicht nur Sinnbild für die Neugestaltung einer zerstörten Landschaft, sondern auch der Ort für eines der wichtigsten Festivals im Osten. Vor der schönen Kulisse des Störmthaler Sees, den Bergbautechnik-Park in Sichtweite und mit einem langen Sandstrand genau neben dem Gelände läuft seit einigen Jahren ein Festival ab, dessen lange Erfolgsgeschichte am Stausee Hohenfelden bei Erfurt begann (daher der Name). Heute sind sie im Neuseenland südlich von Leipzig zu Hause. In freier Natur bei bester Anbindung an Stadt und Verkehrsadern. Mit genügend Platz für Rocken & Rollen, aber auch für Chillen & Grillen. Für heiße Nächte und erholsame Tage.
Das Line Up steht. Allein die Headlinerliste mit Namen wie Billy Talent, Marteria, Broilers, Die FantastischenVier, Parov Stelar, Alligahtoa oder Dropkick Murphys zeigt eindrucksvoll, dass hier mit Breitband-Geschmack und subtilem Blick für echte Qualität das gesamte Indie-Spektrum abgedeckt wird. Wer in diesem Billing nichts findet, sollte wieder zu Florian Silbereisen zurückkehren. Noch etwas haben sich die Veranstalter nicht nehmen lassen: Nach der Verpflichtung der erfolgreichen Meta-Gangster der "257ers" ist definitiv gesichert, dass alle Acts, die im vergangenen Jahr wegen des Unwetters nicht auftreten konnten, diesmal dabei sein werden.

17.-19.08.
Großpösna bei Leipzig, Störmthaler See


Iron Drift King

Iron Drift King

Iron Drift King

Extremer Motorsport ohne Lärmlimits und bis an die Grenzen von Material und Fahrern. Die Arena aus Stahl in Ferropolis ist der beste aller denkbaren Orte für genau dieses irre Spektakel: Zentral und verkehrsgünstig gelegen, stehen fünf massive Bagger-Giganten aus der heute prähistorisch anmutenden Zeit der Braunkohle auf einer Halbinsel mitten im geschaffenen Gremminer See, der die Wüste eines Tagebaus bedeckt.
Der Mittelpunkt des geräumigen Eventgeländes ist die Arena, die von den Giganten gerahmt wird und nicht nur aufgrund ihrer Akustik den Zuschauer mitten ins Geschehen reißt. Für das Event bekommt das Areal eine maßgefertigte Rennstrecke auf 14.000 qm. Diese gibt es so weltweit nur ein einziges Mal. Zwei Großformat-Videoscreens sorgen für 100% Sicht auf allen Tribünenplätzen. In dieser Atmo werden 80 internationale Piloten (eigentlich Athleten – oder sind es eher Stuntmen?) in Autos steigen, die bis zu 1200 PS unter der Haube haben und diese explosiven Kisten u.a. in Twin-Battles mit nur ein paar Zentimetern Abstand zum Konkurrenten voll ausfahren. Beziehungsweise: Driften.
Dazu Entertainment vom Feinsten: Die große Carshow mit Straßenparade und Streetculture, Zutritt zum Fahrerlager, Graffiti Walls, Sideshow mit Drift Lover Girls, knackiges Catering und natürlich fetter DJ-Sound auf der Aftershow-Party bis zum frühen Morgen. Nur für die Harten unter uns.

17.-19.08. Gräfenhainichen, Ferropolis


Carlos Santana

Carlos Santana

Carlos Santana

Ein Mexikaner, der in die USA auswanderte, seit 1961 in der Musikszene aktiv ist und schon in diesem Jahrzehnt zu den Großen gezählt wurde, ein Überlebender jener Künstlergeneration, die in Woodstock das berühmteste Konzert der Geschichte spielte, ein genialer Gitarrist, der den Latinrock erfunden hat und mit seiner Musik außerhalb der gängigen Popschemata und irgendwelcher Moden wirklich in der ganzen Welt gehört wird, wovon über 100 Millionen verkaufte Tonträger Zeugnis ablegen, kommt im Sommer auf Tour. Auch für einige ausgesuchte Daten nach Deutschland. Carlos hat die 70 hinter sich. Wer noch mal "Black Magic Woman", "Oye Como Va" oder "Samba Pa Ti" hören will, sollte sich sputen.

19.08. Dresden, Filmnächte am Elbufer


Roger Hodgson

Roger Hodgson

Roger Hodgson

Supertramp waren eine der erfolgreichsten Bands der Siebziger des vorigen Jahrhunderts. Sie heimsten höchstes Kritikerlob für künstlerisch wertvolle Alben ein und machten trotzdem Welthits, die jede(r) mitsingen konnte, wovon damals auch ausgiebig Gebrauch gemacht wurde. Der große Erfolg endete mit der Trennung der Zentralfiguren Roger Hodgson (Gesang) und Rick Davies (Keyboards). Letzterer führt die Band bis heute, war gelegentlich auch bei uns zu Gast. Von ersterem aber stammen die meisten Hits, er war deren unverwechselbare Stimme. So müssen "Give a Little Bit", "The Logical Song", "Dreamer" "Take the long way home", "Breakfast in America" oder "It's Raining Again" klingen!

21.08. Leipzig, Parkbühne Clara-Zetkin-Park


Sum 41

Sum 41

Sum 41

Die kanadische Band wurde 1996 als NOFX-Coverkapelle gegründet. Die Originale hatten sie aber schon nach kurzer Zeit in punkto Live-Qualität und knackigem Songwriting erreicht und übertroffen. Kurz nach der Jahrtausendwende kam dann der große Erfolg. Wenigstens in Nordamerika, wo sie bis heute mehr als 15 Millionen Alben absetzten. Bei uns war die Band, der man geradezu umwerfende Bühnenshows nachsagt, durchaus in Insiderkreise bekannt und geschätzt, der Durchbruch in die Breite ließ aber noch eine Weile auf sich warten. Auch heute noch haben wir die Chance, den Fünfer um den charismatischen Sänger Deryck Whibley, der zuhause Arenen rockt, in der kleinen, wunderschönen Parkbühne zu erleben.

22.08. Leipzig, Parkbühne Clara-Zetkin-Park


Thirty Seconds To Mars

Thirty Seconds To Mars

Thirty Seconds To Mars

Dieses amerikanische Rocktrio fällt in vieler Hinsicht aus dem Rahmen: Jared, einer der beiden Leto-Brüder, die den Kern bilden, gilt auch als ungemein talentierter Schauspieler, der ganz oben in Hollywood mitmischen könnte, wenn er sich und der Band nicht fortwährend ausufernde Mammut-Tourneen verordnen würde. Sie sind immer wieder für verrückte Ideen gut: Zum jüngsten Album "America" (das erste, das auch bei uns sofort auf Nummer 1 in die Charts ging) filmten am Unabhängigkeitstag 2017 (4. Juli) über 90 Crews parallel in allen 50 US-Staaten einen gewöhnlichen Tag und nahmen so ein in dieser Dichte und Vielfalt noch nie gesehenes Prisma des amerikanischen Lebens auf. Faszinierend!

22.08. Dresden, Messe


OMD

OMD

OMD

Die Orchestral Manoeuvres In The Dark waren eine der stilbildenden Bands des Electro-Wave der frühen 80er des vorigen Jahrhunderts. Damals wurde von den revolutionären Elektronik-Klängen der Düsseldorfer Kraftwerk ausgehend (nachzuhören beim Hit "Electricity") die Tür zu einem ganz neuen Synthpop-Himmel aufgestoßen. Weitere Hits, etwa "Enola Gay", "Souvenir oder (später) "Sailing On The Seven Seas" folgten. Ihr größter Erfolg war der wunderschöne Wave-Walzer "Maid of Orleans (The Waltz Joan of Arc)", den 1982 ganz Europa mitsummen konnte. Der smarte Andy McCluskey, schon damals ein Frauenschwarm, hat nichts von seinem Charisma verloren und ist heute eine Art Bryan Ferry des Electro Pop.

23.08. Leipzig, Parkbühne Clara-Zetkin-Park


A-ha

A-ha

A-ha

Das norwegische Electro-Trio geht auf Electric-Summer-Tour durch ausgewählte Orte. Im Gepäck eine komplette Backing-Band samt Streichersektion sowie ihre unsterblichen Hits von "Take On Me", über "The Sun Always Shines on T.V.", "Hunting High and Low", "Stay On These Roads", "Crying in the Rain" bis "Foot of the Mountain". Begonnen hatte alles mit dem Video zu "Take On Me", das in seiner Verbindung von Trick- und Realaufnahmen Maßstäbe setzte und die Band dank seines Dauereinsatzes im gerade boomenden MTV auf 1 in die amerikanischen Charts schoss. Dann folgte ein Hit dem anderen, heute sind sie Legende. Nebenbei haben sie die wohl treuesten Fans, jedes Konzert wird eine Party.

24.08. Dresden, Filmnächte Elbufer
25.08. Magdeburg, Domplatz


Westernhagen

Westernhagen

Westernhagen

Nachdem er sich lange ein wenig gesträubt hatte, hat er es dann doch getan, einfach, weil seine Lieder ideal dafür geeignet sind: Westernhagen hat den Stecker gezogen und seine großen Hits noch mal in neuen Arrangements ganz ohne elektrisch verstärkte Instrumente und natürlich im Sitzen aufgenommen. "Wir wollten uns nicht einfach nur akustische Gitarren umhängen und die originalen Arrangements als verkapptes Best of runterspielen", sagt der Meister. Den fälligen Konzert-Film hat kein Geringerer als Fatih Akin gedreht. Der Erfolg gab ihm recht, die MTV-Unplugged-Tour wird in diesem Jahr verlängert. Uns erwartet ein sehr intensiver Abend, der durch eine beeindruckende Karriere führt.

25.08. Leipzig, Arena


Wort: FW / Bild: Kristian Schuller, Kai Maser, Stefan Malzkorn, Edison Graff, Dana Tynan, Sandra Ludewig (Sony Music), SonneMondSterne 2017/TimeCodePic/Erik_To¦êgel, Laura Hartwig, Alexander Schliephake, Maryanne Bilham, Rob Shanahan, Jonathan Weiner, Jörg Steinmetz (Virgin Records), Veranstalter, P.D.