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Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken


Buch und Hörbuch sind ein Bestseller und die meisten derjenigen, die die Romanvorlage lieben, sind gespannt auf die filmische Umsetzung. Schließlich lachen sich Fans schon schlapp, wenn sie sich untereinander an gewisse Szenen mit dem kommunistischen Känguru erinnern. Allein schon der Gedankengang, in einer WG mit einem solchen Tier zusammenzuleben, ist ja nicht so schnell an den Haaren herbeigezogen. Aber in Kreuzberg soll ja angeblich alles möglich sein. Halt eben auch, dass ein etwas lethargischer Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund Ratschlägen seines Kängurus folgt. Das hat nämlich viele angeblich geniale Pläne. Vor allem auch welche, wie man mit der bedrohlichen Lage umgeht, einen rechtpopulistischen Immobilienhai in die Flucht zu schlagen. Wenn man damit nicht die Anti-Terror-Einheiten des Landes auf den Plan ruft. Erst das Buch lesen und dann Film gucken? Muss jeder für sich entscheiden.
Against all Enemies

Against all Enemies


Nach "Judy" ein weiteres Schauspielerinnenportrait. Während Judy Garland sozusagen um sich selbst kreist, ist Jean Seberg nicht nur eine Ikone der aus Frankreich kommenden Bewegung der Nouvelle Vague, sondern auch eine politisch aktive Frau. Ihr Engagement für die radikale Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers erregt in ihrer amerikanischen Heimat nicht nur Aufmerksamkeit und Bewunderung, sondern ruft auch das FBI auf den Plan. Als auch noch Sebergs Affäre mit dem schwarzen Aktivisten Hakim Jamal bekannt wird, wird ein Überwachungsspezialist auf sie angesetzt. Die Methoden des FBI sind nicht gerade bekannt als feinfühlig oder gar auf politische Sachlichkeit bedacht. Edgar Hoover und seine Mannen setzten in ihrem Fall alles daran, ihre Kariere mit Schmutzkampagnen zu zerstören. Die Rolle der Jean Seberg hat Kristen Steward ("Twilight") übernommen, die damit erneut ihre schauspielerische Bandbreite unter Beweis stellt.
Bild: X-Verleih Bild: Prokino
Lucy in the Sky

Lucy in the Sky


Ein Schelm, der Arges dabei denkt. Man denke an die Mutmaßungen im Zusammenhang mit dem berühmten Beatles-Titel... Aber lassen wir das mal weg und auch die berühmte Alice im Wunderland. Science-Fiction der nicht ganz klassischen Art ist angesagt in diesem von der realen Figur der später kriminell gewordenen Astronautin Lisa Marie Nowak inspirierten Film: Astronautin Lucy (gespielt von Natalie Portman) kommt von ihrer Weltraummission verändert zurück, betrügt ihren Mann, weil sie sich in ihren Kollegen verliebt. Der scheint sie zu verstehen. Für Lucy verschiebt sich die Realität auf der Erde immer mehr, sie leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, möchte nur so schnell wie möglich wieder ins All. Scheint also auch so eine Art Droge zu sein... Auf alle Fälle ausgesprochen sehenswert bebildert, aber keine einfache Kinokost. Darauf muss man sich einlassen wollen und es mögen.
Berlin Alexanderplatz

Berlin Alexanderplatz


Die älteren unter unseren Lesern erinnern sich sicherlich noch an Fassbinders Verfilmung des Romans von Alfred Döblin. Die Serie damals war so etwas wie ein Straßenfeger als sie im Fernsehen lief. Regisseur Qurbani ("Wir sind jung, wir sind stark") versetzt die Vorlage in unsere Zeit. Aus dem Verbrecher Bieberkopf, der sich in der rasant entwickelnden Großstadt nach seiner Entlassung zurechtfinden muss, wird der Flüchtling Francis. Der Afrikaner will unbedingt ein anständiges Leben führen, wenn er die rettende Küste erreicht. In Berlin gestrandet, trifft er auf den Dealer Reinhold. Was machen, wenn man kein Geld hat und einem einer viel davon verspricht? Als er die schöne Mieze trifft, keimt Hoffnung auf, sein Leben ordnen zu können. Doch einmal in den Fängen des Dealers, ist das auch mit ihrer Rückendeckung fast unmöglich. Man darf gespannt sein auf dieses moderne Experiment.
Bild: Walt Disney Company Bild: eOne
The Secret - Das Geheimnis

The Secret - Das Geheimnis


Schon das dem Film zugrunde liegende Buch spaltet Nationen, auch die unsere. Ein paar Klicks im Netz verraten es. Das reicht von: Das funktioniert, ihr anderen seid nur borniert bis hin zu: Wen macht das Buch am Glücklichsten? - Vielleicht den, der es geschrieben hat und Millionen mit verdient? Es geht also um esoterisch Angehauchtes. Buch und Serie haben schon mal ordentlich Kasse gemacht. Es folgt der Spielfilm. Bekanntlich hilft viel viel oder wie das heißt... Was den Spielfilm und dessen Inhalt anbelangt, muss ja noch mehr sein als nur ein bebildertes Selbst-Hilfe-Buch, ist einfach noch nichts weiter zu erfahren. Man gibt sich geheimnisvoll. Wie witzig. Immerhin ist bekannt, dass Katie Holmes die Miranda Wells darstellt. Bei ihr fällt einem doch ein, sie hat sich scheiden lassen vom bekennenden Cruise, um die gemeinsame Tochter nicht der Scientology zu überlassen. Ach, das ist hier einfach zu viele Geheimniss.
Ostwind - Der große Orkan

Ostwind - Der große Orkan


In der Fortsetzung der Fortsetzung eines Jugendfilmes mit Darstellern im entsprechenden Alter ist es immer so eine Sache: Die Jungdarsteller wachsen, werden erwachsen und dann sind sie unglaubwürdig. Mit dem Ostwind ist das nicht anders. Da musste schnell der nächste Teil gedreht werden. Die zugegeben begabte Ari-Darstellerin aus der Schweiz übernimmt im 5. Teil der Pferde-Phantasy die Hauptrolle als Ari. Ein gewaltiger Sturm zieht auf, in Gut Kallenbach müssen die Schotten dicht gemacht werden. Das aber nicht, bevor auch noch ein vor dem Unwetter Schutz suchender Pferde-Wanderzirkus Unterschlupf findet. Soweit so gut, wäre aber langweilig, wenn es nicht einen Bösewicht gäbe. Diesmal kommt der in Persona des durchtriebenen Zirkusdirektors Yiri. Aber Ari ist ja da. Die verbündet sich mit einem Zirkusjungen, um ein in die Jahre gekommenes Showpferd zu retten. Zugegeben: Ist ja nicht die schlechteste Reihe bis dato.
Bild: Wild Bunch Bild: Constantin
Keine Zeit zu sterben (Bond 25)

Keine Zeit zu sterben (Bond 25)


Wie lange zog sich der Zirkus mal wieder hin. Immer wieder das Feuer am Lodern gehalten. Macht er es noch mal? Wird es vielleicht gar eine Frau sein oder gar ein farbiger Darsteller? Irgendwann hieß es dann: Daniel Craig macht es/ihn noch einmal. Clevere Strategie, da kann man dann gleich wieder anknüpfen, wenn es um die Planung des 26. geht. Klar, es geht um Geheimagent 007 und jetzt hat man auch ein wenig Katze aus dem Sack gelassen: Im 25. Teil macht er erst mal auf Strandurlaub. Viel Ruhe gönnt ihm sein alter Freund und CIA-Agent Felix Leiter nicht. Er soll mal wieder ein Leben retten - das eines Wissenschaftlers. Und jetzt darf geraten werden? Gibt es einen Bösewicht im Hinterhalt? Gibt es gefährliche neue Technologien, die das Ganze abrunden? Dumme Fragen. Wissen wir und auch, dass das nicht nur dazugehört, sondern letztlich unwichtig ist. Hauptsache, es wird rasant und schaut sich gut weg.
 
Bild: Universal Pictures  
BLITZ! Magazine

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Wort: Carola Kinzel